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TPT0007 | 17.08.2012 | 12:15 | Channel: Tourismuswirtschaft

Aussender: Wirtschaftskammer Österreich


Stichworte: Arbeitsklimaindex / Tourismus / WKÖ / Wirtschaft

WKÖ-Schenner: Zielorientierte Verbesserung der Rahmenbedingungen statt aufgewärmte Pauschalkritik

Utl.: Wirtschaft steht für konstruktive Gespräche jederzeit bereit -
      erfolgreiche Branche nicht schlecht reden =

   Wien (OTS/PWK540) -    "Der gestern von Arbeiterkammer Wien und
Gewerkschaft vida vorgelegte Arbeitsklimaindex Tourismus bringt wenig
Neues - weder, was die Ergebnisse der Erhebung betrifft, noch in
Bezug auf die immer wieder kehrenden negativen Pauschalreaktionen von
AK und Gewerkschaft", hält der Obmann der Bundessparte Tourismus in
der Wirtschaftskammer Österreich (WKO), Hans Schenner, fest.
Dass etwa die Zeiteinteilung für Krankenschwestern, Polizisten,
Notärzte, Verkehrsbedienstete sowie für Beschäftigte in Beherbergung
und Gastronomie schwieriger ist als für Beschäftigte in sogenannten
"Nine-to-Five-Jobs", sei offensichtlich und keine Neuigkeit. Der
Erkenntniswert einer solchen Befragung sei damit enden wollend.

   Auch, dass der in der jüngsten Erhebung angestellte
Langfristvergleich mit Befragungsergebnissen seit 2007 ergibt, dass
die Situation vor der Wirtschaftskrise besser eingeschätzt wurde, sei
keine Überraschung, betont Schenner. "Auch der Vergleich mit anderen
Branchen wäre nur dann fair, wenn alle Branchen gegenüber gestellt
und eine korrekte Unterscheidung in Dienstleistungs- und
Produktionsbranchen durchgeführt würde. Stattdessen wurde jedoch ein
diffuser Durchschnitt erstellt, wo Beamte, Industriefachkräfte und
andere Branchen in einen Topf geworfen werden und deren Verteilung in
der Vergleichsgruppe nicht transparent ist. Wenn Vergleiche notwendig
sind, dann bitte Äpfel mit Äpfeln vergleichen und nicht Äpfel mit
Birnen", meint Bundesspartenobmann Schenner.

   Interessant in der diesjährigen Präsentation war die die
erstmalige Aufschlüsselung der Beschäftigten im Tourismus in
Verwaltung, Köche, Kellner und Reinigungskräfte. Hier wurde die
Unterschiedlichkeit der Perspektiven der einzelnen
Beschäftigtengruppen erstmals gut dokumentiert. Doch die Ergebnisse
sind mit Vorsicht zu betrachten, betont Schenner.  Reinigungskräfte
und als Kellner jobbende Studenten sehen demnach schlechtere
Karrierechancen im Tourismus als Köche und Verwaltung. Auch in diesem
Fall würde sich eine Bereinigung der Zahlen nach Kern- und
Randbelegschaft empfehlen.

   "Undifferenzierte Aussagen wie diese führen zu
Pauschalverurteilungen der Branche und können negativen Einfluss auf
Jugendliche haben, die sich eine Lehre im Tourismus vorstellen
können. Stattdessen sollten wir ganz klar festhalten: Eine Ausbildung
in Österreichs Beherberungs- und Gastronomiebetrieben bietet sehr
gute Karrierechancen für junge Menschen! Wo es Anlass zur
berechtigten Kritik gibt, steht die Wirtschaft jederzeit als
Gesprächspartner zur Verfügung. Statt die Branche schlecht zu reden,
fordere ich Arbeiterkammer und Gewerkschaft auf, gemeinsam und
konstruktiv mit den Arbeitgebern an der Verbesserung der
Rahmenbedingungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber unserer Branche zu
arbeiten".

   Schenner abschließend: "Mit Pauschalkritisierungen wie dieser
weinen AK und vida am falschen Grabstein. Die heimische
Tourismuswirtschaft hat immerhin zuletzt in der Leistungsbilanz
hervorragend abgeschnitten, jeder fünfte Vollzeitarbeitsplatz in
Österreich ist direkt oder indirekt von Tourismus und
Freizeitwirtschaft abhängig, und mehr als 10.000 junge Menschen
werden als Lehrlinge in unserer Branche ausgebildet. Mit einem Wort:
Die rot-weiß-rote Tourismuswirtschaft kann sich sehen lassen!" (PM)

Rückfragehinweis:
   Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft
   Mag. Alexander Rauner
   Telefon: +43 (0)5 90 900 3411
   E-Mail: alexander.rauner@wko.at
   Internet: http://wko.at/bstf


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171215 Aug 12

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