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TPT0008 | 06.03.2012 | 11:57 | Channel: Tourismuswirtschaft

Aussender: ÖHV - Österreichische Hoteliervereinigung


Stichworte: Arbeitsmarkt / Hotelgewerbe / Politik / Tourismus / Wirtschaft

Lobbyingerfolg: Ministerialentwurf vor Inkrafttreten entschärft

Utl.: Auflösungsabgabe: Keine Strafe für befristete Arbeitsverhältnisse bis 6 Monate

   Wien (TP/OTS) - Der stark kritisierte Entwurf zum
Arbeitsmarktpolitik-Finanzierungsgesetz konnte entschärft werden,
befristete Dienstverhältnisse bis zu 6 Monaten werden nicht mit 110
Euro Auflösungsabgabe bestraft. Der Erfolg für Saisonbetriebe fußt
auf der guten Zusammenarbeit der Tourismusorganisationen.

   "Ein Gesetz, das die Lohnnebenkosten erhöht, lehne ich ab",
erklärt Sepp Schellhorn, Präsident der Österreichischen
Hoteliervereinigung (ÖHV). Die Auflösungsabgabe bleibe auch in der
geänderten Fassung - sie wurde heute im Ministerrat beschlossen -
"ein schlecht getarntes Inkasso-Tool." Gegenüber dem
Begutachtungsentwurf weist die Regierungsvorlage wesentliche
Verbesserungen auf: Befristete Dienstverhältnisse bis zu 6 Monate
Dauer wurden ebenso von Pönalzahlungen ausgenommen wie Auflösungen in
der Probezeit und Pflichtpraktika. "Das ist das Ergebnis der guten
Zusammenarbeit von Tourismusorganisationen und Tourismuspolitik. Das
Arbeitsministerium hat gut daran getan, auf unsere berechtigte Kritik
zu hören. Vielleicht werden die Praktiker bei den nächsten
Gesetzesentwürfen etwas früher eingebunden", empfiehlt Schellhorn.

ÖHV: Arbeitgeber nicht bestrafen!

   Allen Verbesserungen zum Trotz kritisiert Schellhorn, dass der
vorliegende Entwurf die Saisonverlängerung im Tourismus zum Teil
immer noch erschwert: "Wir wollen unsere Mitarbeiter länger
beschäftigen. Die Regierung setzt hier bei 6 Monaten eine Grenze. Das
ist sicher nicht hilfreich", erklärt Schellhorn. Dass die
Regierungsvorlage dem Budgetausschuss, nicht aber dem
Tourismusausschuss zur Bewertung vorgelegt werde, sei "ein Fehler.
Der tourismuswirtschaftliche Aspekt und die Auswirkungen auf den
Arbeitsmarkt werden ausgeblendet. Das halte ich für äußerst
fragwürdig."

   Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige
Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die
Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. Mehr als 1.200
Mitgliedsbetriebe nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und
Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und
Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten - das entspricht zwei Drittel der
Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als
40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen
Gesamtumsatz von rund 3 Mrd. Euro. Die Tourismus- und
Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2010
über direkte und indirekte Wertschöpfung 15,1 % des BIP und jeden 5.
Vollarbeitsplatz.

Rückfragehinweis:
   Thomas Reisenzahn
   Generalsekretär
   Tel.: +43 (0)1 533 09 52
   Fax: +43 (0)1 533 70 71
   presse@oehv.at
   http://www.oehv.at

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TPT0008    2012-03-06/11:57

061157 Mär 12

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