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TPT0003 | 08.04.2010 | 10:47 | Channel: Tourismuswirtschaft

Aussender: WienTourismus


Stichworte: Hotelgewerbe / Kommunales / Statistik / Tourismus / Wien / Wirtschaft

Wien verzeichnet 2009 zweitbestes Kongressergebnis - BILD

Aussendung mit Bild

BILD zu TP/OTS - Wien-Tourismus - Kongressbilanz 2009; v.l.n.r.: Christian Mutschlechner, Prof. Gerald Ganssen, Vizebürgermeisterin Renate Brauner, Norbert Kettner

  • Fotograf: Harri Mannsberger
  • Fotocredit: PID
  • Ort: Österreich / Wien

   Wien (TP/OTS) - Mit 9 Prozent mehr Nächtigungen und 12 Prozent
mehr Wertschöpfung als 2008 verzeichnete Wien im Vorjahr sein
zweitbestes Kongressergebnis, knapp unter dem Rekord von 2007. Die
Bilanz über das Kongressjahr 2009 zog Vizebürgermeisterin Mag.a
Renate Brauner bei einer Pressekonferenz am Donnerstag, 8. April
2010, gemeinsam mit Tourismusdirektor Norbert Kettner und dem Leiter
des Vienna Convention Bureau im WienTourismus Christian
Mutschlechner. Als Gastredner erklärte Prof. Gerald Ganssen,
Vizepräsident der Europäischen Geowissenschaftlichen Union, warum
deren Kongress seit 2005 ein jährlicher Fixpunkt in Wiens
Kongresskalender ist.

   "Die Wiener Tagungsindustrie hat 2009 in unserer Stadt 1.372.884
Nächtigungen bewirkt, um 9 Prozent mehr als 2008, obwohl die Anzahl
der Veranstaltungen - nationale und internationale Kongresse sowie
Firmenveranstaltungen - um 21 Prozent auf 2.569 gesunken ist",
berichtete Vbgm.in Brauner und erläuterte dazu: "Dieser Rückgang
liegt an den Firmenveranstaltungen: Im Gegensatz zu den Kongressen,
die eine zweistellige Zuwachsrate ausweisen, haben sie um 34 Prozent
abgenommen, und zwar aus zwei Gründen. Während sich bei den
Kongressen keine Auswirkung der Weltwirtschaftskrise gezeigt hat,
haben die Firmen sehr stark darauf reagiert. Zusätzlich hat es 2008
aufgrund der Fußball-EM außergewöhnlich viele Firmenveranstaltungen
gegeben, sodass die Differenz 2009 auch von dieser Seite her noch
verstärkt worden ist. Weil in Wien aber die Kongresse den Löwenanteil
am Tagungsgeschäft ausmachen, ist das Gesamtergebnis so positiv
ausgefallen. Nicht nur bei den Nächtigungen, auch bei der über Wien
hinausgehenden, österreichweiten Wertschöpfung; sie hat sich
gegenüber 2008 um 12 Prozent auf 736,1 Millionen Euro erhöht.
Außerdem hat die Wiener Tagungsindustrie im Vorjahr rund 15.000
Ganzjahres-Arbeitsplätze gesichert."

   Tourismusdirektor Kettner betonte: "Wien hat sich insgesamt im
Krisenjahr 2009 nicht zuletzt wegen seiner starken Positionierung als
Kongressdestination so gut gehalten. Das Tagungsgeschäft hat voriges
Jahr 14 Prozent unseres Gesamtnächtigungsaufkommens erbracht. Den
größten Beitrag dazu haben die internationalen Kongresse geliefert,
bei denen Wien auch seit Jahrzehnten erfolgreich seinen Platz unter
den meistgefragten Kongressmetropolen der Welt verteidigt. Besonders
hervorzuheben ist die Umsatzleistung der gesamten Wiener
Tagungsindustrie im Jahr 2009, das nicht nur für die Hotellerie,
sondern für alle Wirtschaftstreibenden, die direkte Einnahmen aus dem
Tourismus lukrieren, kein leichtes war: Die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer an nationalen und internationalen Kongressen sowie
Firmenveranstaltungen haben pro Kopf und Nächtigung durchschnittlich
rund 420 Euro in der Stadt ausgegeben, während der Vergleichswert von
sämtlichen Wien-Besucherinnen und -Besuchern bei rund 276 Euro
liegt."

Landesweite Wertschöpfung um 12 Prozent auf 736,1 Mio. Euro gestiegen

   Unter den 2.569 Veranstaltungen (- 21 Prozent), die Wien 2009
verzeichnete, waren 882 Kongresse (+ 26 Prozent), davon 556
internationale (+ 18 Prozent) und 326 nationale (+ 41 Prozent) sowie
1.687 Firmenveranstaltungen (- 34 Prozent). Gemeinsam verursachten
sie nicht nur 1.372.884 Nächtigungen in Wien (+ 9 Prozent), sondern
lösten landesweit eine Wertschöpfung von 736,1 Millionen Euro (+ 12
Prozent) aus. Daraus ergab sich ein Steueraufkommen von 202,8
Millionen Euro, von dem 132,1 Millionen Euro dem Bund zuflossen, 24,5
Millionen gingen an Wien, der Rest an die anderen Bundesländer bzw.
Gemeinden. Die Berechnung der Wertschöpfung erfolgte durch Dr.
Martina Stoff-Hochreiner, Unternehmensberaterin und Lehrbeauftragte
an der Wirtschaftsuniversität Wien.

