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Wirtschaft zu Weltnichtrauchertag: Prävention statt einseitige Betrachtungsweise

WKÖ-Hinterleitner: Aufklärung verstärken, damit weniger Jugendliche zu Rauchern werden

   Wien (TP/OTS) - Anlässlich des von der WHO ins Leben gerufenen
jährlichen Weltnichtrauchertages hat die Krebshilfe wieder eine
Umfrage durchgeführt. Das Ergebnis, wonach der Raucheranteil in
Österreich bei 33 % liegt, ist kein Grund zur Freude, jedoch nichts
Neues.

   "Daraus jedoch einseitige Schuldzuweisungen an die Gastronomie
abzuleiten, geht vollkommen an der Realität vorbei", stellt Helmut
Hinterleitner, Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), klar.
Einseitige Patentrezepte wie etwa jene der selbsternannten
Rauchersheriffs Erlacher und Rockenbauer, die den Umstand, dass
Österreicher rauchen, auf zu laxen Gesetzesvollzug in der Gastronomie
zurückführen, weist Hinterleitner klar zurück. "Dadurch entsteht in
der Öffentlichkeit ein völlig falsches Bild der Realität."

   Tatsache sei, dass von den immer wieder kolportierten tausenden
Anzeigen in der Gastronomie die absolute Mehrzahl auf das Konto
dieser beiden Herren geht. Die Anzeigen erfolgten anonym und
teilweise mit sehr eigenwilliger Auslegung des Tabakgesetzes.
Insofern sei es nicht verwunderlich, wenn viele dieser Verfahren in
weiterer Folge eingestellt würden, so der Obmann. Nur in wenigen
Fällen würden tatsächlich Verwaltungsstrafen verhängt. Die Behörden
selbst führen darüber keine Statistik.

   Hinterleitner: "Dass es nach wie vor einige Unbelehrbare gibt,
wollen wir nicht in Abrede stellen. Dies ist jedoch kein Grund, das
Gesetz insgesamt in Frage zu stellen. Schließlich wird auch das
Autofahren nicht verboten, weil sich einige beharrlich nicht an
Tempolimits halten."

   Österreicher mit Lösungen der Gastronomie zufrieden
Tatsache ist, dass sich die Umsetzung des Tabakgesetzes in der
Gastronomie in den letzten Jahren stetig verbessert hat. Dies ist
anhand von unabhängigen Studien des Marktforschungsinstituts Market
eindeutig belegt. Die Gastronomie bemüht sich, allen Kundenwünschen
gerecht zu werden und bietet mittlerweile - mit kompletten
Nichtraucherlokalen, Raucherlokalen und Mischbetrieben - sowohl für
Nichtraucher als auch für Raucher geeignete Räumlichkeiten an. Dies
sieht auch die überwiegende Mehrheit der österreichischen Bevölkerung
so. Zwei Drittel ziehen die österreichische Lösung einem totalen
Rauchverbot in der Gastronomie vor.

   Tatsache ist weiters: Was die Frage der Raucherprävention
anbelangt, sei die Gastronomie in Wirklichkeit ein kleiner
Nebenschauplatz, betont der Obmann. Es sei daher nicht
verhältnismäßig, die öffentliche Diskussion auf diesen Bereich
fokussieren zu wollen.

   "Um den Raucheranteil vor allem bei jungen Menschen zu reduzieren,
sind Maßnahmen im Bereich der Prävention anstatt noch strengere
Rauchergesetze in der Gastronomie notwendig. Ob jemand zum Raucher
wird, entscheidet sich bereits viel früher. Hier ist vor allem das
Elternhaus im Sinne der Vorbildwirkung stärker in die Pflicht zu
nehmen", so Hinterleitner abschließend.

Rückfragehinweis:
   Fachverband Gastronomie
   Dr. Thomas Wolf (Geschäftsführer)
   Tel: 05 90 900 - 3560
   gastronomie@wko.at

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TPT0008    2012-05-30/12:23

301223 Mai 12

TPK0014 0422


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Wirtschaftskammer Österreich - BS Tourismus & Freizeitwirtschaft Rss

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