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TPT0001 | 03.09.2010 | 08:29 | Channel: Tourismuswirtschaft

Aussender: Wirtschaftskammer Österreich - BS Tourismus & Freizeitwirtschaft


Stichworte: Alpbach / Studie / Tourismus / WKÖ

Alpbach: Studie des MCI Innsbruck bestätigt enorme Bedeutung des Tourismus

Aussendung mit Bild

BILD zu TP - Der Tourismus-Arbeitskreis bei den Alpbacher Wirtschaftsgesprächen widmete sich gestern, Mittwoch, der Bedeutung des Tourismus als Leitbranche mit Beschäftigungs- und Standortgarantie. Bundesspartenobmann Hans Schenner und Veranstaltungsverbands-Präsident Fritz Kaufmann konnten mehr als hundert Gäste begrüßen.

  • Fotograf: Wirtschaftskammer
  • Fotocredit: Wirtschaftskammer
  • Ort: Österreich / Wien

Utl.: Schenner: "Expertendiskussion erweitert das Bild von uns selbst" -
      Tourismus-Arbeitskreis beschäftigte sich mit dem "starken Herz
      von Österreichs Wirtschaft" =

   Wien  -  Der Tourismus-Arbeitskreis bei den
Alpbacher Wirtschaftsgesprächen widmete sich gestern, Mittwoch, der
Bedeutung des Tourismus als Leitbranche mit Beschäftigungs- und
Standortgarantie. Bundesspartenobmann Hans Schenner und
Veranstaltungsverbands-Präsident Fritz Kaufmann konnten mehr als
hundert Gäste begrüßen. "Hinter unserem wirtschaftlichen Erfolg
stehen mehr als 90.000 Tourismusbetriebe und die harte Arbeit von
Unternehmern und ihren Mitarbeitern - Tag für Tag. Unsere neue
Studienpublikation soll vor allem ein gesamthaftes Bild auf unsere
Branche und die enge Vernetzung mit anderen Wirtschaftsbereichen
bieten", betonten Schenner und Kaufmann in ihrer Begrüßung. Die
beiden Tourismus-Experten vom Management Center Innsbruck, Hubert
Siller und Günther Lehar, präsentierten die wichtigsten Ergebnisse
einer gemeinsamen Studie zur Bedeutung des Tourismus in Österreich.

   Jeder 5. Arbeitsplatz vom Tourismus abhängig

   Immerhin sind in Österreich 661.000 Arbeitsplätze - das ist jeder
fünfte Arbeitsplatz - direkt oder indirekt an die Branche gekoppelt,
geht aus der Studie hervor. 89 Prozent der Vorleistungen,
Beispielsweise von Handwerkern, und Zulieferungen, wie etwa aus der
Landwirtschaft, im Beherbergungs- und Gaststättenwesen stammen aus
dem Inland, gut die Hälfte sogar aus dem direkten Umfeld, also aus
der Region rund um den entsprechenden Tourismusbetrieb. In Summe
trägt die Tourismus- und Freizeitwirtschaft 15,1 Prozent zum
Bruttoinlandsprodukt (BIP) Österreichs bei. 2009 betrug der Anteil an
der gesamten Wertschöpfung 42,47 Mrd. Euro. Pro Kopf betragen die
Reisedeviseneinnahmen jährlich 2.400 Euro. Alleine die
Reiseverkehrseinnahmen durch ausländische Touristen machten fast 6
Prozent der Wirtschaftsleistung aus. Und die Bedeutung des Tourismus
wächst: Zwischen 1995 und 2009 hat die Bruttowertschöpfung im
Beherbergungs- und Gaststättenwesen um 22,25 Prozent massiv zugelegt
- ähnlich stark wie der Bereich Verkehr und Nachrichtenübermittlung
(plus 23,34 Prozent), aber weitaus deutlicher als das Bauwesen (plus
10,24 Prozent).

