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Überwiegend gute Stimmung in Österreichs Tourismus

market-Umfrage: Zwei Drittel der Betriebe sehen Wintersaison optimistisch - Schenner: "Nutzen wir unsere Chance jetzt, denn trotz Krise zeigt das Stimmungsbarometer nach oben"

Wien (TP/OTS) - "Die Stimmungslage der österreichischen Tourismuswirtschaft reicht von optimistisch bis besorgt", weiß Hans Schenner, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, aus einer aktuellen online-Umfrage des market Instituts, deren Ergebnisse Donnerstagabend von Institutsvorstand David Pfarrhofer und Spartenobmann Hans Schenner den Medien vorgestellt wurde. Es überwiegen die Stimmen, die nach der erfreulich verlaufenen Sommersaison 2008 die gerade gestartete Wintersaison überwiegend positiv sehen, doch zeigen sich die Betriebe zunehmend vorsichtiger, fasst Pfarrhofer zusammen. Die optimistische Stimmung sei vor allem in Westösterreich deutlich spürbar.

Gute Stimmung herrscht derzeit insbesondere bei den Hotelbetrieben ("sehr positiv" 13 Prozent, "eher positiv" 58 Prozent). Diese sind damit in 7 von 10 Fällen zufrieden, wobei auch hier die westlichen Bundesländer voran liegen. Insgesamt, so Pfarrhofer, bewegen sich Österreichs Hoteliers bei den Nächtigungen etwa auf dem Niveau von 2007/08.

Bei Umsatzzielen und Buchungslage geben sich die Unternehmer in der Umfrage jedoch etwas vorsichtiger. "Angesichts der angespannten Konjunkturlage ist auch ein leichter Rückgang nicht ausgeschlossen", so Schenner. Die Buchungslage befindet sich aktuell etwas unter dem Vorjahresniveau, was auch die Umfrageergebnisse bestätigen. 65 Prozent der befragten Betriebe, und damit fünf Prozent weniger als im Vorjahr, zeigen sich mit der Buchungslage zufrieden, 30 Prozent (um 7 Prozent mehr als im Vorjahr) sind eher unzufrieden.

"Darin lassen sich unschwer die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise und einer angespannten Konjunkturlage erkennen", erklärt Schenner. Bereits 55 Prozent der Betriebe spüren negative Auswirkungen. Dies wirke sich vor allem in reduzierten Tagesausgaben und/oder einer kürzeren Aufenthaltsdauer der Gäste aus.

Neue Chancen auf der Nachfrageseite

Die derzeit ambivalente Situation eröffnet, wie Schenner hervorhebt, durchaus auch neue Chancen auf der Nachfrageseite. Zwar wollen 24 Prozent der Österreicher, wie eine Umfrage der Generali-Versicherung ergeben hat, im Jahr 2009 die Ausgaben für ihren Urlaub einschränken. Immerhin 15 Prozent der 1.000 befragten Österreicher planen hingegen, mehr für einen Urlaub auszugeben als zuletzt. "Da dürfte bei manchen ein gewisser `Jetzt erst recht!`-Faktor mitspielen. Bei entsprechender Aktivierung und Bewerbung lassen sich da sicher noch interessante Potenziale im Binnentourismus heben", zeigt sich der Sprecher der heimischen Tourismuswirtschaft überzeugt.

Schon bisher habe dieser Wirtschaftszweig, so Schenner weiter, auch in anderen Krisen ("9/11", Vogelgrippe oder Klimawandel-Diskussion) seine Resistenzfähigkeit unter Beweis gestellt. "Wir sind überzeugt, dass der Tourismus auch weiterhin einen wichtigen Platz als bewährter Wirtschafts- und Arbeitsplatzmotor einnehmen wird".

"Angesichts der angespannten Konjunktursituation ist die derzeitige Lage im Tourismus insgesamt noch recht gut. Nutzen wir deshalb unsere Chance, denn das Stimmungsbarometer zeigt trotz Krise noch nach oben", fasst der Sprecher der Tourismuswirtschaft zusammen. "Wir als Interessensvertretung und die politisch Verantwortlichen werden dazu auch entsprechende Maßnahmen präsentieren", verweist Schenner auf die heute, Freitag, im Wirtschaftsministerium stattfindende Tourismus-PK.