Kein Halbmond statt Gipfelkreuz: BZÖ muss im ORF widerrufen

Alpenverein und Ermacora gewinnen gegen BZÖ und Westenthaler vor Gericht

Wien (TP/OTS) - Das Nachspiel zu einem Tiefschlag aus dem Nationalratswahlkampf 2006 geht jetzt zu Ende. BZÖ-Obmann Peter Westenthaler muss im ORF widerrufen, dass Alpenverein-Vizepräsident Andreas Ermacora den so genannten Halbmond-Brief verfasst hat. In ihm wird die Montage des islamischen Zeichens in Art eines Gipfelkreuzes angeboten.

Laut Urteil des Handelsgerichts Wien verlieren BZÖ und Westenthaler den Rechtsstreit auf ganzer Linie: Sie müssen nicht nur auf ihrer Internet-Homepage, sondern auch in der ORF-Sendung "Report" die Behauptung zurücknehmen.

Der Orangen-Obmann war in einer TV-Wahlkonfrontation mit dem jetzigen Bundeskanzler Gusenbauer im September 2006 einem Schreiben aufgesessen, das Ermacora schon Monate zuvor als Fälschung zurückgewiesen hatte. Der Alpenverein und sein Vizepräsident, ein bekannter Innsbrucker Rechtsanwalt klagten daraufhin.

"Uns geht es um das Image des größten Freizeitsportverbandes im Lande. Wir tragen schließlich Verantwortung für nahezu 350.000 Mitglieder", freut sich Andreas Ermacora über das Urteil, das allerdings noch nicht rechtskräftig ist.

"In der Urteilsbegründung wird ausdrücklich festgehalten, dass der Alpenverein eine unabhängige und parteipolitisch neutrale Organisation ist. Wer diesen Ruf beeinträchtigt, muss mit unserer Gegenwehr rechnen", wundert sich Ermacora immer noch über Westenthalers Fahrlässigkeit: "Ein Anruf bei mir hätte genügt, um die Fälschung aufzudecken. Andere Politiker haben das getan." Ermacora weiter: " Ich als Rechtsanwalt kann mich nicht öffentlich als Lügner bezeichnen lassen "

Der Brief stammt übrigens von Gerd Millmann, der mittlerweile auch ganz andere Bekanntheit erlangt hat - als umstrittener Aufdecker der angezweifelten Doping-Affäre.

Facts

Der Alpenverein ist mit nahezu 350.000 Mitgliedern der größte Bergsportverein Österreichs und hinter dem Deutschen Alpenverein der zweitgrößte Alpinverband weltweit:

  • 22.000 Mitarbeiter und Funktionäre;
  • 1,3 Millionen ehrenamtlichen Arbeitsstunden pro Jahr;
  • 16.000 Veranstaltungen österreichweit in 197 Sektionen;
  • 241 Schutzhütten, 14.000 Schlafplätze;
  • jährlich 1 Million Besucher, größter Beherbergungsbetrieb Österreich;
  • Betreuung von 40.000 km Wanderwegen.

Damit leistet der Alpenverein einen wesentlichen Teil zum Sommer-und Alpintourismus, aus dem die Tourismuswirtschaft immerhin jährlich 1 Mrd. Euro lukriert.

Klettersportler des Alpenvereins sind Weltspitze. Zuletzt gab es zweimal Gold bei der Kletterweltmeisterschaft 2007 in Spanien für Angela Eiter (Vorstieg) und Anna Stöhr (Boulder) und eine Bronzemedaille im Kombibewerb (Vorstieg/Speed/Boulder) für Katharina Saurwein.

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