Mitterlehner: Neues ERP-Kreditprogramm unterstützt Strukturwandel und macht Unternehmen krisenfester
2012 steht Unternehmen ein deutlich erhöhtes Volumen an zinsgünstigen ERP-Krediten zur Verfügung - Unterstützung gegen eventuelle Kreditverknappung, Fokus auf Innovationen
Wien (TP/OTS) - Auf Antrag von Wirtschaftsminister Reinhold
Mitterlehner hat der Ministerrat am Dienstag das ERP-Jahresprogramm
2012 beschlossen. "Unter dem neuen Motto 'Unternehmen im Umbau:
Neuausrichtung stärken und unterstützen' stellen wir 2012 ein um 35
Millionen Euro erhöhtes ERP-Kreditvolumen von 560 Millionen Euro zur
Verfügung", betont Mitterlehner. "Angesichts der Schuldenkrise, der
erhöhten Eigenkapitalerfordernisse der Banken und der kommenden
Basel-III-Richtlinien gewinnen zinsgünstige ERP-Kredite an Bedeutung.
Damit verringern wir das Risiko einer Kreditverknappung und
unterstützen gleichzeitig innovative Ausrüstungsinvestitionen und die
Entwicklung neuer Produkte für neue Märkte", so Mitterlehner. "Der
Fokus auf den Strukturwandel hat sich schon in der Finanzkrise 2009
bewährt und unsere Wirtschaft krisenresistenter gemacht."
Die ERP-Finanzierungen zeichnen sich durch tilgungsfreie Zeiten
von zwei Jahren und niedrige Fixzinssätze aus. Abhängig von der
Bonität und den Sicherheiten des Unternehmens liegt der Zinsvorteil
bei rund zehn Prozent der Kreditsumme. Allein 2011 wurden mit einem
ERP-Kreditvolumen von 525 Millionen Euro 960 Projekte unterstützt,
womit Investitionen von rund einer Milliarde Euro ermöglicht wurden.
Das entspricht einem Investitionsanstieg von neun Prozent gegenüber
2010. In diesem Zusammenhang ist festzuhalten, dass das vergebene
ERP-Kreditvolumen nicht das Budget belastet, weil ERP-Kredite aus den
Rückflüssen eines Sondertopfes vergeben werden, der Österreich von
den USA im Rahmen des Marshall-Planes zur Verfügung gestellt wurde.
Zudem muss das jeweilige Unternehmen stets eine Bankgarantie bereit
stellen.
ERP-Kreditvolumen für Tourismusprojekte deutlich aufgestockt
Die für Tourismusprojekte verfügbaren ERP-Kreditmittel werden 2012
von 33 auf 50 Millionen Euro aufgestockt, was einem Plus von über 50
Prozent entspricht. "Wir starten damit eine Qualitätsoffensive, um
die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Tourismus- und
Freizeitwirtschaft zu unterstützen, ihre Innovationsbereitschaft zu
stärken und die Konjunkturabhängigkeit zu verringern", so
Mitterlehner. Die ERP-Kredite stehen schwerpunktmäßig für den Ausbau
der touristischen Infrastruktur sowie für Anlagen, die auf Aktiv- und
Erlebnisurlaube ausgerichtet sind, zur Verfügung. Auch dem Trend der
Gäste zu gesundheitsbewussterem Leben wird verstärkt Rechnung
getragen. "Damit schaffen wir neue Wachstumschancen und unterstützen
im Sinne unserer Tourismusstrategie die Saisonverlängerung",
erläutert Mitterlehner.
Fortgeführt wird 2012 das ERP-Kleinkreditprogramm, das im Rahmen
des Jahresprogramms mit 50 Millionen Euro dotiert ist. Die Bandbreite
des Kreditvolumens reicht von 10.000 bis 100.000 Euro. "Davon
profitieren gerade kleine Unternehmen und Ein-Personen-Unternehmen.
Sie können mit zinsgünstigen ERP-Kleinkrediten ihren Betrieb
modernisieren oder erweitern und neue Produkte und Verfahren
entwickeln", so Mitterlehner. Die Anzahl der vergebenen
ERP-Kleinkredite ist von 551 im Einführungsjahr 2009 auf 700 im Jahr
2011 gewachsen, was einem Plus von 27 Prozent entspricht.
Zusätzlich zur Kreditvergabe in den Sektoren Industrie/Gewerbe,
Tourismus, Land- und Forstwirtschaft und Verkehr fließen ERP-Mittel
auch in österreichische Projekte der Entwicklungszusammenarbeit sowie
in die Dotation der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und
Entwicklung, die Zuschüsse für Forschungsinitiativen vergibt und
wichtige Technologieprojekte unterstützt. Derzeit ist der ERP-Fonds
mit insgesamt rund 2,8 Milliarden Euro dotiert.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend
Pressesprecher des Bundesministers:
Mag. Waltraud Kaserer
Tel.: +43 (01) 71100-5108 / Mobil: +43 664 813 18 34
waltraud.kaserer@bmwfj.gv.at
www.bmwfj.gv.at
Mag. Volker Hollenstein
Tel.: +43 (01) 71100-5193 / Mobil: +43 664 501 31 58
volker.hollenstein@bmwfj.gv.at
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201201 Dez 11
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