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TPT0005 | 19.07.2012 | 11:13 | Channel: Tourismuswirtschaft

Aussender: WienTourismus


Stichworte: Bilanz / Hotelgewerbe / Reisen / Tourismus / Wien / Wirtschaft

Neuerliche Halbjahres-Rekordwerte für Tourismus in Wien

   Wien (TP/OTS) - Eine Halbjahres-Bilanz mit neuerlichen
Rekordwerten bei Gästenächtigungen und Hotellerieumsatz präsentierte
Tourismusdirektor Norbert Kettner bei der Pressekonferenz des
WienTourismus am Donnerstag, dem 19.7.2012. Mit einem Plus von 8,4 %
gegenüber dem Vergleichswert 2011 stiegen die Nächtigungen der ersten
Jahreshälfte 2012 auf 5,5 Millionen. Der Netto-Nächtigungsumsatz der
Wiener Hotellerie erhöhte sich in der Periode Jänner bis Mai um 5,1 %
auf 191,5 Millionen EURO - ein Bestwert, der Kettner allerdings nicht
restlos glücklich macht. Der besonders stark steigende Gästezustrom
aus Übersee spricht ebenso stark für die 3. Piste am Wiener
Flughafen.

"In Wien hat heuer bisher jeder einzelne Monat einen Bestwert an
Nächtigungen erreicht", gab Kettner bekannt, "und die Entwicklung der
einzelnen Herkunftsländer ist äußerst erfreulich. Unter den 30
nächtigungsstärksten gab es lediglich vier mit Rückgängen, und das
waren - wenig überraschend - Griechenland, Spanien, Italien und
Rumänien. 10 davon liegen übrigens außerhalb Europas und mit Ausnahme
von Kanada haben alle von ihnen zweistellige Zuwachsraten. Besonders
üppig sind diese im Fall von China mit 29 %, Brasilien mit 40 % und
Israel mit 42 %. Saudi Arabien steht zwar erst auf Rang 33, klettert
aber mit einer Zuwachsrate von 163 % gegenüber dem ersten Halbjahr
2011 rasant nach oben. Angesichts dieser Steigerungsraten aus den
überseeischen Märkten kann wohl kaum jemand daran zweifeln, dass die
3. Piste für den Flughafen Wien eine Notwendigkeit ist, um das
Aufkommen aus diesen Ländern nicht durch Kapazitätsgrenzen zu hemmen.
Darüber hinaus ist in diesem Zusammenhang auch noch Wiens führende
Position im internationalen Kongressgeschäft zu berücksichtigen, das
hauptsächlich Fluggeschäft ist, denn 76 % des Kongresspublikums reist
auf dem Luftweg an. Will man auch in Zukunft touristisches Wachstum,
das einen wesentlichen Wirtschaftsbeitrag leistet, so muss man dafür
auch die entsprechende Infrastruktur schaffen."

Erstmals ersichtlich und höchst erfreulich: Zuwachsraten aus
Brasilien, Saudi Arabien und V.A.E.

Von Wiens Hauptmärkten legte in der ersten Jahreshälfte Russland mit
einem 25 %-igen Nächtigungsplus am stärksten zu, gefolgt von Japan (+
19 %), der Schweiz (+ 15 %) und den USA (+ 12 %). Zuwächse gab es
weiters aus Deutschland (+ 2 %), Österreich (+ 9 %), Großbritannien
(+ 8 %) und Frankreich (+ 5 %), während, wie bereits erwähnt, die
Nächtigungen aus Italien (- 1 %) und Spanien (- 2 %) den vorjährigen
Vergleichswert nicht erreichten.

Erstmals lässt sich heuer die Entwicklung der Nächtigungen aus
Brasilien, Saudi Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten
verfolgen. Diese Märkte werden erst seit 2011 einzeln erfasst, zuvor
waren ihre Nächtigungen Teil der Blöcke "Zentral- und Südamerika"
bzw. "arabische Länder in Asien". Alle drei weisen im ersten Halbjahr
2012 hohe Steigerungen aus: Die meisten Nächtigungen unter ihnen,
nämlich 45.000, lieferte Brasilien mit einem Zuwachs von 40 %
gegenüber Jänner bis Juni 2011. Die V.A.E. brachten es auf 25.000
Nächtigungen, was ein Plus von 27 % bedeutet, und Saudi Arabien ließ
seine Nächtigungen um nicht weniger als 163 % auf 31.000
hochschnellen.

