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Maßnahmen, die die Lehrlingsentwicklung in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft wirklich braucht - BILD

Utl.: Ausbildnersystem liberalisieren, spezielle Förderkurse für Lehrlinge, modulares System für Lehrlinge und Attraktivierung von Lehre mit Matura

Aussendung mit Bild

BILD zu TP/OTS - Im Bild v.l.n.r.: KommR Dieter Fenz (General Manager Vienna Marriott Hotel), Rudolf Kaske (Vorsitzender der Gewerkschaft VIDA), KommR Ing. Josef Bitzinger (Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft), Dieter Koffler (leitender Redakteur Österreichische Gastronomie- & Hotelzeitung), Denis König (Restaurant "Le Salzgries"), Prof. Johannes Schwantner (Berufsschuldirektor Gastgewerbe)

  • Fotograf: Michael Weinwurm
  • Fotocredit: WKW
  • Ort: Österreich / Wien

   Wien (TP/OTS) - Bei der gestrigen Podiumsdiskussion zum Thema
"Ausgezeichnete Lehrlinge für ausgezeichnete Betriebe - Wo sind die
Spitzenkräfte von morgen?!" warfen Branchenvertreter einen kritischen
Blick auf die Zukunft der Lehre. Eine Befragung der Sparte Tourismus
und Freizeitwirtschaft zum Thema "Arbeitskräfte- und
Ausbildungsbefragung im Tourismus 2011" war der Anlass, über
Schwachpunkte im System nachzudenken. Vier Kernvorschläge wurden für
die Tourismus- und Freizeitwirtschaft entworfen, um die
Lehrlingsausbildung sowohl beim Unternehmer wie auch beim angehenden
Lehrling zu attraktivieren.

   Allen Betrieben die Lehrlingsausbildung ermöglichen
Aktuell ist die Lehrlingsausbildung nur Betrieben möglich, die
traditionell österreichische Speisen anbieten. Oftmals erfüllen
internationale Betriebe den Ausbildungskatalog für die
Lehrlingsausbildung nicht. Hier ist eine Modernisierung des
Ausbildungsplans notwendig. "Warum soll ein italienisches Restaurant
mit zwei Hauben keine Lehrlinge ausbilden dürfen? Nur weil
Schnitzelpanieren zwingend am Lehrplan steht und dies nicht beim
Italiener gelehrt werden darf? Das kann doch in der heutigen Zeit
kein Problem sein! Viele Unternehmen würden sich gerne am dualen
Ausbildungssystem beteiligen und ihren Beitrag zur
Lehrlingsausbildung leisten. Dies wird ihnen aber bisher verwehrt.
Das muss sich so schnell wie möglich ändern!", fordert KommR Ing.
Josef Bitzinger, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft
der Wirtschaftskammer Wien.

Ausweitung der "Förderkurse"

   Die Ergebnisse der Wiener Arbeitskräfte- und Ausbildungsbefragung
im Tourismus 2011 belegen es deutlich. Wiener Unternehmerinnen und
Unternehmer finden es aktuell deutlich schwieriger, gute Lehrlinge zu
finden. Das Niveau der Bewerber ist gesunken und es fehlt an
grundlegenden Qualifikationen wie z.B. sozialer Kompetenz. "Gerade
soziale Kompetenzen sind in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft als
Branche der Gastfreundschaft von essentieller Bedeutung. Der
zufriedenstellende Kundenkontakt ist schließlich die
Schlüsselkompetenz", ist Bitzinger überzeugt.

   Zur Behebung von fehlenden Qualifikationen könnten spezielle
Förderkurse der Wirtschaftskammer Wien in Kooperation mit der
Gewerkschaft VIDA dienen. Benötigte Themen wie z.B. "Der richtige
Umgang mit dem Gast", "Ausbau sozialer Kompetenzen" etc. würden
Defizite ausgleichen.

Modulares System für Lehrberufe

   Eine Anpassung der Lehrausbildung an die heutigen Gegebenheiten
wäre ebenso von enormer Wichtigkeit. Die Idee des modularen Systems
würde eine allgemeine Basisausbildung und eine Vertiefung in
bestimmten Teilbereichen vorsehen. So kann sich der Lehrling bereits
während seiner Ausbildung spezialisieren.

   Gewünschte Wahlfächer bei der Befragung der Sparte waren
"Weinexpertise" (32,2%), "Kaffee-Expertise" (27,3%), "Kochen vor dem
Gast" (20%) oder "Käseexpertise" (10,5%). "Das Eingehen auf
individuelle Begabungen ist das A und O. Die Branche braucht
Spezialisten. Bewerber mit speziellen Kenntnissen und Vorlieben
können sich am Markt deutlich hervorheben", ist sich Bitzinger
sicher.

Attraktivierung des Modells "Matura und Lehre"

   "Die Kombination "Matura und Lehre" ist großartig. Für viele
jungen Menschen stellt sich die Frage "Matura, was nun?". Eine Lehre
bedeutet, aktiv ins Berufsleben einzusteigen, Geld zu verdienen und
großen Weiterentwicklungschancen entgegen zu sehen, anstatt jahrelang
auf der Uni zu theoretisieren", zeigt sich Bitzinger überzeugt.
Ebenso sehen das Bitzingers Branchenkollegen. 2/3 der Befragten der
Umfrage könnten sich grundsätzlich vorstellen, Maturanten als
Lehrlinge in ihrem Betrieb einzustellen.

Weitere Details zur Studie finden Sie unter
http://wko.at/wien/tourismus/pressecorner

   Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
   Wirtschaftskammer Wien - Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft
   Mag. Catherine Michel-Seitl, MAS
   Öffentlichkeitsarbeit
   Tel.: +43 (0)1 51450-4110
   catherine.michel@wkw.at
   wko.at/wien/tourismus

*** TP-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.TOURISMUSPRESSE.AT ***

TPT0005    2011-11-18/10:01

181001 Nov 11

TPK0007 0519


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Wirtschaftskammer Wien - Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft Rss

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