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TPT0008 | 24.04.2012 | 11:56 | Channel: Kulinarik

Aussender: Wirtschaftskammer Österreich


Stichworte: Gastronomie / Hotellerie / KV-Verhandlungen / Tourismus / WKÖ

Hotel- und Gastgewerbe: Keine Bewegung bei neuerlichen KV-Verhandlungen

Utl.: Gewerkschaften vida und GPA lehnen weiteres Arbeitgeberangebot ab - WKÖ-Verhandlungsführer: "Überzogene Forderung gefährdet Arbeitsplätze"

   Wien (TP/OTS/OTS/PWK271) - Das im Rahmen der
Kollektivvertragsverhandlungen für das Hotel- und Gastgewerbe
unterbreitete Angebot der Verhandlungsleiter der Arbeitgeberseite,
Helmut Hinterleitner und Klaus Ennemoser, den Mindestlohn im Hotel-
und Gastgewerbe innerhalb von zwei Jahren auf 1.300 Euro anzuheben,
wurde seitens der Gewerkschaft abgelehnt. Die Arbeitnehmervertretung
hält an ihrer Forderung nach Anhebung des Mindestlohnes um über 20
Prozent grundsätzlich fest - lediglich beim Zeitrahmen zeigt man sich
gesprächsbereit. Für WKÖ-Gastronomiesprecher Hinterleitner völlig
unverständlich: "Bei betrieblichen Lohnkostenanteilen von bis zu 45
Prozent gefährdet diese überzogene Forderung Betriebe und
Arbeitsplätze."

   Bedauerlich  für die Wirtschaftskammer-Vertreter sei auch der
unsachliche Stil des Verhandlungspartners in den bisherigen drei
Verhandlungs-Runden sowie die Tatsache, dass nicht von polemischen
Unterstellungen, die die gesamte Branche in Misskredit bringe,
abgewichen worden sei. Dies lasse jegliche Wertschätzung für die auch
international anerkannten Leistungen der Betriebe in der
Tourismusbranche vermissen. Das Hotel- und Gastgewerbe zeichne sich
durch vielfältige Karrieremöglichkeiten und Beschäftigungsmodelle aus
und biete den Mitarbeitern neben einer leistungsgerechten Bezahlung,
Abwechslung und ein attraktives Arbeitsumfeld. Keinesfalls eine
Selbstverständlichkeit, denn der raue internationale Wettbewerb macht
sich im Hotel- und Gastgewerbe vor allem in Form eines jahrelangen
Preisverfalls bemerkbar. Darüber können auch grundsätzlich positive
Umsatz- und Nächtigungszahlen nicht hinwegtäuschen. Dennoch sind sich
die Arbeitgeber ihrer Verantwortung bewusst und tragen diesem
Gedanken mit dem Angebot einer  Mindestlohnanhebung Rechnung. Für
Hinterleitner und Ennemoser muss dies aber mit Augenmaß passieren und
darf keinesfalls mit Jobvernichtung und Arbeitskräftefreisetzung Hand
in Hand gehen. "Das ständige Schlechtreden der Branche seitens der
Gewerkschaften demotiviert Unternehmer wie Mitarbeiter, schädigt das
Image und gefährdet sichere Arbeitsplätze", appellieren die beiden
Branchensprecher neuerlich zu mehr Sachlichkeit. Die Verhandlungen
werden am 24. Mai fortgesetzt. (ES)

Rückfragehinweis:
   Fachverband Hotellerie
   Mag. Matthias Koch
   Tel.: +43-(0)5-90-900-3554
   hotels@wko.at
   W: http://www.hotelverband.at

   Fachverband Gastronomie
   Dr. Thomas Wolf
   Tel.: +43-(0)5-90-900-3560
   gastronomie@wko.at
   W: http://www.gastronomieverband.at

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