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Rekordbeteiligung zum Jubiläum: Alpenfahrt feiert 100. Geburtstag

Start und Ziel in Bad Kleinkirchheim - 150 Teilnehmer aus elf Nationen

Bad Kleinkirchheim (TP/OTS) - Wenn gestandene Männer selbst ihre Modelleisenbahn vernachlässigen, Frau, Kind und Haustier ignorieren und nur noch ein Thema haben, dann ist es wieder soweit: Die Internationale Österreichische Alpenfahrt, das Mekka europäischer Oldtimerfans, steht auf dem Programm. Diese Mutter aller Rallyes ist längst selbst ein Oldtimer und feiert in diesem Jahr ihr 100-Jahr-Jubiläum. Und das mit einer Rekordbeteiligung von rund 150 Fahrzeugen aus elf Ländern. Vom 15. bis 18. September 2010 sind am Start- und Zielpunkt im Kärntner Bad Kleinkirchheim wieder Prachtstücke, quer durch die bekanntesten Automarken von A wie Alfa bis V wie Volvo, zu sehen. Neben zahlreichen Chromjuwelen aus der Vorkriegszeit sind die ältesten Teilnehmer auf vier Rädern ein Frazer-Nash Supersports und ein Lancia Lambda Torpedo aus dem Jahr 1927. In der Alpenfahrt-Sonderschau im Ausstellungszelt am Start-Zielgelände gibt es Fahrzeuge aus der Alpenfahrt-Historie ab 1912 zu besichtigen.

Die Alpenfahrt zählt nicht nur zu den ältesten und größten Classic-Rallyes der Welt, sie ist auch eine der anspruchsvollsten. Auf drei Fahrten absolvieren Mensch und Maschine insgesamt eine Streckenlänge von nahezu 1000 Kilometern - und das auf Bergstraßen wie der Großglockner Hochalpenstraße, Nockalm- und Villacher Alpenstraße, sowie über die berühmt berüchtigten Pässe Turrach, Passo Predil, Vrsicpass und Kreuzberg. Tausende Besucher bestaunen an den Etappenorten und an Start und Ziel das Großaufgebot an fahrenden Legenden.

Jede Alpenfahrt ist eine Zeitreise in die Automobilgeschichte. Der Oldtimer-Bazillus infiziert jährlich mehr Menschen, die Navi, Servolenkung und ABS für eine bestimmte Zeit adieu sagen und sich mit betagten, aber bestens gepflegten Vehikeln auf den Weg machen. Nehmen heuer rund 150 Teams am Wettbewerb teil, so wagte beim Start im Jahr 1910 nur ein kleines Häuflein Mutiger dieses Abenteuer, das damals über viele unbefestigte Bergstrecken führte. Folgerichtig erreichten auch nur fünf Fahrer das Ziel. Zahlreiche Streckenabschnitte von heute entsprechen den historischen Routen in Österreich, Italien und Slowenien. Im Jahre 1910 wollte einer der Väter der Rallye, Walther Franz, mit diesem neuen Wettbewerb "die Aufzucht des bergfreudigen Automobils" beschleunigen. Als am 26. Juni 1910 der Start erfolgte, zählten die Werksfahrer der böhmischen Marke Laurin & Klement, die Grafen Paul Draskovich und Sascha Kolowrat, zu den Stars der Szene.

Heute setzt die Rallye auf eine Mischung aus Sport und Unterhaltung. Am Start- und Zielort Bad Kleinkirchheim wird für die Dauer der Veranstaltung eigens ein Museumszelt aufgebaut, mit historischen Fahrzeugen und geschichtlichen Dokumenten aus der 100-jährigen Vergangenheit der Alpenfahrt. Ultimatives Kriterium für die Fahrer der heutigen Zeit ist Gleichmäßigkeit. Wer die Durchschnittsgeschwindigkeit auf den rund 30 Sonderprüfungen nicht penibel einhält, kassiert Strafpunkte. Zudem sind 12 Zeitkontrollen und sechs Passierkontrollen anzufahren und zehn ausgeklügelte Timing-, Brems- und Beschleunigungsprüfungen zu absolvieren. Servolenkung und Bremskraftverstärker sind dabei absolute Fremdwörter - somit haben die Damen und Herren an den edlen Lenkrädern und ihre Beifahrer alle Hände voll zu tun. Auf alle Teilnehmer, die heuer am Samstag, nach fast 1000 anstrengenden Kilometern, das Ziel erreichen, wartet die 100-Jahr-Alpenfahrt-Medaille - ein Handabguss der Originalplakette von 1910, gefertigt vom Bad Kleinkirchheimer Künstler Egon Gruber.

Start und Ziel ist an allen Tagen der Parkplatz beim "Thermal Römerbad" in Bad Kleinkirchheim. Dort befindet sich auch das ganztägig geöffnete Museumszelt mit historischen Fahrzeugen. Die Gastronomie am Festgelände ist ebenfalls ganztägig geöffnet, das Restaurant im Festzelt am Donnertag und am Freitag ab 17.00 Uhr bei freiem Eintritt inklusive musikalischem Unterhaltungsprogramm. Weitere Informationen über Zeitpläne, Streckenführung, Teilnehmer und vieles mehr auf http://www.alpenfahrt.com

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