Wettbewerb abseits von TTIP: Ende der Bestpreisklausel bringt (fast) allen etwas

Wien (TP/OTS) - Wenn die Regierung den Zwischenhändlern genauer auf die Finger schaut, gewinnen Hoteliers UND Gäste. Dahinter steckt die Österreichische Hoteliervereinigung.

„In Österreich hört man immer, was nicht klappt. Und dann geht es doch. Heute etwa ist der Anfang vom Ende der Bestpreisklausel in Österreich. Und das ist gut so“, erklärt ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer. Im Tourismusausschuss werden alle Parteien dem Entwurf des Wirtschaftsministeriums zustimmen. Dagegen sind die Buchungsplattformen – aus Angst um Marktmacht und Geld.

Hoteliers verkaufen direkt: Plattformen panisch

Die Sorge der Plattformen ist berechtigt. Denn Österreichs Hoteliers werden in Zukunft, von der ÖHV geschult, die attraktive Angebote vor allem über die eigene Website verkaufen: „Aber die Shareholder der milliardenschweren Multis fordern weiter steigende Gewinne. Da ist es natürlich ein Rückschlag, wenn Gäste mehr direkt buchen. Da wird sogar vor Preisanstiegen, gewarnt wenn ein Gesetz Preissenkungen erlaubt: ein klares Zeichen von Panik“, resümiert Reitterer.

Schluss mit Aushangpflicht

Novelliert wird auch das Preisauszeichnungsgesetz: Nächtigungspreise müssen nicht mehr in jedem Zimmer ausgehängt werden, was bei dynamischen Preisen auch nicht funktioniert: „Zettel aushängen ist so was von 1517. Wie Luthers 95 Thesen. Darüber sind wir 2016 hinweg“, bedankt sich die Branchensprecherin bei den Experten im Wirtschaftsministerium, die die Regierungsvorlage optimal ausgearbeitet haben: „So viel Zeit muss sein! Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen!“

Wettbewerbsfähigkeit erhöhen - kürzere Abschreibungen und Rücknahme der USt-Erhöhung

„Die Regierung erhöht die Umsatzsteuer und die Statistik Austria stellt die Hotels zum wiederholten Mal als Preistreiber der Nation hin. Auch wenn daran nur der Bund verdient“, wundert sich Reitterer. Dabei will die Regierung laut Bundesvoranschlag die Wettbewerbsfähigkeit der Tourismusbetriebe steigern. „Als erste Schritte dahin empfehlen wir die Rücknahme der USt-Erhöhung und kürzere Abschreibungen“, so Reitterer. Faktum ist, die Regierung spricht von einem Ausgabenproblem und erhöht die Ausgaben weiter, stellt noch mehr Beamte ein und hat auch auf den Anstieg der Pensionskosten nur eine Antwort: „Sie macht das Ausgabenproblem des Bundes zum Ausgabenproblem der Betriebe und der Konsumenten. Aber das ist eine Sackgasse und an ihrem Ende ist eine Wand. Und auf die rasen wir zu“, gibt Reitterer zu denken.

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