Der Spaß endet vor Gericht

"Gehen, Steigen, Klettern - alpine Rechtsfragen" - Oberlandesgericht Innsbruck und Alpenverein beleuchten juristische Problemfälle im Kühtai

Innsbruck (TP/OTS) - Die wachsende Außenorientierung treibt die Freizeitgesellschaft immer öfter abseits der markierten Wege, Routen und Pisten. Sie gelangt dabei zwar nie in einen rechtsfreien Raum, stellt aber immer wieder neue Anforderungen an Richter und Staatsanwälte.

"Gehen, Steigen, Klettern - alpine Rechtsfragen": Das Oberlandesgericht Innsbruck veranstaltet mit dem Oesterreichischen und Deutschen Alpenverein dieses Seminar für Richter und Staatsanwälte vom 27. bis 30. Jänner im Kühtai. Auch der Ort ist Programm, denn dieses bietet neben grauer Theorie ein Panoptikum an alpinen Freizeitmöglichkeiten: Skitouren, Schneeschuhwandern und Eisfallklettern - je nach Interesse der Teilnehmer - stehen auf dem Programm.

Wer haftet? Wer zahlt?

Rund um Kletterboom und Lawinenkunde, Pistentouren und Rettungseinsätzen stellen sich immer wieder die Fragen: Wer haftet? Wer zahlt? "Das Seminar soll Juristen und Alpinisten Gelegenheit bieten, Probleme beim 'Gehen, Steigen und Klettern' von verschiedenen Blickwinkeln aus zu beleuchten und zu diskutieren, weil sich manches am Schreibtisch anders darstellt als im alpinen Gelände", erklärt dazu Georg Menardi, Richter des Oberlandesgerichtes.

Der Sorgfaltsmaßstab

So wird Rechtsanwalt Andreas Ermacora den aktuellen Sorgfaltsmaßstab in jener "Neuen Lawinenkunde" beleuchten, deren mittlerweile zehnjährige Entwicklung der gerichtliche Sachverständige Michael Larcher darstellt. "Die Frage, ob diese relativ neuen Verhaltensregeln im freien Skiraum bereits vor Gericht Anerkennung finden, wird auch innerhalb der Rechtssprechung nicht einheitlich beantwortet", erklärt Ermacora, der auch Vizepräsident des Alpenvereins ist. Bergführer und Sicherheitsexperte Michael Larcher, der im Alpenverein das Referat Bergsport leitet, erhofft sich von dem Seminar, "dass wir deutlich machen können, wie komplex alpine Unfallereignisse sind und wie schwierig die Beurteilung von Fehlverhalten ist".

Das genaue Programm ist unter:
www.alpenverein.at/portal/Home/Downloads/Presse abrufbar.

Journalisten sind bei allen Vorträgen willkommen.

Tagesaktuelle Aussendungen Montag und Dienstag, jeweils um 18 Uhr.

Facts

Der Alpenverein ist mit 350.000 Mitgliedern der größte Bergsportverein Österreichs und hinter dem Deutschen Alpenverein der zweitgrößte Alpinverband weltweit:

  • 22.000 Mitarbeiter und Funktionäre;
  • 1,3 Millionen ehrenamtlichen Arbeitsstunden pro Jahr;
  • 16.000 Veranstaltungen österreichweit in 197 Sektionen;
  • 241 Schutzhütten, 14.000 Schlafplätze;
  • jährlich 1 Million Besucher, größter Beherbergungsbetrieb Österreich;
  • Betreuung von 40.000 km Wanderwegen.

Damit leistet der Alpenverein einen wesentlichen Teil zum Sommer-und Alpintourismus, aus dem die Tourismuswirtschaft immerhin jährlich 1 Mrd. Euro lukriert.

Klettersportler des Alpenvereins sind Weltspitze. Zuletzt gab es zweimal Gold bei der Kletterweltmeisterschaft 2007 in Spanien für Angela Eiter (Vorstieg) und Anna Stöhr (Boulder) und eine Bronzemedaille im Kombibewerb (Vorstieg/Speed/Boulder) für Katharina Saurwein.

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Rückfragen & Kontakt:

Alpenverein
Michael Larcher
Leiter Referat Bergsport, Bergführer, gerichtl. Sachverständiger
Mobil: 0 664 / 85 56 423
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Georg Menardi, Richter OLG Innsbruck
Tel.: 0512 5930-649
georg.menardi@justiz.gv.at

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