Lebensgewerkschaft vida: "Vom Tourismus-Hoch sollen alle profitieren"

Personalmangel im Tourismus hausgemacht; Gewerkschaft vida stellt KV-Verhandlungsteam vor

Wien (TP/OTS) - "Dem Tourismus geht es so gut wie schon lange
nicht mehr", freut sich Rudolf Kaske, Vorsitzender der Lebensgewerkschaft vida: "Wenn Österreichs TouristikerInnen 2007 über die beste Bilanz seit 13 Jahren jubeln, möchten wir, dass sich die Beschäftigten auch darüber freuen können."Kaske präsentiert in einer Pressekonferenz am Mittwoch, dem 6. Februar 2008, das neue Tourismuskollektivvertrags-Verhandlungsteam der Gewerkschaft:
Bundesfachgruppen-Vorsitzenden Rudolf Komaromy, der auch Betriebsratsvorsitzender im Hotel InterContinental ist, und Bundesfachgruppen-Sekretär Robert Maggale. An der Pressekonferenz nahm statt dem erkrankten Komaromy der stellvertretende vida-Vorsitzende Alfred Gajdosik, Verhandlungsführer auf Angestelltenseite, teil.++++

"Während die Beschäftigung in der Branche 2007 im Jahresdurchschnitt auf 168.924 Personen angestiegen ist, fällt auf, dass die Beschäftigung in Wien um 2.063 Personen abgenommen hat", erklärt Kaske. Außerdem hätten sich die Zuwächse der Beschäftigungsraten in den letzten Jahren verlangsamt: "Hatten wir 2005 noch 2,9 Prozent mehr Beschäftigte in der Branche, waren es 2006 nur mehr 2,7 Prozent und 2007 gar nur mehr 0,5 Prozent." Die Gewerkschafter erklären sich das unter anderem damit, dass viele Betriebe der Großhotellerie ganze Abteilungen - wie etwa das Housekeeping - ausgelagert hätten und dass immer weniger Beschäftigte immer mehr arbeiten müssten.

Auch bei den bewilligungspflichtigen AusländerInnen in der Gastronomie sei eine interessante Trendumkehr zu beobachten, zeigt der vida-Vorsitzende auf. 2004 hätte es einen Rückgang von 4 Prozent gegeben, 2006 einen Rückgang von 1,66 Prozent und 2007 eine Zunahme von 3,2 Prozent. Kaske: "Das stete Klagen über einen MitarbeiterInnenmangel können wir daher nicht immer nachvollziehen. Der Personalmangel ist häufig selbst gemacht - wer keine konkurrenzfähigen Löhne zahlt, unzumutbare Arbeitszeiten und ein schlechtes Betriebsklima bietet, braucht sich nicht wundern, wenn KollegInnen aus dem In- und Ausland während der Saison das Hangerl werfen."

"Wir wünschen uns dem wirtschaftlichen Erfolg der Branche entsprechende Lohnerhöhungen und endlich Ausbildungsverbünde für die Jugend", fassen die Anführer des vida-Tourismus-KV-Verhandlungsteams zusammen. Alfred Gajdosik, der die Verhandlungen für die Angestellten leiten wird, ergänzt: "Die Preisgestaltung im Tourismus entwickelt sich auch im Zeichen der Euro 2008 eher nach oben, da ist es nur fair, wenn die Löhne mitziehen."

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