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Ist Skifahren Schnee von gestern?

Neue Broschüre der Naturfreunde zeigt Folgen des Klimawandels auf den Wintersport plus mögliche Alternativen

Wien (TP/OTS) - Die weltweite Klimaerwärmung setzt gerade den alpinen Regionen besonders zu: Im vergangenen Jahrhundert ist die Temperatur in Österreich im Jahresmittel um 1,8GradC gestiegen. Eine weitere Temperaturzunahme um 1Grad bis 2GradC würde die Wintersaison in den Alpen um 20 bis 40 Schneetage verkürzen. Schon heute verursacht der Schneemangel massive wirtschaftliche Schwierigkeiten. Die Naturfreunde Österreich und die Naturfreunde Internationale veranschaulichen mit der neuen Broschüre "Alpiner Wintertourismus und Klimawandel" die Folgen des Klimawandels sowie die Reaktionen der Tourismusbranche und liefern zudem Vorschläge für nachhaltige Alternativen.

Den Naturfreunden als größter Schneesportveranstalter Österreichs ist es ein großes Anliegen, dass die alpinen Landschaften durch den Wintertourismus nicht noch mehr zerstört werden. So setzen sie sich für eine ressourcenschonende Nutzung von Boden und Wasser sowie den Schutz der Tier- und Pflanzenwelt ein. In den letzten Jahren wurde massiv in die Installation von Beschneiungsanlagen investiert. Schneekanonen sind aus dem Pistenalltag kaum mehr wegzudenken. Doch diese verbrauchen sehr viel Energie und Wasser und belasten die Umwelt. Dazu kommt, dass die Gletscher rasant abschmelzen. Klimaexperten gehen von einem Anstieg der Schneegrenze in den nächsten zwanzig Jahren um 200 bis 250 m aus. Dr. Christian Baumgartner, Tourismusexperte und Generalsekretär der Naturfreunde Internationale, sieht die Situation als globales Problem. "Denn nicht nur in den Alpen verkürzt sich die Skisaison, sondern auch in US-amerikanischen Skigebieten. Wintersportorte müssen dringend neue schneeungebundene Angebote entwickeln, die einen Ersatz für den langsam wegschmelzenden Skitourismus darstellen. Doch die gibt es bisher kaum."

In Österreich werden vom Klimawandel vor allem tiefer gelegene Skigebiete in Niederösterreich, aber auch Salzburg und Kärnten betroffen sein. "Manche Regionen werden den Skitourismus ganz aufgeben und andere Konzepte für die Wintersaison entwickeln müssen", so Dipl.-Ing. Regina Hrbek, Leiterin der Umweltabteilung bei den Naturfreunden Österreich.

Die Publikation bietet neben allgemeinen Informationen auch eine Vielzahl an Tipps und Anregungen, wie die Wintersportgäste ihren Urlaub klima- und umweltverträglich verbringen können, und einen Ausblick darauf, was aus Sicht der Naturfreunde von Seiten der Tourismusbranche und von Seiten der Politik für die Entwicklung eines nachhaltigen Wintertourismus zu tun wäre.

Die kostenlose Broschüre "Alpiner Wintertourismus und Klimawandel" kann bei den Naturfreunden Österreich unter http://www.naturfreunde.at bestellt werden.

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