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ÖHV-Studie weist nach: Kaum Zusammenhang zwischen Tourismuserfolg und Grundstückspreisen

Regulierung dennoch nötig

   Wien (TP/OTS) - Außerhalb Wiens liegen die teuersten Grundstücke
nicht in den erfolgreichsten Tourismusdestinationen. In jedem Fall
könnten aber raumplanerische Maßnahmen und durchdachte Maßnahmen
gegen weitere Steigerungen Abhilfe leisten.

   Hier finden Sie den Link zum Download der Grafik Grundstückspreise
Umsatz/Betten! http://www.tourismuspresse.at/redirect/oehv70

   Ein direkter Zusammenhang zwischen Grundstückspreisen und
touristischem Erfolg ist nicht nachweisbar. Das zeigt die
Gegenüberstellung der Destinationen mit dem höchsten Umsatz je Bett
und jener, die die höchsten Grundstückspreise verzeichnen, die die
Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) in der
ÖHV-Destinationsstudie publiziert hat. "Klar mögen Gäste und
Einheimische attraktive Regionen. Den Vorwurf, dass touristischer
Erfolg die Grundstückspreise in die Höhe treibt, ist aber widerlegt.
Im Gegenteil schadet das der Branche: Steigende Grundstückspreise
locken Investoren, die Auslastung sinkt", so ÖHV-Generalsekretär
Thomas Reisenzahn. Angetrieben wird diese Entwicklung durch niedrige
Zinsen, die Geldanlagen unrentable machen und Investitionen billiger.
Außerhalb Wiens wurden die höchsten Grundstückspreise daher nicht in
der umsatzstärksten Destination Serfaus-Fiss-Ladis erzielt, sondern
in Kitzbühel vor dem Arlberg, Zell am See/Kaprun und Innsbruck -
durchwegs Destinationen, die beim Umsatz je Bett nicht in den Top 5
liegen. Umgekehrt finden sich Österreichs erfolgreichste
Destinationen, Serfaus-Fiss-Ladis, Achensee, Tannheimer Tal und
Katschberg, bei den Grundstückspreisen nicht in der teuersten Liga
wieder.

Hier finden Sie den Link zum Download der Grafik Top 5 Destinationen!
http://www.tourismuspresse.at/redirect/oehv71

Zwei unterschiedliche Paar Schuhe

   Die genauere Betrachtung der Grundstückspreise in den
erfolgreichsten Destinationen bestätigt das: Die Hotels im Großarltal
verzeichnen den fünfthöchsten Umsatz je Bett außerhalb Wiens, die
Großarltaler Immobilienmakler setzen je Quadratmeter jedoch ein
Vielfaches mehr um als ihre Kollegen in vergleichbaren touristischen
Regionen. Die Hoteliers am Katschberg etwa erzielen vergleichbare
Umsätze wie im Großarltal, die Grundstückspreise liegen mit 51 Euro
je m2 bei nicht einmal einem Fünftel der 275 Euro je m2. "Eine
Urlaubsregion besticht mit dem Freizeitangebot, den Lebensmittelpunkt
macht etwas anderes aus, Arbeitsplätze, Infrastruktur, Kindergärten
und Schulen. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe", so Reisenzahn.

Ruf nach nachhaltiger Regelung und ganzjähriger Nutzung

   Nicht von der Hand zu weisen ist aber der Zusammenhang zwischen
dem Markenwert einer Destination und dem Interesse internationaler
Investoren: "Attraktive Regionen locken zahlungskräftige und zahlende
Gäste. Das schafft Arbeitsplätze, lockt aber auch Dritte, die davon
profitieren wollen. Die bieten um die Grundstücke mit", hält
Reisenzahn fest. Für Einheimische ein zweischneidiges Schwert: "Wer
Grundstücke hat, will viel verdienen, wer eines braucht, wenig
zahlen", verweist Reisenzahn auf die Befindlichkeit in den Gemeinden.
Durchdachte Antworten im Sinne einer nachhaltigen Raumplanung seien
aber zu überlegen. "Es sollte jeder Wohnsitz einen Mehrwert bringen.
Einen Wohnsitz nur in der Hauptsaison zu nutzen darf nicht reichen.
Das ist nur für die wenigsten leistbar und in Wahrheit einer der
stärksten Treiber für Grundstückspreise", so Reisenzahn. Eine direkte
Folge daraus sei die Zunahme der "kalten Betten", gegen die
vorgegangen werden sollte durch eine Verpflichtung zur ganzjährigen
Nutzung. Diese würde die Nachfrage und die Preise eindämmen und
gleichzeitig Arbeitsplätze schaffen. Eine Regulierung wäre in jedem
Fall hilfreich, um die Mitarbeiter in den Regionen und die
Verkehrswerte in Grenzen zu halten.

Hier finden Sie den Link zum Download der Grafik Top 5 Destinationen!
http://www.tourismuspresse.at/redirect/oehv72

   Die Grundstückspreise entstammen der
GEWINN-Grundstückspreisübersicht 2011. Basis der Preise sind
Direktabfragen bei den Gemeinden, echte Kaufpreisdaten aus den
Grundbüchern sowie statistische Berechnungen des Fachbereichs Stadt-
und Regionalforschung der TU Wien. Die angeführten Preise gelten für
ein- und zweifamilienhaustaugliche Baugrundstücke, aber nicht für
Grünland, Büro- und Gewerbegrundstücke. An- oder allfällige
Aufschließungskosten sind nicht enthalten. Es wurden die fünf
Tourismusregionen mit den teuersten Grundstückspreisen im Vergleich
zur Kennzahl Umsatz/Bett gegenübergestellt.  Weiters wurden die Top 5
Umsatz/Bett der Destinationsstudie 2011 den Grundstückspreisen
gegenübergestellt.

   ÖHV-Mitglieder erhalten die ÖHV-Destinationsstudie zum Sonderpreis
von 65,- Euro, regulär ist sie um 85,- Euro (beides exkl. USt.) unter
www.oehv.at/shop, per E-Mail an service@oehv.at oder telefonisch
unter +43 (0)1 533 09 52 erhältlich.

   Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige
Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die
Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. Mehr als 1.200
Mitgliedsbetriebe nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und
Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und
Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten - das entspricht zwei Drittel der
Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als
40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen
Gesamtumsatz von rund 3 Mrd. Euro. Die Tourismus- und
Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2011
über direkte und indirekte Wertschöpfung 14,6 % des BIP und jeden 5.
Vollarbeitsplatz.

   Weitere Pressemeldungen und Bildmaterial finden Sie unter
http://www.oehv.at/presse

Rückfragehinweis:
   Thomas Reisenzahn
   Generalsekretär
   Tel.: +43 (0)1 533 09 52
   Fax: +43 (0)1 533 70 71
   presse@oehv.at
   http://www.oehv.at

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TPT0005    2012-07-18/13:24

181324 Jul 12

TPK0010 0742


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