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TPT0010 | 11.11.2009 | 13:13 | Channel: Tourismuswirtschaft

Aussender: ÖHV - Österreichische Hoteliervereinigung


Stichworte: Freizeit / Hotelgewerbe / Politik / Reisen / Salzburg / Tourismus / Wirtschaft

Tucek-Konzept zur Saisonverlängerung: Modellversuch soll in Salzburg starten

Utl.: Burgstaller unterstützt Initiative - Schellhorn: "Wir sind dabei!" =

   Salzburg (TP/OTS) - Aus Land und Bund, von Arbeitnehmern und
Arbeitgebern erhält Tuceks Vorschlag zur Saisonverlängerung
Zustimmung. Einer raschen Umsetzung steht damit nichts im Weg,
erklärt ÖHV-Präsident Schellhorn.
   Unterstützung von allen Seiten erfährt der Vorstoß zur
Saisonverlängerung von Rudolf Tucek, CEO der Vienna International
Hotelgruppe und Vizepräsident des Sozialdemokratischen
Wirtschaftsverbands (SWV): Mit Zuschüssen des AMS sollen Mitarbeiter
nach Saisonende im Betrieb beschäftigt werden. In einer Enquete am
Rande der "Alles für den Gast" in Salzburg sprach sich
Landeshauptfrau Gabi Burgstaller dafür aus, den Vorschlag in einer
Modellregion in Salzburg zu testen. 
   "Wir müssen die Zahl der Betriebstage zu erhöhen. Selbst die
Tourismushochburg Tirol ist im Winter nur zu 50 % ausgelastet",
erklärte Tucek. Den Einsatz von AMS-Mitteln um die
Beschäftigungsdauer zu erhöhen biete zahlreiche Vorteile: die
Entlastung der Arbeitslosenkassen, zusätzliche Beiträge für die
Sozialversicherung, die bessere Nutzung der Investitionen und eine
geringere Abwanderung qualifizierter Mitarbeiter. Tucek sprach sich
für die Einbindung regionaler Tourismusverbände, des AMS und der
Sozialpartner sowie eine Befristung auf drei Jahre aus. Dann sollte
die Wirksamkeit der Maßnahmen überprüft werden.
Schellhorn: Ganzjahresarbeitsplätze als Ziel
   "Das Konzept ist gut, alle sind dafür, also packen wir's an",
schlug Sepp Schellhorn, Präsident der Österreichischen
Hoteliervereinigung (ÖHV) vor, Tuceks Vorschlag umzusetzen. Damit
würden Gelder sinnvoller eingesetzt als bisher - nämlich produktiv:
"Das bringt uns unserem Ziel der Ganzjahresbeschäftigung einen
Schritt näher und wäre ein wertvoller Beitrag zur Image- und
Qualitätsverbesserung der Arbeitsplätze." Er selbst, so Schellhorn,
würde seinen Betrieb gerne länger offenhalten, wenn die Maßnahmen 
zur Saisonverlängerung realisiert werden.
Unterstützung auch von Arbeitnehmerseite
   "Ich bin auf der Seite der Touristiker, aber Spaziergang wird das
keiner", zeigte sich Rudolf Kaske, Vorsitzender der Gewerkschaft
vida, hinsichtlich der Durchführbarkeit von Tuceks Modell skeptisch.
Österreichweit werde das Konzept nicht umzusetzen sein: Es müssten ja
nicht nur die Hotels länger geöffnet bleiben, sondern auch die
gesamte regionale und lokale Infrastruktur rundherum mitspielen.
Kaske schlug vor, in Arbeitsgruppen darüber nachzudenken, wie man zu
geeigneten regionalen Beschäftigungspaketen kommen kann.
Matznetter: Sozialministerium bekundet Interesse
   Ebenfalls für Tuceks Vorschlag sprach sich SWV-Präsident Christoph
Matznetter aus: "Wir sollten das probieren. Es kann so ausgehen, dass
alle zufrieden sind." Eine dauerhafte Beschäftigung würde Österreichs
Tourismus stärken. "Österreich könnte zum Musterland für Europa
werden." Wie Matznetter abschließend mitteilte, habe das
Sozialministerium deutliches Interesse an Maßnahmen zur
Saisonverlängerung und an Tuceks Konzept bekundet.
Tucek unterstützt ÖHV-Forderung nach MwSt-Senkung
   Einig waren sich die Podiumsteilnehmer darüber, dass die
Wettbewerbsfähigkeit der Branche auch mit anderen Mitteln gestärkt
werden müsse. Ein direkter Weg dazu wäre die Senkung der
Mehrwertsteuer auf Logis, stellte sich Tucek hinter die Forderung der
Hotellerie. "Österreich sitzt in der Wettbewerbsfalle. Wir müssen
jetzt handeln. Noch dazu haben wir ein Gutachten, dass dies
EU-rechtlich möglich ist." 
   Schellhorn erinnerte daran, dass die deutsche MwSt-Senkung
Österreichs Hoteliers in eine schwierige Situation bringe, zumal auch
andere direkte Konkurrenten wie die Schweiz oder Frankreich jetzt
schon niedrigere Sätze haben. "Eine rasche Halbierung des
Steuersatzes in Österreich wäre kein Schnellschuss, sondern eine
sinnvolle Maßnahme, um unsere Wettbewerbssituation zu verbessern".   
Bildmaterial finden Sie im Pressecorner auf http://www.oehv.at zum
Download.
   Die ÖHV vertritt die Interessen von über 1.100 Betrieben der
Ferien-, Konzern- und Stadthotellerie. Das ist der höchste
Mitgliederstand seit der Gründung der ÖHV. Die Bettenkapazität der
ÖHV-Mitgliedsbetriebe entspricht damit über 63% der Betten in der 4-
und 5-Sterne-Hotellerie. Diese Betriebe zeichnen sich durch
ausgeprägte Servicequalität, Spezialisierung und/oder nachhaltige
Innovationskraft aus. Die Mitgliedsbetriebe der ÖHV beschäftigen rund
30.000 Mitarbeiter, das sind 30 % aller Mitarbeiter in der
Beherbergung. Der Logisumsatz der ÖHV-Mitglieder beträgt ca. 900 Mio.
Euro.
Weitere Pressemeldungen und Infos finden Sie unter http://www.oehv.at
Rückfragehinweis:
   Österreichische Hoteliervereinigung
   Hofburg
   A-1010 Wien
   Kontakt:
   Sepp Schellhorn, ÖHV-Präsident (Ferienhotellerie)
   Hotel "Der Seehof", Goldegg
   Tel.: +43 (0)6415 8137
   office@oehv.at
   http://www.oehv.at
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