FH Salzburg: Hype um Web-2.0-Lösungen in der Tourismuswirtschaft hält an - BILD
Salzburg (TP/OTS) - Das Online-Thema macht auch vor touristischen
Kleinbetrieben nicht halt! Dies zeigen die Ergebnisse des eTourism
Monitors 2011 durchgeführt von der FH Salzburg, der im Rahmen des
INTERREG IV A-Projektes "eTourism Fitness" in der österreichischen
Hotellerie erhoben wurden.
"Mit dieser systematischen Befragung wurde das Ziel verfolgt, eine
Blitzlichtaufnahme der Anbieterseite hinsichtlich der Nutzung von
Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zu machen", so
Jooss von der FH Salzburg Tourismusforschung.
Nur E-Mail und Website gehören zur alltäglichen Verwendung
Die Ergebnisse (200 Betriebe österreichweit wurden befragt)
zeigen, dass die Bedeutung des E-Mails sowohl für die Kommunikation
als auch zur Buchungsgenerierung ungebrochen ist.
Immerhin die Hälfte der Betriebe verwendet Bewertungsplattformen
(52,6 Prozent), gefolgt von Social Network Sites (Facebook dominiert
hier den Markt) mit 36,5 Prozent. Kaum genutzt werden hingegen GDS
(Globale Distributionssysteme), und auch Twitter hat sich bisher in
der Hotellerie noch nicht wirklich durchgesetzt. Werden die einzelnen
Technologien mit der kategorisierten Betriebsgröße korreliert, zeigt
sich, dass es einen Zusammenhang zwischen der Betriebsgröße und der
Verwendung der einzelnen Technologien gibt. Je größer die Betriebe,
desto eher werden verschiedenste Online-Technologien eingesetzt.
Jene Betriebe, die einzelne Technologien nützen, wurden des
Weiteren gefragt, wofür sie diese jeweils verwenden. Mit Ausnahme des
E-Mail, das in allen Bereichen sehr stark eingesetzt wird, überwiegt
die Nutzung der Technologien als Informationsbereitstellung. Vor
allem die Website (98,5 Prozent der 189 Betriebe) sowie
Bewertungsplattformen (93,4 Prozent der 102 Betriebe) werden zur
Informationsbereitstellung genützt.
Bewertungsplattform Holidaycheck an erster Stelle
In einem weiteren Schritt wurde gezielt die Verwendungsform
(aktiv, passiv oder gar nicht) einzelner Technologien und Dienste
erhoben. Dabei zeigt sich, dass die Buchungs- und auch
Bewertungsplattform "HolidayCheck" sowie die Social Network Site
"Facebook" am häufigsten aktiv in Verwendung sind, gefolgt von
"TripAdvisor" und "myHolidayCheck.de".
Bei jenen Diensten, die aktiv am häufigsten verwendet werden, sind
Zusammenhänge mit den Betriebsgrößen (gemessen an Betrieben bis 50
Betten im Vergleich zu Betrieben ab 51 Betten) ersichtlich. Dabei
zeigt sich, dass große Betriebe die Dienste von "Twitter", "Clipfish"
sowie "Trivago" und "TripAdvisor" signifikant stärker in ihren
Betrieben einsetzen.
E-Mail-Verkehr als dominierender Reservierungs- bzw. Buchungskanal
Im Vertriebsbereich gilt der E-Mail-Verkehr noch immer als
dominierender Reservierungs- bzw. Buchungskanal. 98,8 Prozent aller
Befragten bearbeiten Anfragen per E-Mail und 80,8 Prozent aller
Befragten stellen Formulare für Reservierungsanfragen auf der eigenen
Website zur Verfügung. Echtzeitbuchungen über die eigene Website
werden nur von einem geringen Teil der Befragten angeboten
Betrachtet man die Verwendung von "Reiseplattformen", so steht die
Destinations-Website mit 74,5 Prozent aller befragten Betriebe an
erster Stelle, gefolgt vom Buchungsportal "Tiscover" (68,2 Prozent
aller Betriebe) und "Hrs.de" (51,2 Prozent). Dieses Ergebnis ist
jedoch zu relativieren, da es sich auch um Partnerschaften auf
Destinationsebene handeln kann. Interessant ist dennoch, dass knapp
ein Fünftel aller Betriebe über keine Reiseplattform buchbar ist,
wobei diese 36 Betriebe, die nicht über eine Plattform buchbar sind,
großteils zu den Kategorien Pensionen und Gasthäuser zugeordnet
werden können.
Rückfragehinweis:
FACHHOCHSCHULE SALZBURG
Forschungsgesellschaft mbH
FH-Prof. Dr. Mario Jooss
Leiter Tourismusforschung
Urstein Süd 1
5412 Puch/Salzburg
fon: +43 (0)50-2211-1856
fax: -1399
email: mario.jooss@fh-salzburg.ac.at
web: www.fh-salzburg.ac.at
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