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TPT0007 | 28.09.2010 | 12:11 | Channel: Tourismuswirtschaft

Aussender: ÖHV - Österreichische Hoteliervereinigung


Stichworte: EU / Europa / Hotelgewerbe / Politik / Tourismus / Wirtschaft

ÖHV bei Kommissions-Vizepräsident Tajani in Brüssel

Utl.: Koordinierte Ferienzeiten und Visa-Vergabe müssen Priorität haben in europäischer Tourismuspolitik

   Brüssel (TP/OTS) - Beim European Tourism Day in Brüssel blieb es
nicht bei Videobotschaften: Die ÖHV übergab EU-Tourismuskommissar
Antonio Tajani ein Positionspapier zu den Prioritäten der heimischen
Hotellerie: koordinierte Ferienzeiten und eine einheitliche
Visumvergabe.

   "Die Europäische Union hat die Bedeutung des Tourismus für die
Wirtschaft erkannt", zeigt sich der Generalsekretär der
Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), Thomas Reisenzahn,
anlässlich des gestrigen Welttourismustages erleichtert: Seit dem
Vertrag von Lissabon verfügt die EU über spezifische
Tourismus-Kompetenzen und mit Kommissions-Vizepräsident Antonio
Tajani über einen hochrangigen Verantwortlichen, um Europas Position
als globale Destination Nr. 1 auszubauen. "Endlich haben wir einen
Ansprechpartner in der EU, der in den EU-Gremien Bewusstsein für
Tourismusanliegen schaffen kann. Aufgrund der zahlreichen
Querschnittmaterien wird das seine wesentliche Herausforderung sein."

   Österreich hat starkes Interesse an aktiver EU-Tourismus-Politik
An die Regierung richtet Reisenzahn den Appell, Tajanis Programm zu
forcieren: "Österreich muss hier aktiv werden, die Schulautonomie
besser nützen und die Ferientermine mit den wichtigsten
Herkunftsländern koordinieren." Bei den Visabestimmungen soll
Österreich auf Kommission und Rat einwirken, um Erleichterungen zu
schaffen. Langfristiges Ziel sollte ein gemeinsames EU-Visabüro sein.
Eine aktive österreichische Tourismuspolitik wird notwendig sein, um
die Wettbewerbsposition der heimischen Tourismuswirtschaft zu
sichern. "Wichtig ist, dass wir uns einbringen. Wenn die
EU-Tourismusminister bei der Ratssitzung am 11. und 12. Oktober über
Tajanis Programm beraten, bietet sich die beste Gelegenheit."

EU-Parlamentarier voll auf ÖHV-Kurs

   Antonio Cancian, Mitglied des Europäischen Parlaments, machte sich
gestern stark dafür, dass die Forderungen der ÖHV umgesetzt werden:
"Die Saisonspitzen sollen nicht mehr so stark ausfallen, die
Ferienzeiten sollen geändert und die Staus reduziert werden. Europas
Tourismuswirtschaft muss ganzjährig werden." Zum bayerischen
Schulschluss wurden 35 km lange Staus vor dem Tauerntunnel gemessen.
1 Mio. Staustunden nur auf den Hauptreiserouten sind an solchen Tagen
keine Seltenheit. Bei einem Durchschnittsverbrauch von mindestens 1
bis 1,5 Litern Benzin pro Stunde im Stau ergibt dies einen
zusätzlichen CO2-Ausstoß von rund 3.500 Tonnen CO2 pro Tag allein
durch die Urlauberstaus. "Die Koordination der Ferienzeiten würde
mehr CO2 einsparen als das Verbot von Glühbirnen", verweist
Reisenzahn auf die vieldiskutierte Verordnung der EU-Kommission.

   Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige
Interessenvertretung  der führenden Hotellerie durch Lobbying die
Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. 1.200
Mitgliedsbetriebe nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und
Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und
Vernetzung. Mit rund 150.000 Betten - das entspricht zwei Drittel der
Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als
30.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen
Logisumsatz von ca. 900 Mio. Euro. Die Tourismus- und
Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2009
über direkte und indirekte Wertschöpfung 15,4 Prozent des BIP und
jeden 5. Vollarbeitsplatz.

   Das ÖHV-Positionspapier "Prioritäten in der europäischen
Tourismuspolitik" finden Sie zum Download (.pdf) hier auf Deutsch:
http://www.tourismuspresse.at/redirect/PDF_Deutsch
und auf Englisch hier:
http://www.tourismuspresse.at/redirect/PDF_English

Weitere Pressemeldungen, Bildmaterial und Infos finden Sie unter
www.oehv.at

Rückfragehinweis:
   Österreichische Hoteliervereinigung
   Hofburg, A-1010 Wien

   Thomas Reisenzahn, Generalsekretär
   Tel: +43(1) 533 09 52
   Fax: +43(1) 533 70 71
   Email: info@oehv.at, www.oehv.at

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