• Nachrichten-
    agentur
  • Bildagentur
  • Informations-
    management
  • Informations-
    technologie

WKÖ-Schenner zu AK-Muhm: Rechnen - "Nicht genügend"

Pauschalierung mit klaren Richtlinien bedeutet Verwaltungsvereinfachung und kein Steuergeschenk

Wien (TP/OTS/OTS/PWK272) - "Die Behauptung von Werner Muhm, die Gaststättenpauschalierung sei ein Steuergeschenk für unsere Betriebe, entbehrt jeder Grundlage", kommentiert Hans Schenner, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die gestrige Aussendung vom Direktor der Arbeiterkammer Wien, Werner Muhm und fragt sich: "Wie man bei 6.200 Betrieben, die laut VfgH-Erkenntnis 2009 die Pauschalierung in Anspruch genommen haben, auf 420 Millionen Steuergeschenk pro Jahr kommt, ist mir rätselhaft."

Die von Direktor Muhm angesprochenen 120.000 Euro Steuervorteil eines Betriebes seien nicht möglich, rechnet WKÖ-Schenner vor: "Die Bruttoumsatzgrenze beträgt 255.000 Euro pro Jahr. Tatsächlich habe die Studie Wöber, die in Erkenntnis zitiert wird, einen durchschnittlichen Gewinn über alle Betriebsarten von 4,6 Prozent der Nettoumsätze errechnet. Der Gewinn liege laut Studie daher bei etwa 10.200 Euro und bliebe nach dem Einkommenssteuergesetz (EStG) überhaupt steuerfrei." Die Aussagen von Muhm würden bedeuten, dass Betriebe gar 80 Prozent Gewinn machen würden. Tatsächlich sind es -wie in der Studie dargelegt - im Durchschnitt 4,6 Prozent pro Jahr. "Muhm verwechselt offensichtlich Brutto mit Netto, Umsatz mit Gewinn und diesen wieder mit der daraus zu entrichtenden Steuer", so Schenner.

Die Argumentation, dass von einem Fall auf die ganze Branche zu schließen ist, ist für Schenner schlichtweg falsch. Dazu kommt, dass das Finanzministerium und die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft (WKÖ), der Ansicht sind, dass die dem Verfahren zugrundeliegenden Fälle eigentlich gar nicht unter den Anwendungsbereich der Verordnung fallen würden. Es wurde lediglich in einigen wenigen Fällen die Pauschalierung angewendet, wo sie nicht berechtigt war. Vielmehr hatten die Betriebe in der Pauschalierung ganz korrekt ihre Steuern entrichtet.

"Wir stehen dem Finanzministerium jedenfalls gerne als verlässlicher Partner bei der Erarbeitung einer neuen Verordnung zur Verfügung", bekräftigt WKÖ-Schenner abschließend. (ES)

TP-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.TOURISMUSPRESSE.AT | TMP0008