Nocker-Schwarzenbacher und Egger begrüßen künftiges Verbot von Paritätsklauseln

Gesetzesentwurf heute im Tourismusausschuss verabschiedet – WKÖ-Branchenvertreter: Entwurf ist richtungsweisender Erfolg und sorgt wieder für faire Wettbewerbsbedingungen

Wien (TP/OTS) - Der Gesetzesentwurf ist ein richtungsweisender Erfolg für die Hotellerie, ein Meilenstein, für den wir hartnäckig und vehement gekämpft haben und der nun endlich wieder faire Wettbewerbsbedingungen herstellen wird,“ begrüßen Petra Nocker-Schwarzenbacher die Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft und Siegfried Egger, Obmann des Fachverbandes Hotellerie, in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) die heute, Dienstag, im Tourismusausschuss verabschiedete Gesetzesänderung des UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) und des Preisauszeichnungsgesetzes. Demnach ist es Online-Plattformen künftig untersagt, von Hotelbetrieben vertraglich Paritäten hinsichtlich Preis, Verfügbarkeit und Kondition zu fordern.

„Endlich ist es wieder möglich, dass Unternehmer frei entscheiden können, zu welchem Preis sie ihr Angebot am Markt und vor allem auf ihrer eigenen hoteleigenen Webseite präsentieren“, zeigen sich die WKÖ-Branchenvertreter, die vor allem in der letzten Phase der Verhandlungen bestimmende und treibende Kraft waren, erfreut über die erfolgreiche Umsetzung ihres lange und vehement geforderten Anliegens. Damit ist Österreich dank der Initiative von Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner nach Frankreich mit seinem Loi Macron das zweite Land in Europa, das politisch handelt. Auch Deutschland verfolgt diesen Weg, allerdings über die Gerichte. Alle drei Länder zielen darauf ab, in Zukunft wieder auf Augenhöhe mit den Buchungsplattformen im Tourismus eine zentrale Stellung einzunehmen.

Eine weitere Änderung betrifft die bis dato nicht mehr zeitgemäße Auszeichnung der Zimmerpreise, die nun nicht mehr direkt in den Hotelzimmern ausgehängt, sondern lediglich in Form von Standardzimmerpreiskategorien im Eingangsbereich einsehbar zur Verfügung gestellt werden müssen. Ebenso zu begrüßen, so Nocker-Schwarzenbacher und Egger, sei die Löschung der erwiesenermaßen veralteten Regelung zur Verrechnung von ‚handvermittelten‘ Telefongesprächen. Die Novelle ermöglicht damit eine neue Qualität der zeitgemäßen Preisauszeichnung, nämlich sowohl im Online-Vertrieb von Hoteldienstleistungen, als auch in der Grundversorgung mit Telekommunikationsdienstleistungen.

Die Gesetzesänderungen sollen nach der Verabschiedung im National-und Bundesrat bis Anfang 2017 in Kraft treten. (PWK776/ES)

Bundesparte Tourismus und Freizeitwirtschaft

Die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKÖ ist die solidarische Interessenvertretung für über 90.000 Tourismusbetriebe aus Gastronomie, Hotellerie, Freizeit und Sport, Reisebüros, Kinos, Kultur-, Vergnügungs- und Gesundheitsbetriebe. 600.000 Arbeitsplätze (jeder 5. Vollzeitarbeitsplatz) hängen direkt oder indirekt von Tourismus und Freizeitwirtschaft ab (WIFO).

Fachverband Hotellerie

Der Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich vertritt 17.000 Beherbergungsbetriebe mit 1,05 Millionen Betten. Mit über 37 Millionen Ankünften und knapp 132 Millionen Nächtigungen leistet die heimische Hotellerie einen wesentlichen Beitrag zur direkten und indirekten Wertschöpfung der Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der Höhe von rund 48,8 Milliarden Euro. Das sind 14,8 Prozent des BIP.

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Fachverband Hotellerie
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