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WKÖ-Hinterleitner eröffnet 17. Gastrobizz-Kongress in Zagreb

Hinterleitner: "Branche braucht jetzt Rückenwind und keine weiteren Belastungen, um Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu verdauen"

Wien/Zagreb (OTS/PWK189 ) - Der GastrobizzKongress - das Branchenevent des österreichischen Gastgewerbes - öffnete heute, Montag, erstmals in einem Nicht EU -Land, in Kroatien, über 300 interessierten österreichischen Gastronominnen und Gastronomen seine Pforten. Unter dem diesjährigen Motto "Mein 7. Sinn" werden nicht nur hochkarätige Vorträge geboten, sondern die Teilnehmer haben bereits zum 17. Mal die Möglichkeit, über den Tellerrand zu blicken und Kontakte mit Kolleginnen und Kollegen aus den Nachbarländern zu knüpfen.

"Mit einem jährlichen Umsatz von über 14 Mrd. Euro, knapp 200.000 Beschäftigten - davon rund zwei Drittel in der Gastronomie und ein Drittel in der Hotellerie - ist das Gastgewerbe in Österreich ein enorm wichtiger Wirtschaftsfaktor und Impulsgeber für andere Sektoren und Branchen, von der Landwirtschaft über die Getränkeindustrie, die Küchenausstatter und Einrichtungsfirmen bis hin zum Baugewerbe", hob Helmut Hinterleitner, Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die Bedeutung der Branche hervor. Allerdings gebe es keinen Grund für uneingeschränkten Jubel, so Hinterleitner, denn aktuelle Umfragen belegten, dass die Branche die Nachwirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise noch nicht zur Gänze verdaut hat. Dies mache sich vor allem bei der Gästefrequenz und Ausgabenfreudigkeit der Bevölkerung bemerkbar.

Demnach gibt jeder fünfte Österreicher oder Österreicherin an, seltener auszugehen als im Jahr davor. Dass vor allem Raucher öfters zu Hause bleiben - rund ein Drittel haben Ihre Gastronomie -Besuche eingeschränkt - beweise, so Hinterleitner, dass sich das Nichtraucherschutzgesetz auf die Frequenz der Gasthaus- und Restaurantbesuche auswirke und zu Rückzugstendenzen bei den Rauchern führe. Profitieren konnten davon offenbar Betriebe der Schnellgastronomie, vor allem die großen Ketten, sowie Systembetriebe, die boomen wie nie zuvor.

Nichtraucherschutz wird immer besser eingehalten
Erfreut zeigte sich Hinterleitner über jüngste Berichte, wonach die Einhaltung des Rauchverbotes in der Gastronomie mittlerweile annähernd reibungslos funktioniere, was sich auch in einem starken Rückgang der Anzeigen bemerkbar mache. "Wenn wir uns an die gesetzlichen Bestimmungen halten und das durchziehen, was gemeinsam ausverhandelt wurde und das Parlament mit großer Mehrheit beschlossen hat, dann erübrigen sich auch alle Zurufe aus der Politik", appellierte er an die Gastronomen.

Diskussionen um weitere Abgaben belasten und verunsichern die Branche
Auch die jüngste Diskussion um die Einführung einer Alkohol-Sonderabgabe in einigen Städten kommentierte der Sprecher der heimischen Gastronomie: "Hier hätten ganz klar Wirte und Gäste herhalten sollen, um die finanzielle Misere einiger Städte zu bereinigen. Allerdings hat niemand mit derart heftiger Gegenwehr -vor allem von Seiten der Interessensvertretung der Gastwirte in der WKÖ - gerechnet. Damit konnten wir das Thema - zumindest vorläufig -wieder vom Tisch bringen."

In dieselbe Kerbe schlug Hinterleitner beim Thema Mitfinanzierung der staatlichen Lebensmittel-Aufsicht (AGES-Beitrag). Auch hier soll die Wirtschaft zur Kasse gebeten werden und für die staatlichen Lebensmittelkontrollen künftig Beiträge zahlen, weil man es in den letzten Jahren verabsäumt habe, eine nachhaltige Strukturreform umzusetzen und bestehende Doppelgleisigkeiten zwischen Bund und Ländern zu beseitigen, zeigt sich Hinterleithner verärgert.

"Was die Branche in einer Zeit der Regeneration jetzt benötigt, ist Rückenwind und keinesfalls weitere Belastungen", so Hinterleitner abschließend. (ES)

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