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TPT0006 | 18.11.2011 | 10:22 | Channel: Tourismuswirtschaft

Aussender: ÖHV - Österreichische Hoteliervereinigung


Stichworte: Dienstleistungen / Hotelgewerbe / Studie / Tourismus / Wirtschaft

ÖHV-Studie zeigt: Internationalisierung ist im Tourismus der Schlüssel zum Erfolg

Tourismusgipfel Hohe Mut: Sonderauswertung zur Destinationsstudie

   Wien (TP/OTS/ÖHV) - Eine Sonderauswertung der
ÖHV-Destinationsstudie 2011 weist nach, wie eng
Internationalisierungsgrad und Erfolg im Tourismus zusammenhängen.
ÖHV-Präsident Schellhorn warnt davor, im Zuge der Einsparungen wieder
den Tourismus zur Kasse zu bitten: Das wäre ein Schuss ins eigene
Knie.

   "Ein Weltmarktführer darf seinen Horizont nicht künstlich
einschränken", appelliert Sepp Schellhorn, Präsident der
Österreichischen Hoteliervereinigung, an die Tourismuspolitik in
Bund, Ländern und Destinationen. Exklusiv beim Tourismusgipfel auf
der Hohen Mut im Ötztal präsentiert, weist eine Sonderauswertung der
ÖHV-Destinationsstudie ganz klar Internationalisierung als Schlüssel
zum Erfolg aus: "Egal, ob Nächtigungen, Logis-Umsätze oder die Zahl
der Mitarbeiter im Tourismus: Die internationaleren Destinationen
führen klar." Vor Einsparungen in der Tourismuswerbung warnt
Schellhorn im Hinblick auf die Krisenszenarien: Für die
Nahmarktkampagne vor dem Ausbruch der Krise wurde der Etat
aufgestockt. "Und das war richtig. Der Tourismus kann das Minus im
Sachgüterexport auffangen, und das kostet viel weniger als die
Kurzarbeit. Dazu brauchen wir aber mehr Mittel statt
Mehrbelastungen."

Logis, Nächtigungen, Mitarbeiter steigen mit
Internationalisierungsgrad

   Wie die Sonderauswertung der Destinationsstudie zeigt, punktet
Zell am See/Kaprun im Österreich-Vergleich mit besonders vielen
wichtigen Herkunftsmärkten: Während in durschnittlichen Destinationen
3/4 der Nächtigungen von Gästen aus drei Ländern abhängen, verteilen
sie sich in Zell am See/Kaprun auf sieben Märkte, im Gasteinertal, im
Ötztal, im Paznaun und in Arlberg auf je fünf. "Was auf den ersten
Blick nach viel Aufwand aussieht, entpuppt sich bei genauerem
Hinsehen als sehr profitabel", so Schellhorn. So verzeichnet das
Ötztal mit 3,4 Mio. 142% mehr Nächtigungen als der
Österreich-Schnitt, es folgen die Destination Arlberg mit 82% und das
Gasteinertal mit 75% über dem Durchschnitt. Bei den Logis-Umsätzen
liegt Arlberg um 222% über dem Mittel, gefolgt vom Ötztal mit 150%
und Paznaun mit 121%. Bei der Zahl der Mitarbeiter führt die
Destination Arlberg das Ranking mit plus 129% gegenüber dem
Durchschnitt an vor dem Ötztal mit plus 98 % und Paznaun mit  plus
65%.

   Ein guter Gästemix ist besser fürs Geschäft: Eine Sonderauswertung
der ÖHV-Destinationsstudie zeigt, wie Gästemix und wirtschaftlicher
Erfolg zusammenhängen. Die Grafik können Sie hier downloaden:
http://www.tourismuspresse.at/redirect/destinationsstudie_grafik

Expertenbeirat: Plus von 3% bei Tourismusexporten möglich

   Volkswirtschaftlich gesehen sollte auf mehr Internationalisierung
gesetzt werden: "Ohne Tourismusexporte wäre die Leistungsbilanz Jahr
für Jahr in den roten Zahlen. Die hohe Auslastung in der
Top-Hotellerie trägt ganze Regionen. Vom Bäcker bis zum Baumeister
hängen viele Branchen am Tourismus", regt Schellhorn an, den
Tourismus nach seiner Wertschöpfung zu beurteilen: "Hier lassen wir
zu viel Potential liegen." Die World Tourism Organization der
Vereinten Nationen prognostiziert eine Steigerung um 2,5% p.a. bei
den internationalen Ankünften bis 2030. "Österreich lag in den
vergangenen zehn Jahren mit plus 2,04% deutlich darunter", so
Schellhorn. Der Expertenbeirat zur Tourismusstrategie beziffert das
mögliche Wachstum der österreichischen Tourismusexporte mit 2 bis 3%.
Eine Steigerung ist also durchaus möglich, auf dem Weg dorthin sieht
Schellhorn von abgestimmter und ausreichend dotierter
Tourismuswerbung bis hin zu den Einreisebestimmungen "einige
Hindernisse, die man mit etwas gutem Willen rasch beseitigen könnte."
Stattdessen verliert das ÖW-Budget nach wie vor Jahr für Jahr an Wert
und ist seit 2000 real um mehr als 20% gesunken. "Diesen Verlust
auszugleichen ist keine Forderung, sondern eine Notwendigkeit."

   Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige
Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die
Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. 1.200
Mitgliedsbetriebe nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und
Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und
Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten - das entspricht zwei Drittel der
Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als
40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen
Gesamtumsatz von rund 3 Mrd. Euro. Die Tourismus- und
Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2010
über direkte und indirekte Wertschöpfung 15,1 % des BIP und jeden 5.
Vollarbeitsplatz.

   Sepp Schellhorns Präsentation beim Tourismusgipfel Hohe Mut
"Tourismus.Welt.Wirtschaft" können Sie als pdf hier downloaden:
http://www.tourismuspresse.at/redirect/praesentation_schellhorn

Weitere Pressemeldungen und Bildmaterial finden Sie unter
www.oehv.at/presse

Rückfragehinweis:
   Sepp Schellhorn, ÖHV-Präsident
   Hotel "Der Seehof", Goldegg
   Tel.: 06415/8137

   E-Mail: presse@oehv.at

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