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Positive Signale für österreichische Reisebüros

Wien (TP/OTS) - Am 19./20. April ist der diesjährige Frühjahrskongress des Österreichischen Reisebüro Verbands (ÖRV) in Wien unter dem neuen Präsidenten Dr. Josef Peterleithner über die Bühne gegangen.

Über 130 Touristikexperten erschienen, um die Vorträge und Podiumsdiskussionen rund um die aktuellen Themen der Reisebranche mitzuverfolgen. Unter dem Motto "Jenseits vom Mittelmaß" wurde über Stand und Zukunft der Reisebüros in Hinblick auf schnell ändernde Kundenbedürfnisse, wachsende Internetdienste und die wirtschaftliche Entwicklung diskutiert.

Der ÖRV lud zum 52. Frühjahrskongress in das Schloss Schönbrunn in Wien. Das allumfassende Thema des Treffens war die Positionierung der österreichischen Reisebüros. Aufgrund der fortschreitenden Nutzung des Internets kann der Kunde auf eine Vielzahl an Angeboten zugreifen, was die Anforderungen an die Reisebüros komplett verändert. Um im heutigen Markt Erfolg zu haben, ist es notwendig, Aufmerksamkeit zu generieren. Differenzierung, emotionales Marketing und eine kreative Konzeption von Angeboten ist essenziell, will man den Kunden ansprechen. "Reiseträume entstehen im Kopf - nicht im Reisebüro. Um etwas verkaufen zu können, müssen Reiseberater Regeln brechen und lernen, mit Menschen auf Augenhöhe umzugehen", bringt es Remo Masala, Leitung Branding und Marketing der Kuoni-Gruppe, auf den Punkt. "Wichtig ist, das Internet als Infrastruktur des 21. Jahrhunderts zu sehen und nicht als Gefahr für Reisebüros."

Mit der Online-Entwicklung geht der Strukturwandel in der Reiseindustrie einher. So prophezeit Ralf Horter, Chef TUI Leisure Travel, ein weiteres rasantes Wachstum des Online-Marktes und damit eine moderate Verkleinerung der Reisebüroanzahl pro Jahr bei gleichbleibendem Gesamtumsatz. "Reisebüros müssen sich spezialisieren und individualisieren. Sie müssen den Online-Markt nutzen und eine Online/Offline-Verknüpfung anstreben. Expertenwissen kann nur verbreiten, wer ins Netzt geht." Diese Meinung vertreten auch die Reisetechnologie-Dienstleister. Wilfried Kropp, Managing Director Amadeus, will in Zukunft vermehrt auf Social Media setzen. Rudolf Mertl, Geschäftsführer Travi Austria, rät den Reisebüros ihre Stärken zu nutzen und Mehrwerte zu bieten - vor allem im Bereich der Kundensicherheit.

Wie sehr ist die Reisebranche vom volkswirtschaftlichen Umfeld geprägt? Dir. Dr. Zöllner (OENB) beleuchtete den Wandel vor dem Hintergrund der aktuellen Wirtschaftssituation Er zeichnet ein optimistisches Bild für die heimische Touristikindustrie und appelliert an die Reisebüros, sich nicht von der negativen Stimmung im Bankwesen anstecken zu lassen - die Lage in den Unternehmen sei um ein Vielfaches besser. Ein positives Zeichen für die Touristik sei zudem der Privatkonsum, der ein stabiler Faktor des Wachstums in Österreich und somit ein wichtiger Indikator für die Reiseausgaben ist. Ein großes Potenzial im Incoming-Segment sieht Zöllner in der Schweiz und in Japan auf Grund der Wechselkursentwicklung beim Schweizer Franken bzw. Yen.

In einer Schlussdebatte wurde darüber diskutiert, wie das Reisebüro sich auf gewerblicher Seite dem Konsumentenschutz anzupassen hat, was für ein Anforderungsprofil die Mitarbeiter der Zukunft vorweisen müssen und ob der jetzige Ausbildungsbereich bereits die Problemstellungen von morgen im Auge hat. Dabei wurden, anhand von Prognosen absehbarer Entwicklungen der nahen Zukunft, Stellenwert und Leistung des Reisebüros in der Erwartung des Kunden kritisch betrachtet. Ein einheitlicher Lösungsansatz wurde nicht gefunden, vielmehr zeigt sich, dass die Unternehmen unterschiedliche Herangehensweisen ausprobieren, um die Strukturveränderungen zu meistern.

ÖRV - Österreichischer Reisebüroverband

Der ÖRV, gegründet 1961, ist die unabhängige und neutrale Interessensvertretung der bedeutenden österreichischen Reisebüros und Reiseveranstalter. Mitglieder sind 417 Reisebüro-Filialen und 76 Institutionen und Unternehmen aus allen Bereichen des Tourismus. Sie präsentieren mehr als 80% des gesamten Touristikumsatzes Österreichs (dzt. 3,9 Mrd. Euro). Der ÖRV ist die Plattform für den gemeinsamen Gedankenaustausch der Mitglieder und für die Erarbeitung zukunftsorientierter Branchenlösungen.

Er versorgt seine Verbandsmitglieder mit den notwendigen Informationen, stellt Fach- und Rechtsberatung zur Verfügung und organisiert in Kooperationen Schulungen. Als unabhängiger Verband pflegt der ÖRV direkte Kontakte zu den zuständigen politischen Stellen, sowie zu allen Leistungsträgern im Tourismusbereich. Er engagiert sich auf dem Gebiet des nachhaltigen Tourismus. Der ÖRV ist Ansprechpartner für internationale Verbände sowie die Europagremien in Brüssel und macht der Öffentlichkeit und dem politischen Umfeld die Bedeutung der Reiseindustrie als Wirtschaftsfaktor bewusst. www.oerv.at

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