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Hotellerie: Marktbereinigung nur eine Frage der Zeit?

Umdenken erforderlich: Rasche Veränderungen im Gästeverhalten setzen langfristig finanzierte Branche unter Druck

Wien (TP/OTS) - ÖHV (Wien): Wirtschaftskrise, Bettenwachstum und härtere Finanzierungsregeln setzen den Hotels zu. Wer nicht rasch genug auf diese Veränderungen reagiert, gerät unter Druck. Gefragt sind passende Antworten auf sich ständig ändernde Fragestellungen.

Reiseausgaben und Aufenthaltsdauern sinken, Bettenanzahl und Steuern steigen, dazu der Mitarbeitermangel: Österreichs Hoteliers brauchen gute Nerven. "Die Branche gerät von allen Seiten unter Druck", erklärt Thomas Reisenzahn, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Wer dem auf Dauer standhalten will, muss professionell agieren. Strukturelle Fragen und daily business sind dabei gleich wichtig. "Beim ÖHV-Hotelierkongress von 16. bis 18. Jänner in Schladming besprechen wir daher mit Experten die Trends, die den Tourismus nachhaltig beeinflussen", so Reisenzahn.

Von WIFO bis Attac: Umfassende Expertise am Hotelierkongress

Das sei umso wichtiger, als weder Banken noch Spekulanten die Rechnung für die Wirtschaftskrise übernehmen werden. Zu befürchten sei vielmehr, dass wie schon nach der ersten Krise auch diesmal wieder der Tourismus zur Kasse gebeten wird. "Die ÖHV engagiert sich dafür, dass die Hotellerie nicht wieder zum Handkuss kommt", verweist Reisenzahn auf das Engagement der ÖHV gegen die Ortstaxenerhöhungen und die Streichung der Energieabgabenvergütung für Dienstleistungsbetriebe. "Wir analysieren mit Experten, was auf uns zukommt und wie sich Hoteliers darauf vorbereiten können." WIFO-Experte Mag. Dr. Stephan Schulmeister und Mag. Christian Felber, Sprecher der globalisierungskritischen NGO Attac Österreich, bringen ihre Einschätzungen ebenso ein wie erfolgreiche Manager international tätiger Hotelketten.

Reformern setzen statt Reformer verunglimpfen

Im Austragungsland des ÖHV-Hotelierkongresses werden Bezirkshauptmannschaften, Gemeinden und politische Gremien reduziert und zusammengelegt. Überfällige Hausaufgaben, in der Destinationsbildung längst erledigt, werden ohne Scheu vor unpopulären Maßnahmen gemacht. Umso fragwürdiger scheint die Reaktion der Bundespolitik auf Politiker, die sich als unbequem entpuppen:
Querdenker als "Wutpensionisten" und "Muppets" zu verunglimpfen ist entlarvend. DI Herbert Paierl, Präsident des management club, und Landeshauptmann-Stv. Hermann Schützenhöfer diskutieren beim ÖHV-Hotelierkongress notwendige Reformen und verzichtbare Attribute.

Trends setzen anstatt sich ihnen zu widersetzen

Beim ÖHV-Hotelierkongress - mit seinen 600 Gästen, darunter 400 Top-Hoteliers und Touristiker, 25 ausgesuchte Referenten und Vertreter der heimischen Spitzenpolitik, Jahr für Jahr der Top-Branchenevent - ist der Blick über den Tellerrand Programm. "Der Tourismus kann und darf sich großen Trends nicht entziehen! Viele Entwicklungen hat diese Branche ja allen anderen vorweggenommen, so etwa den Online-Vertrieb. Noch heute hat der Tourismus diesen Vorsprung nicht eingebüßt und ist beim Umsatz die Nummer 1 in der Realwirtschaft", erklärt Reisenzahn und warnt davor, sich Veränderungen zu verschließen: "Wer den Strukturwandel verschläft, ist bald nur mehr eine Fußnote in der Statistik - zu verbuchen als selbstloser Beitrag zur volkswirtschaftlich überaus wertvollen Marktbereinigung." Der Region Schladming bringt der ÖHV-Hoterlierkongress 1.500 Nächtigungen und 400.000 Euro Umsatz.

Nähere Informationen finden Sie unter www.oehv.at/kongress/2012

Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. 1.200 Mitgliedsbetriebe nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten - das entspricht zwei Drittel der Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als 40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen Gesamtumsatz von rund 3 Mrd. Euro. Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2010 über direkte und indirekte Wertschöpfung 15,1 % des BIP und jeden 5. Vollarbeitsplatz.

Weitere Pressemeldungen und Bildmaterial finden Sie unter www.oehv.at/presse

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