Aktueller Channel

TPT0009 | 01.02.2012 | 16:00 | Channel: Tourismuswirtschaft

Aussender: Nationalpark Hohe Tauern


Stichworte: Marketing / Naturschutz / Tourismus / Umwelt / Unternehmen / Wirtschaft

Nationalparkrat beschließt in Mittersill die Bundesländer übergreifenden Kooperationen 2012 - BILD

Utl.: Widmann: Es gilt genau zu überlegen, bei welchen Projekten eine Bundesländer übergreifende Abwicklung einen Mehrwert für die Nationalparkidee bringt

Aussendung mit Bild

BILD zu TP/OTS - LHstv. Uwe Scheuch (Kärnten) übergibt den Ratsvorsitz an LR Tina Widmann (Salzburg).

  • Fotograf: Mattersberger
  • Fotocredit: NPHT
  • Ort: Österreich / Mittersill

   Matrei in Osttirol (TP/OTS) - Der mit 185.000 ha größte
Nationalpark des Alpenraumes und ganz Mitteleuropas erstreckt sich
über drei Österreichische Bundesländer, 44.000 ha in Kärnten, 61.000
ha in Tirol und 80.000 ha in Salzburg. Zum Vergleich: die anderen 5
Nationalparks in Österreich sind 1.500 bis 20.000 ha groß, der
Nationalpark Berchtesgaden oder der Schweizer Nationalpark rund
20.000 ha. "Diese enorme Größe ist ökologisch gesehen eine optimale
Basis für einen effektiven Schutz, stellt das Schutzgebietsmanagement
aber sowohl ökonomisch als auch organisatorisch vor oft schwierige
Herausforderungen", so Nationalpark Landesrätin Tina Widmann. Ganz
klar überwiegen für Widmann aber die Vorteile und Chancen, "die
Herausforderungen gilt es anzunehmen und zu meistern."

   Widmann führt 2012 und 2013 den Vorsitz im Nationalparkrat, ein
Bundesländer übergreifendes Entscheidungsgremium aus dem
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und
Wasserwirtschaft DI Niki Berlakovich, und den drei in den
Landesregierungen von Kärnten, Salzburg und Tirol ressortzuständigen
Mitgliedern, neben Widmann (Salzburg), LHStv DI Uwe Scheuch (Kärnten)
und LHStv Hannes Gschwentner (Tirol). Für 1. Februar 2012 lud Widmann
ihre Kollegen in die 'Nationalparkhauptstadt' Mittersill, um über die
gemeinsamen Initiativen 2012 zu beraten.

   Scheuch, der 2010 und 2011 den Ratsvorsitz inne hatte, ist
überzeugt, dass "die weiten alpinen Urlandschaften, Gletscher,
Felswände, die  saftigen Almen und die unberührte Natur sowie eine
jahrhundertelang mühevoll gepflegte Kulturlandschaft unseren
Nationalpark Hohe Tauern zu dem macht, was er ist: Ein kostbares
Juwel und ein Paradies, das wir schützen müssen. Der Nationalpark
Hohe Tauern ist eine Institution deren Wichtigkeit sich auch im
Bestehen einer länderübergreifenden Dachorganisation manifestiert.
Weil eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Parks nur über die
politischen Grenzen hinaus sinnvoll betrieben werden kann, müssen wir
uns im Nationalparkrat das Grundverständnis für eine
länderübergreifende Zusammenarbeit bewahren und uns ständig vor Augen
halten, was unser Auftrag und unser Ziel ist und wie wir dieses
gemeinsam erreichen können."

   "Wir tragen Verantwortung nicht nur für den Schutz unberührter
Natur vor menschlichen Einflüssen, sondern haben auch wichtige
Aufgaben in den Bereichen Forschung, Bildung und Erholung. Diese
Verantwortung können wir nur dann ausreichend und nachhaltig
wahrnehmen, wenn wir über den Tellerrand hinausblicken und gemeinsam
für unsere Ziele eintreten. In diesem Sinne wünsche ich dem neuen
Vorsitzland zwei interessante spannende Jahre und uns allen viel
Erfolg in der Zusammenarbeit. Als Nationalparkreferent freue ich mich
auf die gemeinsame Umsetzung unserer ambitionierten
länderübergreifenden Projekte!", so Scheuch weiter.

