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TPT0010 | 12.07.2011 | 15:12 | Channel: Tourismuswirtschaft

Aussender: ÖHV - Österreichische Hoteliervereinigung


Stichworte: Hotelgewerbe / Marketing / Politik / Steuern / Tourismus / Wirtschaft

ÖHV: Forderung nach ÖW-Budget-Erhöhung und MwSt.-Senkung von ganzer Branche mitgetragen

Forderungen des Fachverbands nach mehr ÖW-Budget und weniger Steuern sind das Gebot der Stunde

   Wien (TP/OTS) - Die ÖHV-Forderungen nach Erhöhung des ÖW-Budgets
und einer Halbierung der Mehrwertsteuer auf Nächtigungen werden von
der Wirtschaftskammer mitgetragen: Die MwSt-Senkung in Deutschland
wirkt sich besser aus als erwartet. Bei der Bewerbung setzt die
Schweiz neue Benchmarks.

   "Österreichs Hotellerie hat das beste Angebot. Bei der Bewerbung
und beim Preis haben wir aber Nachholbedarf", erklären Peter Peer und
Sepp Schellhorn, die Präsidenten der Österreichischen
Hoteliervereinigung (ÖHV). Die Forderungen von Dr. Klaus Ennemoser,
Obmann des Fachverbands Hotellerie, in seinem heutigen Pressegespräch
nach einer deutlichen Erhöhung des Budgets für die Österreich Werbung
und einer Halbierung der Mehrwertsteuer auf Nächtigungen von 10% auf
5% wären das Gebot der Stunde. "Die WKÖ als Vierteleigentümer der
Österreich Werbung ist hier gefordert, ihren Beitrag in Form von
Geldleistungen substanziell aufzustocken."

Tourismus könnte mehr zu Leistungsbilanz beitragen

   Deutlich zeigt sich die Bedeutung des Tourismus bei der
Leistungsbilanz: Die Ausgaben ausländischer Gäste gleichen die
Verluste bei Sachgüterexporten aus. Die Konkurrenten Deutschland,
Schweiz und Frankreich setzen jetzt voll auf den Wirtschaftsmotor
Tourismus und verbessern ihr Angebot: Durchdachte Steuersenkungen und
Werbeoffensiven bringen Mehrumsätze: "Österreich kann sich nicht
leisten, hier noch länger zuzusehen. Den positiven Beitrag des
Tourismus zur Handelsbilanz auszubauen wäre jetzt der richtige
Schritt anstatt über Steuererhöhungen nachzudenken", so die
Präsidenten.

Mehreinnahmen durch MwSt.-Senkung

   Deutschland hat die MwSt auf Logis auf 7% gesenkt, Frankreich auf
5,5% und die Schweiz liegt mit 3,8% überhaupt bei einem Drittel des
österreichischen Satzes von 10%. Österreich läge mit der Halbierung
auf 5% im Mittelfeld. Ausreden, eine MwSt-Senkung wäre EU-rechtlich
nicht zulässig, lassen Peer und Schellhorn nicht gelten: "Wir nützen
nur einen von zwei möglichen reduzierten Steuersätzen, den 12%igen
Steuersatz auf Wein ab Hof haben sich die Bauern als Sondersteuersatz
sichern lassen. Wir verzichten auf mehrere 100 Mio. Euro, die weder
Arbeitgeber noch Arbeitnehmer belasten würden." Ennemoser verwies auf
Mehreinnahmen durch die MwSt-Senkung in der Höhe von 2,2 Mrd. Euro
für die deutsche Hotellerie und eine Steigerung der MwSt um 315 Mio.
Euro: "Wir haben schon bei der Präsentation der Studie von Prof.
Schneider von der Uni Linz betont, dass wir sehr vorsichtig gerechnet
haben. Deutschland zeigt, dass die Effekte deutlich höher ausfallen."

14% mehr Budget für Schweizer Tourismus, Realverluste in Österreich

   Zusätzlich hat die Schweiz ihr Werbebudget für 2011 und 2012 um
jeweils 12 Mio. Franken erhöht: Das entspricht einer Steigerung von
14 %. Die ÖHV fordert eine Erhöhung des ÖW-Budgets um 10 Mio. Euro
pro Jahr: "Damit wäre zumindest ein Teil des Wertverlusts der
vergangenen Jahre abgedeckt. Hier wird seit Jahren am falschen Platz
gespart."

   Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige
Interessenvertretung  der führenden Hotellerie durch Lobbying die
Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. 1.200
Mitgliedsbetriebe, davon 171 in Wien (inklusive aller
5-Sterne-Hotels), nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und
Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und
Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten - das entspricht zwei Drittel der
Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als
40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen
Gesamtumsatz von rund 3 Mrd. Euro. Die Tourismus- und
Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2010
über direkte und indirekte Wertschöpfung 15,1 % des BIP und jeden 5.
Vollarbeitsplatz.

Weitere Pressemeldungen und Bildmaterial finden Sie unter
http://www.oehv.at/presse

Rückfragehinweis:
   Peter Peer, ÖHV-Präsident (Stadthotellerie)
   Director of Operations Accor Hospitality
   Österreich, Wien
   Tel.: 01/599 01-550

   E-Mail: presse@oehv.at

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