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Parlament diskutiert Online-Reisebuchung: Österreich hat Handlungsbedarf

Wien (TP/OTS) - Österreichs Hotels sind unbestritten innovativ und bieten Topqualität, aber die steigenden Kosten für unverzichtbare Online-Tools gehen an die Substanz. Der Tourismusausschuss im Nationalrat hat den Handlungsbedarf erkannt.

Im Vorjahr kamen 34,6 Mio. Gäste nach Österreich, knapp 80 % recherchierten online, wohin die Reise gehen soll. Wer dabei auf die Website einer Tourismusorganisation kam, fand dort aktuelle Angebote und die besten Unterkünfte. Auch buchen kann der Gast - auf die Art, die den Hotelier am teuersten kommt: "Da stellen sich Buchungsplattformen zwischen Hotelier und Gast und verlangen von den Hotels für jeden Gast, der vorbei will, Wegzoll. Wir brauchen dringend einen deutlich ausgeschilderten Highway, der den Gast direkt zum Hotel führt. Destinationen, Landestourismusorganisationen und Österreich Werbung sollen von ihren Plattformen aus Direktbuchungen forcieren", erklären Peter Peer und Sepp Schellhorn, die Präsidenten der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Im Vorjahr zahlten die 4- und 5-Sterne-Hotels 40 Mio. Euro an ausländische Buchungsplattformen. Durch Preissteigerungen um 25 % zu Jahresbeginn und Knebelverträge schnellten die Kosten weiter in die Höhe.

Österreich muss auch bei Buchungen Weltmeister sein!

Auf das Engagement der ÖHV hin hat der Tourismusausschuss im Parlament die Debatte aufgegriffen: In einem gemeinsamen Entschließungsantrag fordern alle fünf Parteien den Tourismusminister auf, die Entwicklungen auf dem Online-Markt "genau zu beobachten und allenfalls erforderliche Maßnahmen zu setzen, um faire Wettbewerbsbedingungen sicherzustellen". Dem Wirtschaftsministerium liegt ein Konzept von Univ.Prof. Dr. Hannes Werthner vor, dem Gründer verschiedener Reiseplattformen und der weltweit einzigen jährlich stattfindenden e-Tourismuskonferenz ENTER: Es müssen Alternativen zur derzeitigen Situation evaluiert werden. Die Ergebnisse stünden allen Involvierten - Betrieben, Destinationen, Landestourismusorganisationen und Österreich Werbung - zur Verfügung. Daraus sollte die für alle Seiten bestmögliche e-Tourismus-Strategie resultieren. "Österreich ist Tourismusweltmeister. Diese Kompetenz müssen wir auch bei der Online-Buchung ausspielen: Dann macht uns keiner mehr etwas vor!" Für Österreich-Urlauber haben Peer und Schellhorn einen Rat parat: direkt beim Hotel buchen - davon profitieren alle!

Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. Mehr als 1.200 Mitgliedsbetriebe nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten - das entspricht zwei Drittel der Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als 40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen Gesamtumsatz von rund 3 Mrd. Euro. Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2010 über direkte und indirekte Wertschöpfung 15,1 % des BIP und jeden 5. Vollarbeitsplatz.

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