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TPT0004 | 21.03.2011 | 13:42 | Channel: Tourismuswirtschaft

Aussender: Wirtschaftskammer Österreich


Stichworte: Gastrobizz-Kongress / Gastronomie / Hinterleitner / WKÖ / Wirtschaft

WKÖ-Hinterleitner eröffnet 17. Gastrobizz-Kongress in Zagreb

Utl.: Hinterleitner: "Branche braucht jetzt Rückenwind und keine weiteren Belastungen, um Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu verdauen"

   Wien/Zagreb (OTS/PWK189 ) -    Der GastrobizzKongress - das
Branchenevent des österreichischen Gastgewerbes - öffnete heute,
Montag, erstmals in einem Nicht EU -Land, in Kroatien, über 300
interessierten österreichischen Gastronominnen und Gastronomen seine
Pforten. Unter dem diesjährigen Motto "Mein 7. Sinn" werden nicht nur
hochkarätige Vorträge geboten, sondern die Teilnehmer haben bereits
zum 17. Mal die Möglichkeit, über den Tellerrand zu blicken und
Kontakte mit Kolleginnen und Kollegen aus den Nachbarländern zu
knüpfen.  

   "Mit einem jährlichen Umsatz von über 14 Mrd. Euro, knapp 200.000
Beschäftigten - davon rund zwei Drittel in der Gastronomie und ein
Drittel in der Hotellerie - ist das Gastgewerbe in Österreich ein
enorm wichtiger Wirtschaftsfaktor und Impulsgeber für andere Sektoren
und Branchen, von der Landwirtschaft über die Getränkeindustrie, die
Küchenausstatter und Einrichtungsfirmen bis hin zum Baugewerbe", hob
Helmut Hinterleitner, Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die Bedeutung der Branche hervor.
Allerdings gebe es keinen Grund für uneingeschränkten Jubel, so
Hinterleitner, denn aktuelle Umfragen belegten, dass die Branche die
Nachwirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise noch nicht zur Gänze
verdaut hat. Dies mache sich vor allem bei der Gästefrequenz und
Ausgabenfreudigkeit der Bevölkerung bemerkbar.

   Demnach gibt jeder fünfte Österreicher oder Österreicherin an,
seltener auszugehen als im Jahr davor. Dass vor allem Raucher öfters
zu Hause bleiben - rund ein Drittel haben Ihre Gastronomie -Besuche
eingeschränkt - beweise, so Hinterleitner, dass sich das
Nichtraucherschutzgesetz auf die Frequenz der Gasthaus- und
Restaurantbesuche auswirke und zu Rückzugstendenzen bei den Rauchern
führe. Profitieren konnten davon offenbar Betriebe der
Schnellgastronomie, vor allem die großen Ketten, sowie
Systembetriebe, die boomen wie nie zuvor.

   Nichtraucherschutz wird immer besser eingehalten
Erfreut zeigte sich Hinterleitner über jüngste Berichte, wonach die
Einhaltung des Rauchverbotes in der Gastronomie mittlerweile
annähernd reibungslos funktioniere, was  sich auch in einem starken
Rückgang der Anzeigen bemerkbar mache. "Wenn wir uns an die
gesetzlichen Bestimmungen halten und das durchziehen, was gemeinsam
ausverhandelt wurde und das Parlament mit großer Mehrheit beschlossen
hat, dann erübrigen sich auch alle Zurufe aus der Politik",
appellierte er an die Gastronomen.

   Diskussionen um weitere Abgaben belasten und verunsichern die
Branche
Auch die jüngste Diskussion um die Einführung einer
Alkohol-Sonderabgabe in einigen Städten kommentierte der Sprecher der
heimischen Gastronomie: "Hier hätten ganz klar Wirte und Gäste
herhalten sollen, um die finanzielle Misere einiger Städte zu
bereinigen. Allerdings hat niemand mit derart heftiger Gegenwehr -
vor allem von Seiten der Interessensvertretung der Gastwirte in der
WKÖ - gerechnet. Damit konnten wir das Thema - zumindest vorläufig -
wieder vom Tisch bringen."

In dieselbe Kerbe schlug Hinterleitner beim Thema Mitfinanzierung der
staatlichen Lebensmittel-Aufsicht (AGES-Beitrag). Auch hier soll die
Wirtschaft zur Kasse gebeten werden und für die staatlichen
Lebensmittelkontrollen künftig Beiträge zahlen, weil man es in den
letzten Jahren verabsäumt habe, eine nachhaltige Strukturreform
umzusetzen und bestehende Doppelgleisigkeiten zwischen Bund und
Ländern zu beseitigen, zeigt sich Hinterleithner verärgert.

"Was die Branche in einer Zeit der Regeneration jetzt benötigt, ist
Rückenwind und keinesfalls weitere Belastungen", so Hinterleitner
abschließend. (ES)

Rückfragehinweis:
   Wirtschaftskammer Österreich, Fachverband Gastronomie
   Dr. Thomas Wolf
   Tel.: Tel.: (++43) 0590 900-3560
   gastronomie@wko.at
   http://diegastronomie.at

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