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TPT0007 | 04.10.2011 | 14:57 | Channel: Tourismuswirtschaft

Aussender: ÖHV - Österreichische Hoteliervereinigung


Stichworte: Hotellerie / Steuern / Tourismus / Wirtschaft

IV-Präsident fordert Steuererhöhung

Utl.: Sorgers peinlicher Umfaller: Forderung nach Steuersenkung gilt
      nur für IV-Betriebe =

   Wien (TP/OTS/ÖHV) - Nicht nachvollziehbar ist für die
ÖHV-Präsidenten Peer und Schellhorn die Forderung von IV-Präsident
Sorger, die Mehrwertsteuer für Hotels zu erhöhen.

   IV-Präsident Veit Sorger forderte im Klub der
Wirtschaftspublizisten die Abschaffung des reduzierten
Mehrwertsteuersatzes für Hotels. "Das ist ein Schlag ins Gesicht
aller, die die Industriellenvereinigung als Bollwerk gegen
Belastungen und aktiven Vertreter einer progressiv-liberalen
Wirtschaftspolitik gesehen haben. Nach dieser Aussage sieht es aber
eher so aus, als wäre die IV nicht mehr als einer der Vereine, die
nur auf Eigennutz ausgerichtet sind. Mit dieser Aussage hat Sorger
einer namhaften Institution sehr geschadet", bedauern Peter Peer und
Sepp Schellhorn, die Präsidenten der Österreichischen
Hoteliervereinigung (ÖHV).

ÖHV an IV: Mit Entlastung statt Belastung zu Steuer-Mehreinnahmen

   Zudem zeichne Sorger sich angesichts einer derartigen Aussage
nicht durch Kenntnis der Materie aus: "Die von Sorger kritisierte
Hacklerregelung ist tatsächlich konkurrenzlos, aber unsere Hotellerie
steht, wie er sicher auch weiß, im internationalen Wettbewerb. Die
Schweiz und Deutschland verzeichnen mit 3,8 % und 7 % deutlich
niedrigere Mehrwertsteuersätze, die sich auch volkswirtschaftlich
auswirken: Während die Schweiz den niedrigeren Mehrwertsteuersatz
gerade jetzt dringend braucht, um die Währungsschwankungen zumindest
zum Teil auszugleichen, profitiert ganz Deutschland. Mit einem
Beschäftigtenplus von 2,89 % lag die Hotellerie im vergangenen Jahr
deutlich über dem gesamtwirtschaftlichen Trend. In Frankreich führte
die Mehrwertsteuersenkung von 19,6 % auf 5,5 % zu 63.000 neuen
Stellen in Hotels und Restaurants in den vergangenen zwei Jahren.

Tourismus investiert vor Ort, geförderte Industrie lagert aus

   Geradezu skurril mutet Sorgers Forderung vor dem Hintergrund an,
dass im heurigen Sommer der produzierenden Industrie wieder mit 35
Mio. Euro unter die Arme gegriffen wurde: "Die Industrie greift gerne
in den Fördertopf. Wenn im Gegenzug dann in erster Linie
Arbeitsplätze ausgelagert werden, hat das mit Export nicht mehr viel
zu tun", so Schellhorn. Ein Blick auf die von der Nationalbank
erstellte Leistungsbilanz zeigt, dass die Güterexporte für Österreich
ein Verlustgeschäft sind: Der Saldo weist ein Minus von 3,2 Mrd. Euro
aus. Ohne das Plus von 13,1 Mrd. im Dienstleistungsbereich, das
hauptsächlich vom Tourismus getragen wird, stünde Österreich
finanziell sehr schlecht da. "Herr Sorger vertritt ganz
offensichtlich Partikularinteressen, die er seinen Mitgliedern
schuldig ist. Die Bundesregierung wäre gut beraten, die
Tourismusexporte abzusichern, um die bevorstehenden Rückgänge und
Massenentlassungen in der Industrie finanzieren zu können", so Peer.

   Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige
Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die
Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. 1.200
Mitgliedsbetriebe nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und
Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und
Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten - das entspricht zwei Drittel der
Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als
40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen
Gesamtumsatz von rund 3 Mrd. Euro. Die Tourismus- und
Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2010
über direkte und indirekte Wertschöpfung 15,1 % des BIP und jeden 5.
Vollarbeitsplatz.

Weitere Pressemeldungen und Bildmaterial finden Sie unter
www.oehv.at/presse

Rückfragehinweis:
   Peter Peer, ÖHV-Präsident
   ImpulsHotel - Hotelentwicklung und Beratung
   Tel.: 01/889 80 25

   Sepp Schellhorn, ÖHV-Präsident
   Hotel "Der Seehof", Goldegg
   Tel.: 06415/8137

   E-Mail: presse@oehv.at


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