WKÖ-Ennemoser: Französisches Sternefiasko in Österreich undenkbar
Utl.: Fachverband Hotellerie hat bereits 2010 mit der Initiative der
Hotelstars Union zukunftsweisendes Klassifizierungssystem für
Österreich eingeführt =
Wien (OTS/PWK519) - Das aktuelle französische Sternesystem lässt
Frankreichs Hoteliers auf die Barrikaden steigen. Seit dieser Woche
bewerten 50 Privatfirmen alle französischen Hotels nach neuen
Kriterien. Neben den zusätzlichen Kosten mit hohen Geldstrafen von
bis zu 15.000 Euro bei Nichtanwendung des eingeführten Regelwerks
führen auch einige der nunmehr 250 Kriterien zu Unmut in der Branche.
Je nach Anwendung dieser Bestimmungen sollen zwei Sterne sogar dann
möglich sein, wenn Hotelzimmer über kein eigenes Badezimmer verfügen.
Laut Klaus Ennemoser, Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), sind solche Fehlentwicklungen für
Österreich unvorstellbar. Bereits 2010 wurde auf Initiative des
Fachverbandes Hotellerie die Hotelstars Union (HSU) gegründet. Dieser
Plattform zur Vergabe harmonisierter Hotelsterne gehören heute elf
Mitgliedsländer an, nämlich Deutschland, Estland, Lettland, Litauen,
Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweden, Schweiz, Tschechien und
Ungarn. Die Hotelstars Union stellt mit ihrem 270 Kriterien
umfassenden Klassifizierungssystem eine transparente und
nachvollziehbare Vergabe bei den Hotelsternen in diesen Ländern
sicher, die gemeinsam einen Markt mit 150 Millionen Einwohnern
abdecken.
Für Österreichs 8.000 mit 23.000 geprüften Sternen klassifizierte
Beherbergungsbetriebe bedeutet dies, dass bereits heute berechenbare
Richtlinien als Grundlage für die Zukunft bei der Vergabe von
Hotelsternen gelten. Der neue Kriterienkatalog ist transparent und
lesefreundlich. Die Erfordernisse werden einzeln aufgezählt und
können bereits vor dem Kommissionsbesuch durch den Hotelier selbst
überprüft werden. Damit gilt: "Nicht mehr K.O, sondern O.K. bei der
Vergabe von Hotelsternen", so Ennemoser. Besonders positiv ist aus
seiner Sicht, dass die Vergabe der Hotelsterne in Österreich
grundsätzlich als kostenfreies Service der Wirtschaftskammer allen
Mitgliedsbetrieben - im Unterschied zu den meisten anderen Ländern -
angeboten wird.
Der Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich
vertritt 18.000 Beherbergungsbetriebe mit 1,05 Millionen Betten. Mit
126 Millionen Nächtigungen jährlich legt Österreichs Hotellerie einen
wichtigen Grundstein für eine direkte Wertschöpfung im Tourismus von
15,2 Milliarden Euro. Jeder fünfte Vollzeitarbeitsplatz wird im
Tourismus und in der Freizeitwirtschaft generiert. (PM)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband Hotellerie
Mag. Matthias Koch
Tel.: (+43) 590 900-3554
E-Mail: hotels@wko.at
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