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TPT0008 | 15.12.2011 | 11:15 | Channel: Reise & Urlaub

Aussender: Oesterreichischer Alpenverein


Stichworte: Freizeit / Gesundheit / Reisen / Sicherheit / Ski / Sport / Tirol / Tourismus

Skitouren auf Pisten - BILD

Utl.: Position und Empfehlungen des Oesterreichischen Alpenvereins

Aussendung mit Bild

BILD zu TP/OTS - Tourengeher in der Axamer Lizum

  • Fotograf: M. Scheuermann
  • Fotocredit: Alpenverein
  • Ort: Österreich / Axamer Lizum

   Innsbruck (TP/OTS) - 10 Empfehlungen für Tourengeher

   Skitouren auf Pisten liegen im Trend! Der Oesterreichischen
Alpenverein (OeAV) anerkennt die Entwicklung bei dieser Bewegungsform
und ihre positiven gesundheitlichen Effekte, sieht aber ebenso
mögliche Konfliktpunkte und Gefahren. Der Schlüssel für ein
vernünftiges Miteinander von Tourengehern und Seilbahnunternehmen
liegt für den OeAV in der Beachtung der 10 Empfehlungen für
Pistengeher. Dazu zählt auch, dass Tourengeher begründete zeitliche
Sperren akzeptieren. Ein generelles Pistenverbot für Tourengeher
weist der OeAV zurück. Man ist gerne bereit, sich an der Erarbeitung
lokaler Lösungsmodellen zu beteiligen.

700.000 Tourengeher sind in Österreich unterwegs

   Mit der stark wachsenden Bedeutung des Skitourengehens hat in den
letzten Jahren auch das Pistengehen enorm an Beliebtheit gewonnen.
Innerhalb der ca. 700.000 Skitourengeher in Österreich schätzt man
eine Gruppe von 80.000 "Fitnessgehern", die regelmäßig auf Pisten
unterwegs sind. Vor allem in den Skigebieten in der Nähe der
Ballungszentren. Die Gründe dafür sind vielfältig: zunehmende
Gesundheitsorientierung in der Gesellschaft, teils schlechte
Tourenbedingungen im alpinen Gelände, der überschaubare Zeitaufwand
bei Pistentouren und nicht zuletzt Aspekte der Geselligkeit.

   Der OeAV anerkennt die Entwicklung bei Pistentouren und den
positiven Gesundheitsaspekt, sieht aber auch mögliche Konfliktpunkte
und Gefahren. Diese Konfliktpunkte liegen vor allem im Bereich der
Abendskitouren. Die Pistenpräparierung erfolgt bereits häufig mit
Seilwinden - schwingende Seile können lebensgefährlich sein. Eine
Belastung auch für die Fahrer der Pistengeräte. Von Seiten der
Seilbahnbetriebe wird auch ungeordnetes Aufsteigen als Gefahr genannt
und kritisiert, dass Tourengeher Parkplätze belegen und nach der
Präparierung Spuren in die frischen Pisten fahren, die zu
Hindernissen für zahlende Gäste werden können.

Friktionsfreies Miteinander ist möglich

   Die gelebte Praxis in den meisten Schigebieten beweist dagegen,
dass mit Sensibilität für die Interessen des Anderen, Rücksichtnahme
und Eigenverantwortung ein gutes Miteinander von Liftunternehmen,
Skifahrern und Tourengehen problemlos möglich ist. Ein Schlüssel
dafür ist, dass sich die allermeisten Tourengeher an die "10
Empfehlungen für Pistengeher" halten. An deren Ausarbeitung war der
OeAV beteiligt, veröffentlicht wurden sie vom Kuratorium für Alpine
Sicherheit. So ist etwa auch das Entrichten angemessener Parkgebühren
von den Pistengehern längst akzeptiert.

   Der OeAV weist nochmals auf die Wichtigkeit hin, dass die
Tourengeher als Gäste in den Skigebieten  diese 10 zentralen
Verhaltensregeln konsequent beherzigen. Der OeAV kritisiert die
Bestrebungen in einigen Regionen, wonach Pistengeher zu den normalen
Betriebszeiten aus den Skigebieten ausgesperrt werden sollen. Dies
ist auch rein rechtlich mehr als umstritten.

Das Innsbrucker Modell hat sich bewährt

   Anstatt Konflikte auf rechtlichem Weg auszutragen, setzt der OeAV
auf gemeinsame Lösungen für ein vernünftiges Miteinander. So etwa im
Großraum Innsbruck, wo es seit 2009 ein Modell für Abendskitouren
gibt, das sich absolut bewährt hat. Initiiert durch die Tiroler
Landespolitik mit dem für Sport zuständigen LR Gschwentner wurde das
"Innsbrucker Modell" unter Mitwirkung des OeAV von einer breiten
Plattform erarbeitet und umgesetzt. So steht unter der Woche an jedem
Abend ein Skigebiet länger für Tourengeher offen, die Pisten werden
erst ab 22 h präpariert.

   Der OeAV hat seine zentralen Standpunkte zu Skitouren auf Pisten
in dem gerade fertig gestellten Folder "Pistentouren - Sicher & Fair"
nochmals auf den Punkt gebracht:
- NEIN zu einer "Pistenmaut" für Tourengeher während der
   Betriebszeiten
- JA zum freien Aufstieg während der Betriebszeiten
- JA zu begründeten zeitlichen Pistensperren (z.B. Präparierung mit
   Seilwinden)
- JA zu angemessenen Parkgebühren
- JA zur Erarbeitung lokaler Konfliktlösungen

   Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
   Dr. Andreas Ermacora, Vizepräsident
   Mobil: +43 (0)664 8556421

   Mag. Michael Larcher, Referat Bergsport
   Tel.: +43 (0)512 59547-23
   Mobil: +43 (0)664 8556423
   michael.larcher@alpenverein.at

   DI Peter Kapelari, Referat Hütten und Wege
   Tel.: +43 (0)512 59547-47
   Mobil: +43 (0)664 8556426
   peter.kapelari@alpenverein.at

   Dipl.-Geogr. Willi Seifert, Fachabteilung Raumplanung-Naturschutz
   Tel.: +43 (0)512 59547-15
   Mobil: +43 (0)664 8118245
   willi.seifert@alpenverein.at

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TPT0008    2011-12-15/11:15

151115 Dez 11

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