Lehrlinge: Im Tourismus werden Wohnen und Essen von den Betrieben mitfinanziert

Schenner: "AK-Studie ist bewusste Irreführung" - "So nicht!"

Wien (OTS) - Gerade im Tourismus werden Wohnen und Essen für die Lehrlinge zu einem großen Teil von den Betrieben finanziert. "Oder glaubt AK OÖ-Präsident Johann Kalliauer wirklich, dass ich meine Lehrlinge für ihr Essen aus meiner Küche zahlen lasse? Und das gilt genauso für meine Branchenkollegen", weist der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKÖ, Hans Schenner, jüngste Aussagen der Arbeiterkammer erbost zurück.

Die AK OÖ hatte in ihrem jüngsten Arbeitsklimaindex die Lebenssituation von Lehrlingen analysiert und kommt zu dem Ergebnis, dass Lehrlinge zum Teil nicht von ihren Lehrlingsentschädigungen leben können. Die Eltern müssten Wohnen und Essen mitfinanzieren, wobei Kalliaur im gestrigen (Freitag) Ö 1-Interview ausdrücklich Einzelhandel und Tourismus als "Problembranchen" erwähnte.

"Das darf doch alles nicht wahr sein", ärgert sich Schenner. "Als Vertreter von mehr als 60.000 Gastronomie- und Hotelbetrieben lasse ich mir eine solche Meinungsmache nicht gefallen".

Und zum Thema Mindestlohn meint Schenner: "Wir haben im Kollektivvertrag die 1.000-Euro-Grenze bereits überschritten, da konnte die Arbeiterkammer das Wort noch nicht einmal schreiben. Das ist alles evident und belegbar, auch für das beauftragte Meinungsforschungsinstitut. AK und Gewerkschaft sollten das endlich zur Kenntnis nehmen", so der Sprecher der österreichischen Tourismuswirtschaft. "Es scheint fast so, als hätte das Institut den Auftrag bekommen, möglichst negative Beispiele zu evaluieren".

"Wenn die Politik für die Lehrlinge wirklich etwas tun will, soll sie diese an zusätzlichen Ermäßigungen, wie sie Studenten oft zugutekommen, teilhaben lassen", schließt Schenner.

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