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ÖHV-Jandl fordert Resetar zum Dialog auf: Hintertüren zu Missbrauch der Ortstaxe schließen

ÖHV warnt vor Freibrief für bundesweite Belastungswelle

Burgenland (TP/OTS) - Seit bekannt ist, wie Land und Gemeinden von der Ortstaxen-Erhöhung profitieren, weicht VP-Landesrätin Resetar jedem Gespräch aus. Die gesamte burgenländische Tourismuswirtschaft protestiert gegen die Vorgangsweise und das Ziel.

Mit der Novelle zum Tourismusgesetz will ÖVP-Landesrätin Resetar die Ortstaxe um 2/3 erhöhen. Entgegen ihren halbherzigen Beteuerungen setzt sie den Gemeinden bei der Mittelverwendung praktisch keine Grenzen: "Die Bürgermeister können das Geld für alles ausgeben, solange sie nur Tourismus draufschreiben: Es gibt keine Zweckbindung für Marketing oder Qualitätssteigerungen in Tourismuseinrichtungen. Es gibt keine Verpflichtung für Land und Gemeinden, die Tourismusbudgets beizubehalten. Das ist nichts anderes als ein Freibrief zum Geldrauswerfen", kritisiert Bert Jandl, Landesvorsitzender der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV).

Augen zu und durch: Resetar will Unternehmer draufzahlen lassen

Besonders stößt Jandl der Stil auf, mit dem die Novelle durchgeboxt werden soll. "Es ist wohl nicht zu viel verlangt, mit denen zu reden, die zur Kasse gebeten werden sollen. Das gibt ein bedenkliches Bild von Demokratieverständnis, Wirtschaftskompetenz und Glaubwürdigkeit der Partei. Von wegen Steuern sparen."

Erhöhung wäre Startschuss für bundesweite Belastungswelle

Resetars Vorbild dürfte die Verdoppelung der Ortstaxen in Niederösterreich im Vorjahr sein, wo erst massive Proteste der ÖHV die Kritik anderer Branchenvertreter hervorrief. Umso mehr freut Jandl, dass er mit seiner Kritik nicht allein ist: "Denn wenn auch das Burgenland die Ortstaxen erhöht, hat das Signalwirkung für alle Landeshauptleute: Dann geht richtig los mit einer bundesweiten Belastungswelle." Jetzt liegt es an den Tourismussprechern, ihren Einfluss geltend zu machen: "Damit könnten sie zumindest zum Teil gutmachen, was sie mit ihrer Zustimmung zur Flugabgabe und zur Streichung der Energieabgabenvergütung angerichtet haben", so Jandl.

Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. 1.200 Mitgliedsbetriebe, davon 27 im Burgenland, nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten -das entspricht zwei Drittel der Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als 40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen Logisumsatz von ca. 900 Mio. Euro. Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2010 über direkte und indirekte Wertschöpfung 15,1 % des BIP und jeden 5. Vollarbeitsplatz.

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