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WKÖ-Schenner zieht erste Tourismus-Sommerbilanz

Nächtigungszahlen gut, wirtschaftliche Situation angespannt

Wien (TP/OTS) - Die heute von der Statistik Austria veröffentlichten Nächtigungszahlen bestätigen für Hans Schenner, Obmann der Bundessparte Tourismus, eines ganz klar: "Abgerechnet wird der Sommer erst nach Badeschluss. Nach einem guten Start und einem wetterbedingt eher mageren Juli ist der Sommer im August nochmal so richtig in die Gänge gekommen und mit Vollgas in die Zielgerade gegangen!" Unterm Strich konnte in der bisherigen Sommersaison (Mai bis August) mit 47,59 Mio. Nächtigungen ein Plus von 2,1 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode eingefahren werden. Das erfreuliche Ergebnis sei, so der heimische Tourismussprecher, dem positiven Mai und Juni (+4,1 Prozent) sowie dem August (+2,4 Prozent) zu verdanken, die das Juliergebnis (-0,3 Prozent) kompensiert hätten.

Inlandsaktivitäten haben sich gelohnt

Besonders erfreulich für Schenner: Die inländischen Gästenächtigungen kletterten um 1,4 Prozent auf 14,85 Mio., was ein neues Rekordniveau darstellt. "Das Ergebnis zeigt uns, dass die Aktivitäten zur Bewerbung des Inlandsmarktes sichtlich erfolgreich waren und wir auf dem richtigen Weg sind", bedankt sich Schenner für die Treue der österreichischen Gäste. Auffallend: Das starke Plus im August für den Städtetourismus. "Hier gebührt vor allem Wien Gratulation, wo mit plus 4,5 Prozent bei den Nächtigungen ein neuer Bestwert eingefahren werden konnte", so Schenner.
Aber auch mit den ausländischen Gästenächtigungen, die um 2,4 Prozent auf 32,75 Mio. stiegen, könne man durchaus zufrieden sein. So verzeichnete der wichtigste Herkunftsmarkt Deutschland mit 17,62 Mio. Übernachtungen ein Plus von 2,4 Prozent, die Schweiz ein Plus von 10,1 Prozent und auch die Gästenächtigungen aus zentral- und osteuropäischen Ländern wie Tschechische Republik (+13,3 Prozent), Russland (+31,3 Prozent) und Polen (+19,3 Prozent), entwickelten sich positiv.

Schwache Umsätze bereiten weiterhin Sorgen

Auch wenn das bisherige Sommerergebnis unterm Strich sehr erfreulich ausgefallen sei, gäbe es noch keinen Grund für ausufernde Euphorie, zeigt sich Schenner überzeugt: "Unser Knackpunkt sind die schwachen Umsätze. Die wirtschaftliche Situation in den Betrieben ist seit der Wirtschaftskrise mehr als angespannt und die Preise erholen sich erst langsam. Da bleibt uns nur zu hoffen, dass die allgemeine Unsicherheit durch Währungs- und Schuldenkrise die Branche nicht neuerlich trifft, bevor sie sich vollkommen erholt hat. Es ist bemerkenswert, dass die 90.000 heimischen Tourismusbetriebe trotz der unsicheren Situation weiter investieren und ihre Dienstleistungsqualität verbessern. Die heimische Tourismuswirtschaft wird auch weiterhin einer der bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren in Österreich sein, und das mit Standortgarantie", so Schenner abschließend.

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