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Gastronomie und Lebensmittelindustrie weisen Kritik der Erzeugergemeinschaft Frischei zurück

WKÖ-Wolf: "Keine seriösen Zahlen über ausländischen Ei-Anteil in Gastronomie ermittelbar" - WKÖ-Blass: "Kennzeichnungspflicht nur europaweit einheitlich möglich"

   Wien (TP/OTS) - Gastronomie und Lebensmittelindustrie weisen die
Kritik der Erzeugergemeinschaft Frischei vehement zurück. Thomas
Wolf, Geschäftsführer des Fachverbandes Gastronomie in der WKÖ: "Eine
Kennzeichnung der Herkunft und Haltungsform von Eiern ist bei
zusammengesetzten Gerichten in der Gastronomie nicht sinnvoll. Unsere
Gastwirte beziehen Eier in der Regel von verschieden Anbietern. Dazu
muss auch auf ausländische Produzenten zurückgegriffen werden, da die
heimische Landwirtschaft gar nicht in der Lage ist, den Bedarf zu
hundert Prozent abzudecken. Dass der Anteil heimischer Eier in der
Gastronomie von 70 auf 30 bis 40 Prozent zurückgegangen sei, scheint
für uns eine reine Mutmaßung zu sein."

   Michael Blass, Geschäftsführer des Fachverbandes der
Lebensmittelindustrie in der WKÖ, fügt hinzu: "Tiergerechtigkeit ist
ein wertvolles Gut, das von der Lebensmittelindustrie hoch gehalten
wird. Doch die österreichische Lebensmittelindustrie befindet sich
hier in der Position eines Sandwichkindes - entweder wir werden von
der Politik gescholten oder wir büßen Wettbewerbsfähigkeit ein. Auf
diesem schmalen Grad bewegen wir uns. Daher darf es zu keiner
Inländerdiskriminierung kommen, diese Regeln müssen immer im
europäischen Kontext gesehen werden." Das gelte auch für die
Kennzeichnungspflicht: "Bei einer verpflichtenden Kennzeichnung von
Eiern können wir nur einen europaweit einheitlichen Weg gehen."

   Wolf ergänzt abschließend: "Ab 2012 gilt ohnehin in allen 27
Staaten der Europäischen Union das Käfighaltungsverbot, womit dann im
gesamten europäischen Raum nur mehr Freilandeier angeboten werden.
Hier darf es keinen Aufschub in den europäischen Nachbarsländern
geben, aber auch keine Marktabschottungsmaßnahmen seitens der
österreichischen Landwirtschaft, wie eine gesetzliche
Kennzeichnungsverpflichtung. Wir unterstützen freiwillige Maßnahmen
zur Herkunftskennzeichnung von Produkten, wie dies etwa das AMA
Gastrosiegel vorsieht, an dem sich bereits rund 1.300 Gastronomen
österreichweit beteiligen."

Rückfragehinweis:
   Wirtschaftskammer Österreich
   Fachverband der Gastronomie
   Dr.iur Thomas Wolf
   Telefon: +43 (0)5 90 900 3560
   E-Mail: gastronomie@wko.at

   Fachverband der Lebensmittelindustrie
   Dr. Michael Blass
   Telefon: +43 1 712 21 21 33
   E-Mail: fiaa@dielebensmittel.at

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TPT0004    2011-05-16/15:25

161525 Mai 11

TPK0005 0324


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Wirtschaftskammer Österreich - BS Tourismus & Freizeitwirtschaft Rss

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