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TPT0009 | 24.04.2012 | 12:22 | Channel: Tourismuswirtschaft

Aussender: Wirtschaftskammer Österreich


Stichworte: Gastgewerbe / Steuern / Tourismus / Wirtschaft / Wirtschaftskammer

WKÖ-Schenner zu AK-Muhm: Rechnen - "Nicht genügend"

Utl.: Pauschalierung mit klaren Richtlinien bedeutet Verwaltungsvereinfachung und kein Steuergeschenk

   Wien (TP/OTS/OTS/PWK272) - "Die Behauptung von Werner Muhm, die
Gaststättenpauschalierung sei ein Steuergeschenk für unsere Betriebe,
entbehrt jeder Grundlage", kommentiert Hans Schenner, Obmann der
Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der
Wirtschaftskammer Österreich  (WKÖ), die gestrige Aussendung vom
Direktor der Arbeiterkammer Wien, Werner Muhm und fragt sich: "Wie
man bei 6.200 Betrieben, die laut VfgH-Erkenntnis 2009 die
Pauschalierung in Anspruch genommen haben, auf 420 Millionen
Steuergeschenk pro Jahr kommt, ist mir rätselhaft."

   Die von Direktor Muhm angesprochenen 120.000 Euro Steuervorteil
eines Betriebes seien nicht möglich, rechnet WKÖ-Schenner vor: "Die
Bruttoumsatzgrenze beträgt 255.000 Euro pro Jahr. Tatsächlich habe
die Studie Wöber, die in Erkenntnis zitiert wird, einen
durchschnittlichen Gewinn über alle Betriebsarten von 4,6 Prozent der
Nettoumsätze errechnet. Der Gewinn liege laut Studie daher bei etwa
10.200 Euro und bliebe nach dem Einkommenssteuergesetz (EStG)
überhaupt steuerfrei." Die Aussagen von Muhm würden bedeuten, dass
Betriebe gar 80 Prozent Gewinn machen würden. Tatsächlich sind es -
wie in der Studie dargelegt - im Durchschnitt 4,6 Prozent pro Jahr.
"Muhm verwechselt offensichtlich Brutto mit Netto, Umsatz mit Gewinn
und diesen wieder mit der daraus zu entrichtenden Steuer", so
Schenner.

   Die Argumentation, dass von einem Fall auf die ganze Branche zu
schließen ist, ist für Schenner schlichtweg falsch. Dazu kommt, dass
das Finanzministerium und die Bundessparte Tourismus und
Freizeitwirtschaft (WKÖ), der Ansicht sind, dass die dem Verfahren
zugrundeliegenden Fälle eigentlich gar nicht unter den
Anwendungsbereich der Verordnung fallen würden. Es wurde lediglich in
einigen wenigen Fällen die Pauschalierung angewendet, wo sie nicht
berechtigt war. Vielmehr hatten die Betriebe in der Pauschalierung
ganz korrekt ihre Steuern entrichtet.

"Wir stehen dem Finanzministerium jedenfalls gerne als verlässlicher
Partner bei der Erarbeitung einer neuen Verordnung zur Verfügung",
bekräftigt WKÖ-Schenner abschließend. (ES)

Rückfragehinweis:
   Wirtschaftskammer Österreich, Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft
   Mag. Rainer Ribing
   Tel.: (++43) 0590 900-3567
   rainer.ribing@wko.at
   http://wko.at/bstf

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TPT0009    2012-04-24/12:22

241222 Apr 12

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