Kongress der Europäischen Geowissenschaftlichen Union: Stammgast in
Wien

   Als Gastredner referierte Prof. Gerald Ganssen von der Freien
Universität Amsterdam, Vizepräsident der Europäischen
Geowissenschaftliche Union (EGU), die ihren Kongress seit 2005
alljährlich im Austria Center Vienna abhält, heuer von 2. bis 7. Mai.
Er berichtete: "Unser Kongress verzeichnet seit Jahren steigende
Teilnehmerzahlen, letztes Jahr waren es rund 9.000, und für heuer
rechnen wir mit etwa 9.500, vielleicht gelingt es uns sogar, erstmals
fünfstellig zu werden. Die Delegierten kommen aus rund 90 Ländern,
und keineswegs nur as Europa - Amerika etwa stellt immer das dritt-
oder viertgrößte Teilnehmerkontingent." Was den EGU-Kongress in Wien
hält, beschrieb Ganssen so: "Wir haben gesehen, dass wir uns auf Wien
immer verlassen können, da klappt die Zusammenarbeit, das läuft.
Gleichzeitig stellt uns das - die Präsidenten und das Council - vor
ein Problem: Es spricht so viel dafür, immer in Wien zu bleiben, es
ist so vertraut und alles super geregelt. Andererseits wollen wir als
europäischer Verein auch anderen Ländern und Städten die Möglichkeit
geben, die EGU als Gast zu haben. Wir können aber nur dann aus Wien
weggehen, wenn wir sicher sind, etwas in allen Aspekten mindestens
Gleichwertiges zu bekommen. Das ist nicht so einfach - Barcelona und
Paris sind dabei schon auf der Strecke geblieben. Mit dem heurigen
Kongress waren wir schon so gut wie weg, doch im letzten Moment haben
wir die Verhandlungen mit Paris abgebrochen und nun sind wir wieder
da und kommen auch nächstes Jahr wieder."

Großkongresse wollen "Sichtbarkeit in der Destination"

   Über aktuelle Entwicklungen in der weltweiten Tagungswirtschaft,
insbesondere im internationalen Kongressgeschäft, informierte der
Leiter des Vienna Convention Bureau im WienTourismus Christian
Mutschlechner. Er konstatiert "einen 'Trend zu Inhalten', in dem
Sinn, dass Nebenaktivitäten zum Kongress, die früher durchaus noch
einen gewissen Stellenwert hatten, wie Sightseeing oder 'side
events', mittlerweile fast völlig von der Agenda gestrichen sind. Bei
Großkongressen zeichnet sich außerdem immer stärker der Wunsch nach
'Sichtbarkeit' ab: Sie wollen in der Destination als Marke
wahrnehmbar sein, sei es durch Branding des öffentlichen Raums oder
Publikumsveranstaltungen passender Thematik, mit denen die
Stadtbewohnerinnen und -bewohner auf soziale, medizinische,
kulturelle etc. Anliegen des Kongresses aufmerksam gemacht werden
können. Dies erhöht den internationalen Druck bei der Akquisition,
denn es genügt nicht mehr, dass man als Stadt
Top-Kongressinfrastruktur und Top-Kongressservices bietet, es sind
zusätzliche Maßnahmen vor Ort gefragt, wenn der Kongress
stattfindet."

   Wien stellt sich auf solche Erfordernisse schon ein: Für das
größte Highlight in seinem diesjährigen Kongresskalender, die
Internationale AIDS-Konferenz, die von 18. bis 23. Juli auf der Reed
Messe Wien stattfinden wird, ist bereits ein umfangreiches
Kulturprogramm in Vorbereitung (worüber noch ausführlich berichtet
werden wird). Zu der Konferenz werden nicht nur rund 25.000
TeilnehmerInnen aus aller Welt anreisen, sondern auch mehr als 2.500
internationale JournalistInnen. Abgesehen von diesem Großkongress
wird Wien heuer noch eine Reihe von weiteren renommierten
Veranstaltungen beherbergen.

Highlights für Wiens Tagungsindustrie 2010

~
o Europäischer Radiologenkongress: 19.000 TeilnehmerInnen,
  4. - 8.3. im Austria Center Vienna
o Europäische Gesellschaft für Knochen- und Marktransplantation:
  4.000 TeilnehmerInnen, 21. - 24.3. im Austria Center Vienna
o Weltkongress  für Neurorehabilitation: 1.500 TeilnehmerInnen
  21. - 25.3. in der Hofburg Vienna
o Internationaler Wettbewerb für Handelsrecht:
  2.000 TeilnehmerInnen, 26.3 - 1.4. im Juridicum
o Europäischer Kongress für klinische Mikrobiologie und
  ansteckende Krankheiten: 8.000 TeilnehmerInnen,
  10. - 13.4. im Austria Center Vienna
o Europäische Gesellschaft für Leberforschung:
  7.000 TeilnehmerInnen, 14. - 18.4. in der Reed Messe Wien
o Europäische Geowissenschaftliche Union:
  9.500 TeilnehmerInnen, 2. - 7.5., im Austria Center Vienna
o Internationale AIDS-Konferenz: 25.000 TeilnehmerInnen
  18. - 23.7. in der Reed Messe Wien
o Deutschsprachige ArGe für Arthroskopie: 1.000
  TeilnehmerInnen, 9. - 11.9. in der Hofburg Vienna
o Europäische Gesellschaft für Nuklearmedizin:
  3.000 TeilnehmerInnen, 10. - 13.10. im Austria Center Vienna
~

Rückfragehinweis:
   PID-Rathauskorrespondenz:
   www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
   Vera Schweder
   WienTourismus
   Tel.: +43 (0)1 211 14-110
   schweder@wien.info

   Mag. Robert Nürnberger
   WienTourismus
   Tel.: +43 (0)1 211 14-111
   nuernberger@wien.info


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