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TPT0002 | 10.04.2012 | 09:38 | Channel: Tourismuswirtschaft

Aussender: Österreichischer Reisebüroverband


Stichworte: Luftfahrt / Recht / Tourismus / Verkehr / Versicherungen / Wirtschaft

Reisebüroverband schlägt Alarm wegen kriselnder Fluggesellschaften

   Wien (TP/OTS) - Die spektakulären Konkurse von acht
Fluggesellschaften, darunter auch bekannte Airlines wie Spanair und
Malév (speziell in den Heimmärkten), verlangen nach dringenden
Maßnahmen, um die Reisenden besser zu schützen. Der Österreichische
Reisebüroverband fordert bei der IATA (International Air Transport
Association) Sofortmaßnahmen für kriselnde Fluggesellschaften.

   Nach Ansicht des Österreichischen Reisebüroverbandes (ÖRV) ist die
Einführung einer Kundengeldabsicherung für Airlines unabdingbar, weil
gemäß Flugexperten in naher Zukunft mit weiteren Konkursen zu rechnen
ist. Einen entsprechenden Vorstoß hat der europäische Dachverband
ECTAA bei der EU zwar lanciert, aber viele Airlines wehren sich gegen
eine Versicherungslösung. Ihre Vereinigung IATA (International Air
Transport Association) hat sich trotz der Häufung von Konkursen
bisher passiv verhalten.

   Der ÖRV stört sich an der Ungleichbehandlung im touristischen
Wettbewerb. Während Veranstalter und Reisebüros per Gesetz dazu
verpflichtet sind Pauschalreisen mittels einer Versicherung für den
Fall einer Insolvenz abzusichern, gibt es für die Fluggesellschaften
keine solchen Regelungen. Die Folge davon: Bei Zahlungsunfähigkeit
einer Airline überlässt es die IATA dem Kunden oder dem Reisebüro,
seine Forderung beim jeweiligen Insolvenzverwalter im Herkunftsland
geltend zu machen. "Bei der ungarischen Airline Malév müssen die
Rückforderungen beispielsweise in Budapest gegen Vorauszahlung einer
Gebühr eingereicht werden - mit nahezu null Aussicht auf
Rückerstattung der Ticketpreise", sagt Norbert Draskovits, Präsident
ÖRV.  

   Da die EU-Kommission noch nicht erkennen lässt, in welche Richtung
sie die Konsumenten besser stellen will, fordert der ÖRV die IATA als
Sofortmaßnahme für kriselnde Fluggesellschaften auf, dass die vom
Passagier über das Reisebüro geleisteten Zahlungen auf einem
Sperrkonto zurückbehalten werden. "Das Geld soll erst dann überwiesen
werden, wenn der Kunde die Leistung in Anspruch genommen hat und
geflogen ist", erklärt Draskovits.

   Diese Forderung wird von den beiden Verbänden der Nachbarländer
Deutschland und Schweiz unterstützt.

http://www.oerv.at

Rückfragehinweis:
   Dr. Walter Säckl
   Tel.: +43 (0)1 587 36 66-24

   Mag. Norbert Draskovits
   Tel.: +43 (0)50 884-72980

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TPT0002    2012-04-10/09:38

100938 Apr 12

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