Hotellerie reduziert Investitionen: Branchensprecher fordern Investitionsanreize statt weiterer Belastungen
ÖHV kritisiert Aktionismus auf Kosten der AK-Pflichtmitglieder
Wien (TP/OTS) - Laut ÖHV-Umfrage reduzieren Top-Hotels infolge der
Krise ihre Investitionen. Anstatt sie, wie von der AK geplant, weiter
unter Druck zu setzen, wären Maßnahmen für mehr Liquidität nötig wie
die beschlossene Erhöhung der ERP-Kredite.
"Diese Pläne haben das Zeug, Betriebe zu zerstören. Das kann nicht
das Ziel der AK sein", erklären Peter Peer und Sepp Schellhorn, die
Präsidenten der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) zu den
Forderungen der Arbeiterkammer. "Ticketabgabe, Streichung der
Energieabgabenvergütung, Lohnnebenkosten in Rekordhöhe und
Ortstaxenerhöhungen sind mehr als genug", hält Schellhorn fest.
Erhöhung von KöSt und Grundsteuer, Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer
und Umwidmungssteuer treffen Betriebe, von denen ganze Regionen
leben: "Die Margen sind schmal, weder große noch kleine Unternehmen
vertragen weitere Belastungen", warnt Peer.
Gebremste Investitionslust: schlechter Zeitpunkt für Mehrbelastungen
Laut aktueller ÖHV-Umfrage streichen 27 % der Top-Betriebe
vorgesehene Investitionen: "Dabei waren zum Zeitpunkt der Umfrage die
Belastungspläne noch gar nicht bekannt. Diese würden noch einmal
Investitionen und damit Arbeitsplätze kosten", so Schellhorn. Neben
der unsicheren Wirtschaftslage schlägt sich der Zugang zur
Finanzierung auf die Ausgaben nieder: 43 % der Befragten gaben an,
schwerer an Mittel zu kommen. "Die Ausweitung der ERP-Kredite kommt
zum richtigen Zeitpunkt", verweist Peer auf Tourismusminister
Mitterlehners Antrag, der im Ministerrat angenommen wurde.
Kurzsichtige Forderungen
Die ÖHV weist nicht nur einzelne Maßnahmen zurück, sondern das
Gesamtkonzept: "Hier will eine Seite auf Kosten der anderen so
weitermachen wie bisher: die Fortsetzung der Schuldenpolitik. Wenn
das wieder durchgeht, blüht uns nach der nächsten Wahl 'the same
procedure as every year': zuerst Wahlzuckerl, dann ein
Belastungspaket", so Peer.
Wahlkampf auf Kosten der Pflichtmitglieder?
Dass der AK-Aktionismus exakt in die Vorwahl-Kampagne der SPÖ
passt, ist offensichtlich kein Zufall. Dieser unverfrorene Beitrag zu
einem parteipolitischen Manöver auf Kosten der Pflichtmitglieder sei
zu hinterfragen: "Es drängt sich die Frage auf, ob diese Art von
Parteienunterstützung zulässig ist. Ich befürchte, hier werden ganz
bewusst Grenzen verschoben", erklärt Schellhorn.
Grafiken zur Aussendung können Sie hier downloaden:
http://www.tourismuspresse.at/redirect/oehv49
Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige
Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die
Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. 1.200
Mitgliedsbetriebe nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und
Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und
Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten - das entspricht zwei Drittel der
Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als
40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen
Gesamtumsatz von rund 3 Mrd. Euro. Die Tourismus- und
Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2010
über direkte und indirekte Wertschöpfung 15,1 % des BIP und jeden 5.
Vollarbeitsplatz.
Weitere Pressemeldungen und Bildmaterial finden Sie unter
http://www.oehv.at/presse
Rückfragehinweis:
Peter Peer, ÖHV-Präsident
ImpulsHotel - Hotelentwicklung und Beratung
Tel.: +43 (0)1 889 80 25
Sepp Schellhorn, ÖHV-Präsident
Hotel "Der Seehof", Goldegg
Tel.: +43 (0)6415 8137
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TPT0004 2011-12-21/11:51
211151 Dez 11
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