ÖHV verschärft Gangart gegen American Express

Die hohen Disagios sind Hotels nicht mehr zumutbar

Wien (OTS) - Der Trend zum bargeldlosen Zahlen im Hotel hält an. Die Kreditkartenabwickler verdienen bei jeder Kreditkarten- oder ec-Karten-Transaktion dank einer Provision (Disagio) mit. Bei American Express sind die Gebühren besonders hoch. Das Unternehmen verrechnet Hotelbetrieben um fast 80 % mehr Gebühren als VISA und MasterCard. Die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) verschärft nun im Kampf gegen diese Gebühren die Gangart. Gemeinsam mit der Einkaufsgenossenschaft Hogast will sie den Hotels empfehlen, die mit American Express abgeschlossenen Verträge zu kündigen.

Dank einer Beschwerde der ÖHV bei der EU-Wettbewerbsbehörde und dem dadurch gestiegenen Wettbewerb unter den kartenabwickelnden Instituten konnten die Disagios für VISA und MasterCard in der Vergangenheit bis auf unter zwei % gesenkt werden. Anders die Situation bei American Express, wo die Kartenausgabe und -abrechnung fest in einer Hand, und zwar in jener der American Express Bank, liegen. Das erschwert das Vorgehen, wie ÖHV Generalsekretär Thomas Reisenzahn berichtet: "Seit über einem Jahr werden Senkungen und Anpassungen immer wieder versprochen, aber nie umgesetzt."

Bei einem Kreditkartenumsatz von 36.000 Euro im Jahr betragen die Standard-Disagio-Sätze bei American Express gemessen am Umsatz 3,85 % - und das bei einer Überweisungsfrist von 14 Tagen, an der das Institut durch Zinsen nochmals kräftig verdient. Bei VISA und MasterCard machen die Gebühren gemessen am Umsatz nur 2,15 % aus. In absoluten Zahlen bedeutet das, dass bei einem Kreditkartenumsatz von 36.000 Euro im Jahr bei American Express Gebühren von 1.386 Euro anfallen - im Vergleich zu 774 Euro bei VISA oder MasterCard. American Express verrechnet also um fast 80 % höhere Gebühren.

"Die hohen Disagios sind den Hotels nicht mehr zumutbar. Persönlich habe ich bereits die Konsequenz gezogen und meine American Express Karte gekündigt und vernichtet", sagt Thomas Reisenzahn. Jetzt stellt die ÖHV den Pricing-Verantwortlichen von American Express die Rute ins Fenster: Gemeinsam mit der Einkaufsgenossenschaft Hogast will sie den Hotelbetrieben empfehlen, ihre American Express Verträge zu kündigen.

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