Neuer Kollektivvertragsabschluss im Reisebüro-Gewerbe

Abschluss für rund 10.500 Reisebüro-Angestellte - Verhandlungsführer betonen konstruktives Gesprächsklima

Wien (TP/OTS) - Nach zwei Verhandlungsrunden konnte zwischen dem Fachverband der Reisebüros unter dem Vorsitz von Edward Gordon und Thomas Wolf und der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck Journalismus Papier (GPA-DJP) unter dem Vorsitz von Dieter Beidl und Elke Reichel ein neuer Kollektivvertragsabschluss für die österreichische Reisebranche erzielt werden.

Mit Wirksamkeit vom 1. Jänner 2008 werden die kollektivvertraglichen Mindestgehälter wie folgt erhöht:

  • bis zu einem Betrag von Euro 1.419,- um einen Fixbetrag von Euro 40,-
  • bis zu einem Betrag von Euro 1.546,- um einen Fixbetrag von Euro 36,-
  • über Euro 1.546,- um einen Fixbetrag von Euro 34,-mindestens jedoch um 2,1 %.

Es wird empfohlen, bestehende Überzahlungen nach Möglichkeit aufrecht zu erhalten, sofern die wirtschaftlichen Verhältnisse im Betrieb dies erlauben.

Die kollektivvertraglichen Lehrlingsentschädigungen werden jeweils um 2,7 Prozent erhöht, die für außerhalb der Arbeitszeit geleisteten Abfertigungsdienste zustehenden Beträge wurden auf Euro 12,50 bzw. Euro 25,00 angepasst, sowie der dem Lehrling vor Antritt des Berufsschullehrganges verbleibende Beträge auf Euro 140,00.

Darüber hinaus wurden auch einige Änderungen im materiell-rechtlichen Teil des Kollektivvertrags vereinbart:

- Die Durchrechnungsregelung für Überstunden wird auch auf die mit 1.1.2008 neu eingeführten gesetzlichen Mehrarbeitszuschläge bei Teilzeitmitarbeitern ausgedehnt.

Damit kann die Arbeitszeit auch für Teilzeitkräfte auf einen Zeitraum von bis zu 52 Wochen aufgeteilt werden. Die gesetzlichen Zuschläge von 25 % fallen nur für solche Mehrstunden an, die im Durchschnitt dieses Zeitraums nicht ausgeglichen werden können.

Dies bedeutet für die Branche eine wesentliche kostenmäßige und organisatorische Entlastung.

- Neu ist weiters, dass der Kollektivvertrag die steuerbegünstigte Gewährung von Prämien für betriebliche Verbesserungsvorschläge und Diensterfindungen vorsieht. Auch dies ist eine Entlastung für die Betriebe und deren Mitarbeiter.

Beide Seiten betonen das konstruktive Gesprächsklima. Eine funktionierende Sozialpartnerschaft ist eine gute Basis dafür, dass die Betriebe und ihre Mitarbeiter auch die künftigen Herausforderungen der Branche bestmöglich bewältigen können.

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