ÖHV-Hotelierkongress 2011: Hotelbetten ersetzen keine Tourismuswerbung - BILD
Roland Berger-Hotelmarktstudie: Internationalisierungsbedarf evident
Mayrhofen (TP/OTS) - Um die Wirtschaftlichkeit der
österreichischen Hotellerie zu sichern, müsste die
Internationalisierung forciert werden, so eine Analyse von Roland
Berger im Auftrag der ÖHV.
Einem Ranking des Weltwirtschaftsforums zufolge liegt Österreich
hinter der Schweiz auf Platz 2 der attraktivsten Tourismusländer.
Gleichzeitig weist es die höchste Dichte an Hotelzimmern auf:
Weltweit liegen nur Malta und Zypern vor Österreich.
Nach Malta und Zypern hat Österreich die meisten Hotelzimmer je
Einwohner.
Aktuell gibt es in Österreich ca. 590.000 Betten, in den nächsten
fünf Jahren kommen weitere 16.000 dazu, so die Analyse von Roland
Berger Strategy Consultants im Auftrag der Österreichischen
Hoteliervereinigung (ÖHV).
Stagnation drückt auf Auslastung
Bis 2007 stieg die Zahl der Nächtigungen weit stärker als die der
Hotelbetten. Dann brach der Markt ein, 2009 stagnierte er. "In der
Stadthotellerie ist der Status quo schon sehr angespannt", so
Studienautor Dr. Vladimir Preveden. Von 2004 bis 2008 haben 80% der
österreichischen Destinationen ihr Bettenangebot gesteigert, parallel
dazu nahm die Auslastung in der Qualitätshotellerie ab. Prevedens
Prognose: "Wenn der Bettenzuwachs im bisherigen Tempo weitergeht,
wird sich die Auslastung in den nächsten fünf Jahren zunehmend
verschlechtern. Angebot und Nachfrage werden noch stärker
auseinanderklaffen." Da der österreichische Quellmarkt quantitativ
begrenzt sei, müsse das nötige Wachstum aus dem Ausland geholt
werden: "Neue Betten bringen nicht automatisch Gäste. Daher ist es
notwendig, verstärkt kaufkräftige Auslandsmärkte anzusprechen."
Bis 2007 entwickelten sich Betten und Nächtigungen parallel, dann
knickte die Nachfrage ein.
Das 4- und 5-Sterne-Bettenangebot bildet seit 2006 die größte
Kategorie in der heimischen Hotellerie und wächst weiter stark.
Parallel dazu nimmt die Zahl der 1- und 2-Stern-Betten ab.
Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige
Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die
Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. 1.200
Mitgliedsbetriebe nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und
Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und
Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten - das entspricht zwei Drittel der
Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als
40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen
Logisumsatz von ca. 900 Mio. Euro. Die Tourismus- und
Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2009
über direkte und indirekte Wertschöpfung 15,4 Prozent des BIP und
jeden 5. Vollarbeitsplatz.
Die Studie "Bringen neue Betten neue Gäste" finden Sie hier zum
Download als pdf-Datei unter: http://www.ots.at/redirect/oehv20
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Leiter Public Affairs & Public Relations
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TPT0002 2011-01-19/11:48
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TPK0001 0414



