   Tourismus lagert keine Arbeitsplätze aus

    Als einen starken Fels in der Krisen-Brandung sieht Kärntens
Tourismuslandesrat Josef Martinz den Tourismus: "Die Branche hat sich
weit besser gehalten als ursprünglich befürchtet. Die Initiativen von
Politik, Wirtschaftskammer und im Bereich der Förderungen haben
gefruchtet. Wir haben im Inlandsmarkt und bei den Nahmärkten im
Vorjahr gut punkten können. Gerade die vielen Klein- und
Kleinstbetriebe sorgen für Stabilität am Arbeitsmarkt. Tourismus
findet eben nur vor Ort statt; die Arbeitsplätze sind nicht
auslagerbar."

   Know-How-Transfer nach Deutschland

   IMaGE Vienna-Geschäftsführer Peter Hosek, der u.a. die
Schönbrunner Schlosskonzerte veranstaltet, skizzierte den
Know-how-Transfer in die große Orangerie im Schloss Charlottenburg in
Berlin, die er auch entwickelt hat: "Gerade hier, bei den
Touristenkonzerten kann Berlin viel von uns lernen. In Wien haben
sieben Unternehmen bis zu 550.000 Besucher pro Jahr, in der ganzen
Branche vergeben wir an Musiker 27.000 Dienste - privat finanziert,
gänzlich ohne öffentliche Subventionen und Förderungen. Als
Unternehmer müssen wir Vorbilder Für unsere Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter sein - in jeder Hinsicht."

   Hohe Anforderungen an Mitarbeiter

   "Kernzeit der Arbeit am Abend, 7-Tage-Woche, hohe Anforderungen an
soziale Kompetenz", schildert Tina Kern-Theissl, Geschäftsführerin
einer Tanzschule in Graz, die speziellen Anforderungen an ihre
Mitarbeiter. Sie zeigte auch auf, dass die Ballkultur mehr als nur
Unterhaltung bedeutet: "Für einen Großteil der Wien-Besucher im
Frühjahr sind die Bälle ein wichtiges Motiv, hierher zu kommen.
Gleichzeitig sind Bälle auch ein wichtiger Exportartikel, der das
Image unseres Landes im Ausland prägt. So konnten wir mit unserer
Tanzschule auch schon Bälle in Peking und Brisbane eröffnen."

   Berufsausbildung ist ein Kernthema der Zukunft

   REWE-Vorstand Werner Wutscher erklärte die diversen
internationalen Bezüge im Sortiment wie folgt: "Wir versuchen für
Touristen Spezialitäten anzubieten, die Österreich in seiner Kultur
und Tradition darstellen. Gerade in starken Tourismusregionen haben
wir während der Saison spezielle Produkte mit Österreich-Bezug. Damit
fördern wir insbesondere den Trend zur Regionalität." Wutscher sieht
das Nachwuchs- und Lehrlingsthema als wichtige gemeinsame
Herausforderung für die Zukunft: "Wir bieten derzeit 14 verschiedene
Lehrberufe an. Es ist enorm wichtig, sich darum zu bemühen, möglichst
früh an die jungen Leute heranzukommen und sie über die
Karrieremöglichkeiten zu informieren."

    "Gerade bei der Berufsausbildung und im Bereich der
Arbeitszeitflexibilisierung könnten wir in Zukunft noch stärker
voneinander lernen. Wir schicken unsere Experten dazu in die
Hauptschulen", bekräftigte Manfred Katzenschlager. Er ist als
Geschäftsführer der Geschäftsstelle Bau in der Wirtschaftskammer
Österreich Vertreter von mit dem Tourismus besonders eng verzahnten
Branchen: "Tourismus und Bauwirtschaft stützen gemeinsam die
Volkswirtschaft. Beide sind sehr beschäftigungsintensiv und haben
auch direkt viel miteinander zu tun. Wir stellen die Infrastruktur
her, von der alle profitieren - bis hin zur thermischen Sanierung
oder Denkmalpflege bei Kulturbauten." (ES)

   Aktuelle Pressefotos aus Alpbach:
http://wko.at/bstf/pressefotosalpbach/
Die Studienpublikation sowie die Präsentation zum Download:
http://portal.wko.at/wk/format_detail.wk?AngID=1&StID=561787&DstID=25
2&cbtyp=1&

Rückfragehinweis:
   Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft
   Mag. Maria Aigner
   Tel: +43 (0)5 90 900 DW 3582
   E-Mail: maria.aigner@wko.at

http://www.ots.at/pressemappe/240/aom

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