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TPT0003 | 12.09.2011 | 10:49 | Channel: Tourismuswirtschaft

Aussender: Wirtschaftskammer Österreich


Stichworte: Hotelgewerbe / Infrastruktur / Tourismus / Vermögenssteuer / WKÖ

WKÖ-Ennemoser: Hotellerie fordert längst fälligen Infrastrukturausbau

Statt Diskussion über Wiedereinführung der standortgefährdenden Vermögenssteuer - zukunftsträchtige Infrastrukturprojekte realisieren!

   Wien (TP/OTS/PWK637) -    "Statt eine Wiedereinführung von
Vermögenssteuern und eine Anhebung der Einheitswerte zu fordern, wäre
es wichtiger, notwendige zukunftsträchtige Infrastrukturprojekte zu
unterstützen", zeigt sich der Obmann des Fachverbandes Hotellerie in
der Wirtschaftskammer Österreich, Klaus Ennemoser, überzeugt. Für
Ennemoser ist es "ein Skandal, wenn mehr als 20 Jahre nach der
Öffnung des Eisernen Vorhangs immer noch nicht die Nordautobahn nach
Brünn führt, die Ostautobahn zwischen Schwechat und Bruck an der
Leitha mittlerweile lebensgefährlich überlastet zweispurig bleibt und
über die dritte Piste des Flughafen Wien-Schwechat gestritten wird".
Auch die heimische Bahninfrastruktur hinke gegenüber unseren
touristischen Mitbewerbern wie z.B.Schweiz oder Frankreich um
Jahrzehnte hinterher, erinnert Ennemoser.

   Mobilität Voraussetzung für den Tourismus

   So wie sich die heimische Hotellerie ihrer Verantwortung gegenüber
dem Gast und der Region bewusst ist, dürfen auch Politik und
Gesellschaft nicht die Verantwortung gegenüber der Hotellerie
vergessen. Österreich liegt mit rund 125 Millionen Nächtigungen
jährlich - bei einem Ausländeranteil von 72 Prozent - an der
europäischen Spitze. In der Verkehrsinfrastruktur hinken wir
allerdings nach, kritisiert Ennemoser: "Da ist es nur eine Frage der
Zeit, bis wir weiterhin Marktanteile gegenüber anderen
Tourismusdestinationen verlieren - egal wie gut unser touristisches
Angebot weiterentwickelt wird!"

   Schuld daran sind für Ennemoser vor allem verabsäumte öffentliche
Investitionen. Verkehrspolitisch wurden viele drängende Projekte viel
zu spät oder noch gar nicht in Angriff genommen. Wenn zum Beispiel
diesen Sommer die Staus um ein Viertel gesenkt werden konnten, so war
das keine Gottesfügung, sondern das Resultat entsprechender
Maßnahmen, wie zum Beispiel die zweite Röhre des Tauerntunnels.

   Österreich kann durch zentralen Lage und touristische
Infrastruktur punkten

   Stellt man die Investitionen und Innovationen der Hotellerie
während der vergangenen 20 Jahre jenen gegenüber, die in den
heimischen Verkehrsinfrastrukturaufbau getätigt wurden, wird
offensichtlich, in welchen Bereichen in Österreich Chancen genützt
wurden und in welchen diese brachliegen. Für Ennemoser ist dies umso
unverständlicher, da die wiedergewonnene zentrale Lage Österreichs
ein Geschenk ist. Der Fachverband Hotellerie fordert daher ein
generelles Umdenken in der Politik: Unternehmerische Investitionen
brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, die Wertschöpfung zulassen
und nicht unterdrücken. Willkürlich neue Steuern zu erfinden sind
dabei sicherlich die falschen Wegweiser. Gerade wenn die öffentlichen
Haushalte neue Einnahmequellen brauchen, müssen neue wirtschaftliche
Möglichkeiten eröffnet werden. Österreich bietet mit seiner zentralen
geographischen Lage und der international herausragenden
touristischen Infrastruktur dazu die besten Voraussetzungen. Aber
zuvor braucht es auch eine entsprechende Verkehrsanbindung.

   Fachverband Hotellerie

   Der Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich
vertritt 18.000 Beherbergungsbetriebe mit 1,05 Millionen Betten. Mehr
als 8.000 Beherbergungsbetriebe sind mit 23.000 geprüften Sternen
klassifiziert. Mit 125 Millionen Nächtigungen jährlich legt
Österreichs Hotellerie einen wichtigen Grundstein für eine direkte
Wertschöpfung im Tourismus von 15,2 Milliarden Euro. Jeder fünfte
Vollzeitarbeitsplatz wird im Tourismus und in der Freizeitwirtschaft
generiert.  (ES)

Rückfragehinweis:
   Wirtschaftskammer Österreich, Fachverband Hotellerie
   Mag. Matthias Koch
   Tel.: (++43) 0590 900-3554
   hotels@wko.at
   www.hotelverband.at

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