WKO-Schenner: Tourismus-Sommersaison verläuft im Saldo positiv
2,5% mehr Nächtigungen von Mai bis Juli - Tourismuswirtschaft wieder Schwerpunkt bei Alpbacher Wirtschaftsgesprächen von 28. bis 30. August
Wien (TP/OTS) - Die heute, Freitag, von der Statistik Austria
präsentierten Nächtigungszahlen für Juli 2012 und die bisherige
Sommersaison (Mai - Juli 2012) folgen dem bisherigen Aufwärtstrend
im Jahr 2012. Auch der nach dem August zweitwichtigste Sommermonat
Juli - auf ihn entfallen laut Statistik Austria rund ein Viertel
aller Sommernächtigungen - brachte mit 15,12 Mio. Nächtigungen ein
Plus von 1,5% im Vergleich zum Juli des Vorjahres, wobei die Zahl
der Ausländernächtigungen um 317.800 auf 10,91 Mio. (+3,0%) stieg.
Bei den Inländernächtigungen gab es jedoch ein schmerzliches Minus
von rund 100.000 Nächtigungen auf 4,21 Mio. (-2,2%). "Da werden wir
noch genauer hinschauen! Gerade im Sommer haben wir hier sicher noch
Potential für einen Zuwachs von rund 5 bis 10 Prozent", betont Hans
Schenner, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft
in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO).
Deutschland und Niederlande retten das Juli-Ergebnis
"Der zum Teil verregnete Juli ging Gott sei Dank nicht ganz den
Bach runter", so Schenner. "Unsere stärksten Herkunftsmärkte
Deutschland und Niederlande haben gehalten, wir bedanken uns bei
unseren nördlichen Nachbarn für ihre Treue!" Aus beiden Nationen
wurde jeweils ein Zuwachs von 161.000 Gästenächtigungen verzeichnet,
bei den deutschen Gästen ergibt das mit 5,38 Mio. Übernachtungen ein
Plus von 3,1% gegenüber Juli 2011, bei den Gästen aus den
Niederlanden mit 1,45 Mio. Übernachtungen ein Plus von 12,5%.
Spürbar sind die Rückgänge aus den Ländern, die derzeit mit den
Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise zu kämpfen haben wie
etwa bei Gästenächtigungen aus Italien (-11,4%) und Frankreich
(-9,4%). Auch die Gästenächtigungen aus dem Vereinigten Königreich
gaben um 7,7% nach.
Was die bisherige Sommersaison 2012 (Mai-Juli) betrifft, so
wurden nach den vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria 31,19
Mio. Nächtigungen gemeldet, was einem Plus von 2,5% gegenüber
demselben Zeitraum des Vorjahres entspricht. Dem Plus bei
Ausländernächtigungen von 3,9% auf 21,2 Mio. steht ein Minus bei
Inländernächtigungen von 0,3% auf 10,0 Mio. gegenüber.
Hohe Energiepreise drücken auf das Betriebsergebnis
Was die Erträge der heimischen Tourismuswirtschaft betrifft, so
folgen diese nicht 1:1 den Steigerungen der Nächtigungszahlen und
der Umsätze. Die Kosten für Energie sind so hoch wie nie, und auch
die Streichung der Energieabgabenvergütung hat seit 2011 zu
spürbaren Einschnitten für die heimischen Tourismusbetriebe geführt.
"Angesichts hoher Fixkosten sind Zuwächse bei Nächtigungen und
Umsatz immer relativ", so Schenner.
Tourismuswirtschaft lobbyiert bei den Alpbacher
Wirtschaftsgesprächen
Auch heuer stehen wieder zentrale Tourismusthemen im Fokus der
Alpbacher Wirtschaftsgespräche (28.-30. August). Im Rahmen der
Veranstaltung finden auch heuer wieder der schon traditionelle
Tourismusempfang sowie ein Arbeitskreis im Forum Alpbach statt.
Neben Alpbach-Präsident Franz Fischler haben sich auch heuer wieder
zahlreiche Bundesminister wie etwa Finanzministerin Maria Fekter zu
einem Treffen mit den Spitzenvertretern der heimischen
Tourismuswirtschaft angesagt.
Der Arbeitskreis der WKO-Bundessparte Tourismus und
Freizeitwirtschaft widmet sich dem Thema: "Der Tourismus in der
Durchschnittsfalle". Inputs geben IHS-Tourismusexperte Dominik Walch
sowie Genetiker und Bestsellerautor Markus Hengstschläger ("Die
Durchschnittsfalle"). Diskutieren werden dazu neben Tourismusobmann
Hans Schenner auch Robert Maggale von der Gewerkschaft vida und
Kerstin Fuchsberger, Geschäftsführerin der Österreichischen
Gesellschaft für Angewandte Forschung in der Tourismus- und
Freizeitwirtschaft (ÖGAF). Schenner: "Wir freuen uns auf rege
Diskussionen und Austausch bei der wichtigste Lobbyingveranstaltung
der Tourismuswirtschaft auf Bundesebene".
Die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKO
vertritt über 90.000 Tourismusbetriebe in den Fachverbänden
Gastronomie, Hotellerie, Reisebüros, Kino, Kultur- und
Vergnügungsbetriebe, Sport- und Freizeitbetriebe sowie Private
Gesundheitsbetriebe auf nationaler und europäischer Ebene. Die
jährliche Bruttowertschöpfung der Tourismuswirtschaft beträgt 42,8
Milliarden EURO, das sind rd. 15 Prozent des BIP.
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Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich (WKO)
Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft
Mag. Rainer Ribing
Tel.: (++43) 0590 900-3567
Mail: rainer.ribing@wko.at
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