Naturfreunde Österreich: So zerstört Minister Darabos den Breiten- und Gesundheitssport - BILD
BILD zu TP/OTS - Naturfreunde verabschiedeten Corinna Kuhnle zur Sommerolympiade! Herbert Preisl (Vorsitzender der Naturfreunde Höflein und Manager von Corinna Kuhnle) und Bgm Peter Kalteis (Bundesvorsitzenderstv. und Landesvorsitzender der Naturfreunde NÖ) überreichten ihr einen Blumenstrauß und ein Naturfreunde-Murmel als Glücksbringer.
- Fotograf: Naturfreunde NÖ
- Fotocredit: Naturfreunde NÖ
- Ort: Österreich / Wien
Wien (TP/OTS) - Unsere österreichischen SportlerInnen zeigten bei
den Olympischen Spielen tolle Leistungen, auch ohne Medaillen. Gewiss
waren sie alle keine Olympiatouristen. Und die Sommerspiele sind in
den Köpfen der ÖsterreicherInnen längst abgehakt.
Doch Sportminister Darabos überrascht täglich mit neuen skurrilen
Ideen und Forderungen. So will er jetzt sogar die finanzielle
Förderung für den Breitensport halbieren und um 40 Mio Euro kürzen.
Diese Mittel sollen einigen vermeintlichen olympischen
Hoffnungsträgeren der Zukunft und ihren Verbände zu Gute kommen.
Damit versetzt Darabos dem Breiten- und Gesundheitssport einen
Dolchstoß. Die Vorschläge des Sportministers gefährden nicht nur die
Basis unseres gesamten Sportsystems sondern auch hunderte
Arbeitsplätze und missachten die ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen
und Verbänden.
Die Absicht des Ministers, der für das gesamte Spektrum des
Sports in Österreich zuständig ist müssen schärfsten zurück gewiesen
werden. Die Naturfreunde Österreich erinnern den Sportminister, dass
er nicht nur für einige Spitzensportler zuständig ist, sondern vor
allem für den Nachwuchs- Gesundheits- und Breitensport. In seiner
Verantwortung liegt es, dem gesellschaftlichen Wandel Rechnung zu
tragen und einen möglichst breiten Zugang zum Sport zu ermöglichen
und zu fördern. Diesen politischen Auftrag setzen viele tausende
Sportvereine, wie die Naturfreunde, in unserem Land um.
Die Naturfreunde Österreich lukrieren seit den 1950er Jahren über
den Verband Alpiner Vereine Österreichs, so wie der Alpenverein und
der Touristenklub Sporttotomittel (Besondere Sportförderungsmittel).
Die Naturfreunde finanzieren damit die Ausbildung von
InstruktorInnen, TrainerInnen, ÜbungsleiterInnen, sowie Kinder- und
JugendbetreuerInnen in den Bereichen Wandern, Bergsteigen, Paddeln,
Klettern, Sportklettern, Alpiner Skilauf, Mountainbiken etc. Sie
bringen jährlich hunderttausende Menschen zum Sport und betreuen sie
mit ihren hochqualifizierten ehrenamtlichen MitarbeiterInnen.
Die Naturfreunde errichteten und erhalten 100 Kletter- und
Boulderhallen in ganz Österreich, die erfreulicherweise bei der
Jugend boomen. Mit diesen Aktivitäten leisten sie einen
unverzichtbaren Beitrag zur Volksgesundheit und zur sicheren Sport-
und Freizeitgestaltung, die durch die Ideen des Sportministers
ernsthaft in Gefahr geraten.
Der Nachwuchs- und Aufbauarbeit der Naturfreunde ist es auch zu
verdanken, dass z.B. Corinna Kuhnle zweifache Kanu-Weltmeisterin und
Gerlinde Kaltenbrunner die beste Höhenbergsteigerin der Welt ist.
Weiters erhalten die Naturfreunde mit den anderen alpinen Vereinen
das größte Sportgerät Österreichs, nämlich 60.000 km Wanderwege und
alpine Steige.
Die Naturfreunde Österreich appellieren an den Sportminister
wieder die gesamtösterreichischen Sportinteressen und damit die
Interessen der Bevölkerung zu vertreten und nicht weiter verpassten
Medaillenchancen nach zu trauern.
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Naturfreunde Österreich
Bundesgeschäftsführer Reinhard Dayer
Tel.: 01/ 892 3534-26
E-Mail: reinhard.dayer@naturfreunde.at
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