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TPT0008 | 03.05.2012 | 14:12 | Channel: Termine

Aussender: ÖHV - Österreichische Hoteliervereinigung


Stichworte: Arbeitsmarkt / Gewerkschaften / Hotelgewerbe / Tourismus / Wirtschaft

ÖHV: Schellhorn fordert Gewerkschaft auf, aktiv gegen Arbeitslosigkeit anzukämpfen

Tourismus: Konzept gegen Arbeitslosigkeit ist fertig

   Wien (TP/OTS) - Die Gewerkschaft fordert seit Jahren
Ganzjahresarbeit im Tourismus, die ÖHV hat ein nachfragebasiertes
Konzept entwickelt. Arbeitnehmer und Sozialsystem würden davon
profitieren, für die Unternehmer wäre es eine "großartige Chance", so
ÖHV-Präsident Sepp Schellhorn.

   "Österreichs Tourismusbetriebe beschäftigen mehr Mitarbeiter denn
je, der Jobmotor schlechthin ist die Hotellerie", verweist Sepp
Schellhorn, Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV),
auf Daten des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger: Während
die Anzahl der Beschäftigten in der Gesamtwirtschaft um 11,2 % stieg,
nahm sie in Hotellerie und Tourismus um 27,7 % zu.

Hier finden Sie die Grafik dazu zum Download:
http://www.tourismuspresse.at/redirect/oehv60

ÖHV-Modell schafft Arbeitsplätze

   Den Kampf gegen den Beschäftigungsrückgang zu Saisonschluss sieht
Schellhorn "eindeutig als gemeinsames Ziel von Arbeitgebern und
Arbeitnehmern." Erschwert würde dies durch die "höchsten
Lohnnebenkosten der Zweiten Republik." Denn primäre Aufgabe der
Unternehmer sei "nicht die Beschäftigungspolitik, sondern den Betrieb
wirtschaftlich zu führen." In beschäftigungsintensiven Branchen sei
das bei den derzeitigen Mitarbeiterkosten fast unmöglich.

Nachfragebasiertes Modell

   Als Unternehmervertreter bedauert Schellhorn, dass nicht gemeinsam
mit der Arbeitnehmerseite tragfähige Konzepte für mehr Beschäftigung
ausgearbeitet werden können und stellt daher ein von der ÖHV
entwickeltes Modell zur Debatte. Ausschlaggebend sei dabei die
Nachfrage: "Geöffnete Hotels benötigen viele Mitarbeiter,
geschlossene keine. Also sollten wir die Nachfrage nach
Hoteldienstleistungen forcieren", so Schellhorn. "Kultur und Natur
sind unsere wichtigsten Gästebringer. Weder die Alpen noch regionales
Brauchtum noch die österreichische Küche verschwinden im Herbst und
im Frühjahr. Das muss in die Köpfe unserer Gäste", so Schellhorn.
Dieses Umdenken erfordert die koordinierte Bewerbung des
touristischen Angebots zwischen den Saisonen.

ÖHV-Modell: Mehreinnahmen statt Mehrkosten für öffentliche
Hand

   In das ÖHV-Modell sind die Bedürfnisse von Unternehmern,
Mitarbeitern, Gästen und öffentlicher Hand eingeflossen. Abgestimmtes
Marketing und eine auf einen Teil der Mitarbeiterkosten beschränkte
und zeitlich befristete Anstoßfinanzierung sollen in einer
Modellregion erprobt werden. "Die Mitarbeiter bekommen die
geforderten Ganzjahresarbeitsplätze. Die Unternehmer bekommen die
Chance, ganzjährig einen Return on Investment aus ihren Betrieb zu
ziehen", so Schellhorn. Für die öffentliche Hand würden keinerlei
zusätzliche Kosten entstehen, im Gegenteil würden die Arbeitgeber für
die zusätzlichen Versicherungsmonate Lohnsteuer sowie Arbeitgeber-
und Arbeitnehmeranteile abführen.

Das Geld soll vom Markt kommen, nicht vom Staat

   Die Bekämpfung des alljährlichen Beschäftigungsrückgangs zwischen
Sommer und Winter könne nur von Arbeitnehmern und Arbeitgebern
gemeinsam bewältigt werden, so Schellhorn: "Das gemeinsame Ziel heißt
Ganzjahresbeschäftigung." Finanziert würde diese über die Nachfrage,
hält Schellhorn dezidiert fest: "Wir wollen das Geld vom Markt, nicht
vom Staat!" Konstruktive Beiträge aller Beteiligten seien "absolut
erwünscht!"

   Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige
Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die
Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. Mehr als 1.200
Mitgliedsbetriebe nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und
Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und
Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten - das entspricht zwei Drittel der
Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als
40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen
Gesamtumsatz von rund 3 Mrd. Euro. Die Tourismus- und
Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2010
über direkte und indirekte Wertschöpfung 15,1 % des BIP und jeden 5.
Vollarbeitsplatz.

Weitere Pressemeldungen und Bildmaterial finden Sie unter
www.oehv.at/presse

Rückfragehinweis:
   Sepp Schellhorn, ÖHV-Präsident
   Hotel "Der Seehof", Goldegg
   Tel.: 06415/8137
   E-Mail: presse@oehv.at

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