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Koralmtunnel: Bahn soll Gäste bringen, nicht vertreiben

ÖHV: Kärnten kann sich Imageverlust und Nächtigungsrückgang nicht leisten

Wien (TP/OTS) - Für jeden dritten Gast ist Bahnlärm ein Grund, den Urlaubsort zu wechseln. Dass dieses Faktum im Urlaubsland Kärnten keine Rolle bei der Planung der Trasse für die Koralmbahn spielt, grenzt für ÖHV-Präsident Sepp Schellhorn an Fahrlässigkeit.

Während die Zahl der Nächtigungen in Kärnten seit 2002 um 7 Prozent gesunken ist, nahm sie in den anderen Bundesländern um 9,8 % zu. "Das sind die Fakten. Die Verantwortung dafür schieben sich die zuständigen Stellen in Kärnten gegenseitig zu. Unbestritten ist aber, dass sich Kärnten keine weiteren Nächtigungsrückgänge leisten kann", erklärt Sepp Schellhorn, Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV).

Studie von Bund, Land und ÖBB bestätigt: Bahnlärm stört

Eine von dem renommierten Tourismusberatungsunternehmen Kohl & Partner durchgeführte Studie im Auftrag des Infrastrukturministeriums, des Landes Kärnten und der ÖBB bestätigt, dass 78,4 % der Urlauber Bahnlärm als stören empfinden. Für 33,4 % ist Bahnlärm derart gravierend, dass sie eine davon betroffene Unterkunft nicht wieder besuchen würden. 45,8 % berichten über Bahnlärm im Urlaub. Für 61 % der Gäste ist Ruhe ein ausschlaggebender Grund für die Auswahl des Urlaubsortes.

Missachtung der Studienergebnisse: Steuergeldverschwendung, die an Fahrlässigkeit grenzt

"Dass Bund, Land und ÖBB eine Studie in Auftrag geben, deren Ergebnisse ignoriert werden, ist nicht nur Steuergeldverschwendung. In dem Fall grenzt das an Fahrlässigkeit. Denn so ist ganz klar, dass die geplante Trassenführung dem Land Kärnten und den Kärntner Unternehmern weitere Gästenächtigungen kosten", so Schellhorn. Er fordert, Konsequenzen aus den Ergebnissen der Studie zu ziehen.

Schellhorn fordert Lärmschutz

Klar ist für Schellhorn, dass diese Studie dazu führen muss, dass der Bahnlärm reduziert wird: "Wir brauchen Lärmschutzwände, eine Reduktion der Fahrtgeschwindigkeit und Fahrbewilligungen ausschließlich für moderne, lärmarme Zug-Garnituren", so Schellhorn.

Hier finden Sie die Grafik zum Download:
http://www.tourismuspresse.at/redirect/OEHV_Bahnlaerm

Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. Mehr als 1.200 Mitgliedsbetriebe nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten - das entspricht zwei Drittel der Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als 40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen Gesamtumsatz von rund 3 Mrd. Euro. Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2010 über direkte und indirekte Wertschöpfung 15,1 % des BIP und jeden 5. Vollarbeitsplatz.

Weitere Pressemeldungen und Bildmaterial finden Sie unter www.oehv.at/presse

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