Das positive Halbjahresergebnis wirkte sich mit gesteigerten
Nächtigungszahlen für alle Kategorien der Wiener
Beherbergungsbetriebe aus. Die durchschnittliche Bettenauslastung
erhöhte sich geringfügig auf 52,6 % (1-6/2011: 52,5 %), was einer
gegenüber der Vergleichsperiode unveränderten Zimmerauslastung (sie
wird in Österreich nicht erhoben) von rund 66 % entspricht. - In
Anbetracht einer Kapazitätserweiterung um 2.500 Betten (+ 5,0 %) von
Juni 2011 auf Juni 2012 durchaus bemerkenswert.

Rekord mit Schönheitsfehler beim Hotellerieumsatz

Der Netto-Nächtigungsumsatz der Wiener Hotellerie liegt erst für den
Zeitraum Jänner bis Mai 2012 vor und repräsentiert mit 191,5
Millionen Euro ebenfalls einen Rekord, aber keinen, der bei
Tourismusdirektor Kettner ungetrübte Freude auslöst, denn er gibt zu
bedenken: "Nicht jeder Bestwert ist automatisch ein guter Wert.
Dieser vorliegende Rekord soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass der
erzielte Umsatz zu gering ist, wenn man ihn in Relation zum
Nächtigungszuwachs setzt. Die im Krisenjahr gesenkten Preise wurden
nicht rasch genug wieder hochgebracht und hinken den
Nächtigungssteigerungen hinterher. Auch ist die verschärfte
Binnenkonkurrenz durch die Erweiterung der Bettenkapazitäten in Wien
offensichtlich zu Lasten des Preises gegangen, um die Auslastung zu
halten. Es macht mir schon Sorge zu sehen, dass ein sehr deutlich
verstärkter Besucherzustrom keine entsprechende Preisdurchsetzung zur
Folge hat. Ersteres kann der WienTourismus beeinflussen, Zweiteres
liegt allerdings ausschließlich in den Händen der Hoteliers, deren
Preisgestaltung eine unternehmerische Entscheidung ist, die jeder
Unternehmer selbst zu treffen hat - und das ist auch gut so. Ich
hoffe jedenfalls, dass wenn sich das Gästeaufkommen auch weiterhin so
gut entwickelt, auch der unternehmerische Mut bei der
Preisdurchsetzung steigt. Wiens Begehrtheit als Destination ist hoch
genug dafür."

Die Ergebnisse im Detail

~
Herkunftsland  Nächtigungen      Nächtigungen    Nächtigungsumsatz
                                                 netto *)
                                                 in Euro
               Jänner-Juni       Juni            Jänner-Mai
               2012              2012            2012

Deutschland    1.112.000 +2%     229.000 -4%     36.589.000 -1%
Österreich     1.090.000 +9%     206.000 +10%    34.295.000 +6%
Russland         319.000 +25%     42.000 +28%    12.631.000 +20%
USA              275.000 +12%     79.000 +13%    11.037.000 +11%
Italien          273.000 -1%      33.000 -9%      9.651.000 -5%
Großbritannien   188.000 +8%      43.000 +22%     7.291.000 +1%
Schweiz          179.000 +15%     33.000 +2%      6.910.000 +15%
Frankreich       164.000 +5%      30.000 -6%      5.930.000 +5%
Spanien          134.000 -2%      34.000 +2%      4.393.000 -6%
Japan            130.000 +19%     27.000 +11%     5.386.000 +25%
übrige         1.638.000         357.000         57.397.000
alle Länder    5.503.000 +8,4% 1.113.000 +8,6%  191.511.000 +5,1%
~

*) ohne Frühstück, Heizungszuschlag, Umsatzsteuer

Rückfragehinweis:
   PID-Rathauskorrespondenz:
   www.wien.gv.at/rk/

   Vera Schweder
   WienTourismus
   Telefon: 01 211 14-110
   E-Mail: schweder@wien.info

   Walter Straßer
   WienTourismus
   Telefon: 01 211 14 111
   E-Mail: walter.strasser@wien.info

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191113 Jul 12

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