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Hotel- und Gastgewerbe: Keine Bewegung bei neuerlichen KV-Verhandlungen

Gewerkschaften vida und GPA lehnen weiteres Arbeitgeberangebot ab - WKÖ-Verhandlungsführer: "Überzogene Forderung gefährdet Arbeitsplätze"

Wien (TP/OTS/OTS/PWK271) - Das im Rahmen der Kollektivvertragsverhandlungen für das Hotel- und Gastgewerbe unterbreitete Angebot der Verhandlungsleiter der Arbeitgeberseite, Helmut Hinterleitner und Klaus Ennemoser, den Mindestlohn im Hotel-und Gastgewerbe innerhalb von zwei Jahren auf 1.300 Euro anzuheben, wurde seitens der Gewerkschaft abgelehnt. Die Arbeitnehmervertretung hält an ihrer Forderung nach Anhebung des Mindestlohnes um über 20 Prozent grundsätzlich fest - lediglich beim Zeitrahmen zeigt man sich gesprächsbereit. Für WKÖ-Gastronomiesprecher Hinterleitner völlig unverständlich: "Bei betrieblichen Lohnkostenanteilen von bis zu 45 Prozent gefährdet diese überzogene Forderung Betriebe und Arbeitsplätze."

Bedauerlich für die Wirtschaftskammer-Vertreter sei auch der unsachliche Stil des Verhandlungspartners in den bisherigen drei Verhandlungs-Runden sowie die Tatsache, dass nicht von polemischen Unterstellungen, die die gesamte Branche in Misskredit bringe, abgewichen worden sei. Dies lasse jegliche Wertschätzung für die auch international anerkannten Leistungen der Betriebe in der Tourismusbranche vermissen. Das Hotel- und Gastgewerbe zeichne sich durch vielfältige Karrieremöglichkeiten und Beschäftigungsmodelle aus und biete den Mitarbeitern neben einer leistungsgerechten Bezahlung, Abwechslung und ein attraktives Arbeitsumfeld. Keinesfalls eine Selbstverständlichkeit, denn der raue internationale Wettbewerb macht sich im Hotel- und Gastgewerbe vor allem in Form eines jahrelangen Preisverfalls bemerkbar. Darüber können auch grundsätzlich positive Umsatz- und Nächtigungszahlen nicht hinwegtäuschen. Dennoch sind sich die Arbeitgeber ihrer Verantwortung bewusst und tragen diesem Gedanken mit dem Angebot einer Mindestlohnanhebung Rechnung. Für Hinterleitner und Ennemoser muss dies aber mit Augenmaß passieren und darf keinesfalls mit Jobvernichtung und Arbeitskräftefreisetzung Hand in Hand gehen. "Das ständige Schlechtreden der Branche seitens der Gewerkschaften demotiviert Unternehmer wie Mitarbeiter, schädigt das Image und gefährdet sichere Arbeitsplätze", appellieren die beiden Branchensprecher neuerlich zu mehr Sachlichkeit. Die Verhandlungen werden am 24. Mai fortgesetzt. (ES)

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