ÖHV unterstützt Hundstorfer-Vorschlag zu Ausbildungspflicht - BILD
Überdurchschnittliche Arbeitslosigkeit unter Unqualifizierten ist ein Faktum. Es liegt an uns, das zu ändern
Wien (TP/OTS/ÖHV) - Jetzt kommt Bewegung ins Bildungssystem: Nach
Bildungsvolksbegehren und Reformplänen für das Lehrerdienstrecht will
Sozialminister Hundstorfer eine Ausbildungspflicht auf alle unter 18
einführen. Die ÖHV unterstützt das und fordert, dass nicht
ausbezahlte Beihilfen ins Bildungsbudget fließen sollen.
Österreich liegt bei der Jugendbeschäftigung im europäischen
Vergleich an zweiter Stelle. "Damit dürfen wir uns nicht zufrieden
geben. Die Jugendarbeitslosigkeit ist heute deutlich höher als noch
vor wenigen Jahren. Da muss eine hoch entwickelte Gesellschaft wie
Österreich höhere Ansprüche an sich selbst stellen", erklären Peter
Peer und Sepp Schellhorn, die Präsidenten der Österreichischen
Hoteliervereinigung (ÖHV). Der Weg zu mehr Beschäftigung führt über
die Ausbildung. "Wir müssen die Jugendlichen zum Lernen bewegen und
unterstützen daher Minister Hundstorfers Vorschlag, eine
Ausbildungspflicht für alle unter 18 einzuführen. Das hat sich in den
Niederlanden bewährt", verweist Peer auf jenes Land, das im
europäischen Vergleich Benchmarks setzt. "Es ist bekannt, dass
monetäre Anreize bestens motivieren", begrüßt Schellhorn die Idee,
staatliche Transferleistungen mit dem Erbringen von Bildungsleistung
zu verknüpfen. "Das ist für alle von Vorteil, für die Jugendlichen,
aber auch für die vielen Betriebe, die Fachkräfte suchen", so Peer.
Das Konzept dürfe aber nicht als Sparprogramm missbraucht werden:
"Beträge, die nicht ausbezahlt werden können, müssen in das
Bildungsbudget fließen", hält Schellhorn fest.
Ausbildungspflicht alleine ist zu wenig
Zweifellos würde eine Ausbildungspflicht nicht ausreichen, um
Österreichs Jugend fit für die Herausforderungen der Zukunft zu
machen: "Wir müssen unser Bildungssystem insgesamt kritisch
betrachten und weiterentwickeln", erklärt Peer. Deshalb unterstützt
die ÖHV das Bildungsvolksbegehren (Unterstützungserklärungen auf
Gemeindeämtern und Magistraten, näheres unter
www.nichtsitzenbleiben.at) und engagiert sich seit Jahren intensiv in
der Aus- und Weiterbildung: "Unsere Lehrlingsakademie ist ein Upgrade
für Lehrlinge, die mehr drauf haben. Was ihnen unsere Top-Experten
beibringen, hat im Rahmen der Lehre gar keinen Platz", verweist
Schellhorn auf die Zusatzausbildung für Hotellerie-Lehrlinge, die die
ÖHV gemeinsam mit der Gewerkschaft vida anbietet. Der nächste Zyklus
startet am 11. April, mehr dazu unter www.oehv.at/lehrlingsakademie.
Bald ein Viertel weniger Lehrlinge
Schon 2015 werden rund 4.000 Jugendliche weniger eine Lehre
beginnen als 2010. 2023 wird es um ein Viertel weniger 15-Jährige
geben als heute. Und wenn der Trend in Richtung Hochschule so
weitergeht wie bisher, wird die Zahl der Lehrlinge noch stärker
abnehmen. Die 4.400 Betriebe der Tourismus- und Freizeitwirtschaft
bilden rund 12.500 junge Menschen aus, also 10 % der Lehrlinge in
Österreich. Die 1.200 Mitgliedsbetriebe der ÖHV beschäftigen mehr als
40.000 Mitarbeiter. Insgesamt sichert die Tourismus- und
Freizeitwirtschaft jeden 5. Vollarbeitsplatz.
Weitere Pressemeldungen und Bildmaterial finden Sie unter
www.oehv.at/presse
Rückfragehinweis:
Peter Peer, ÖHV-Präsident (Stadthotellerie)
Director of Operations Accor Hospitality
Österreich, Wien
Tel.: 01 / 599 01-550
Sepp Schellhorn, ÖHV-Präsident (Ferienhotellerie)
Hotel "Der Seehof", Goldegg
Tel.: 06415 / 8137
e-mail: presse@oehv.at
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