   Mit einem Budgetvolumen von rund Euro 790.000,--, Euro 436.000 aus
den jährlichen Zuwendungen der drei Nationalparkverwaltungen und des
Bundes plus Euro 140.000,-- über Projekte lukrierbare EU-Mittel, Euro
175.000,-- Übertrag aus den Vorjahren und einem kleinen Teil aus
Sponsor- und Onlineshop, werden länderübergreifende Kooperationen in
den Bereichen Natur- und Artenschutz, Wissenschaft und Forschung,
Bildung und Besucherinformation, sowie Öffentlichkeitsarbeit
abgedeckt, berichtet NP-Dir Wolfgang Urban, der - analog zum
politischen Vorsitz Salzburgs - im Direktorium die turnusmäßige
Geschäftsführung übernommen hat.

   Was sind die länderübergreifenden Initiativen und wie werden sie
ausgewählt? "Länderübergreifend soll das gemacht werden, das dadurch
einen Mehrwert bringt, was im eigenen Land effizienter und effektiver
zu bewerkstelligen ist, soll auch dort bleiben", nennt Widmann das
'Subsidiaritätsprinzip', an dem sich auch die internationale
Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten in der Europäischen Union
orientiert. So besteht zB eine gemeinsame Homepage 'hohetauern.at',
die nicht nur aktuell zu halten und zu warten ist. "Den Entwicklungen
im 'social media' Bereich zu folgen erfordert immer mehr Ressourcen,
die sich aber lohnen. Facebook, Youtube, Handy Apps, Tourenportale,
da gibt es vieles, was wie geschaffen ist für die moderne
Kommunikation der Nationalparkidee", ist Widmann überzeugt.

   Ganz eindeutig länderübergreifende Zusammenarbeit erfordert auch
das Geschäftsfeld Wissenschaft und Forschung. Viele der ganz großen
und langfristigen wissenschaftlichen Projekte sind länderübergreifend
ausgerichtet, wie die Biodiversitätsdatenbank,
Luftbildinterpretationen, die Monitoringprojekte zu den Gewässern,
zum Steinadler, Bartgeier oder Steinwild. Auch ein wissenschaftlicher
Beirat mit internationaler Zusammensetzung besteht ausschließlich
länderübergreifend. "Ist einmal die Entscheidung für ein
länderübergreifendes Projekt gefallen, heißt es, sich voll und ganz
dazu zu bekennen. Hier müssen wir schon noch daran arbeiten, auch im
Management und nicht nur in den Projektplänen Grenzen abzubauen",
erzählt Urban aus dem Alltag, der dann auf die hären politischen
Zielvorgaben folgt. "Wenn die Wissenschaft sagt, die Suche nach
'Hotspots' der Biodiversität im Rahmen des 'Tages der Artenvielfalt'
macht Sinn, wenn ein jährlicher Rhythmus zwischen Nord- und
Südabdachung der Hohen Tauern stattfindet und dann wird im
Direktorium vom 'Zwievierteltakt' auf den 'Dreivierteltakt'
gewechselt, dann kann ich nur sagen, es gibt noch viel Arbeit - auch
an der Kultur der Zusammenarbeit".

   Einen guten Vorsatz zum Vorsitz Salzburgs hat Widmann sich als
'Minimalziel' gesetzt. "Ich möchte zumindest die in der Artikel 15a
Vereinbarung zwischen Bund und den drei Ländern geforderten 2
Ratssitzungen abhalten. Allein das wäre schon eine Verbesserung, die
letzte Ratssitzung war im April 2010, 2009 und 2008 hat es keine
einzige gegeben. Denn mit einer guten gegenseitigen Information und
Kommunikation beginnt jede erfolgreiche Kooperation."

   Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
   DI Wolfgang Urben
   Direktor Nationalpark Hohe Tauern Salzburg
   Tel.: +43 (0)6562 40849-0  

*** TP-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.TOURISMUSPRESSE.AT ***

TPT0009    2012-02-01/16:00

011600 Feb 12

TPK0015 0825


Aussender

Nationalpark Hohe Tauern Rss

Zur Pressemappe
Feedback
an den Aussender

Geokoordinaten


Themen

Personen

Orte


Bitte warten...

Ähnliche Aussendungen