Österreich im eTourismus (noch) gut positioniert

Standortbestimmung und aktuelle Herausforderungen beim eTourismus Tag. anet und die Österreich Werbung liefern Denkanstöße und zeigen neue Wege auf.

Innsbruck (OTS) - "In Österreich wird auf höchstem Niveau diskutiert", so Wilfried Kropp von Amadeus, profilierter Experte zum Thema touristischer Vertrieb im Rahmen der Podiumsdiskussion.
Dass es nicht nur bei Diskussionen bleibt und konkrete Umsetzungen und Lösungen vorangetrieben werden, ist gemeinsames Ziel des anet (Kompetenznetzwerk für eTourismus) und der Österreich Werbung.

Mehr als 160 interessierte Teilnehmer des eTourismus Tages, der am 31.Jänner. nun schon zum dritten Mal, diesmal im Rahmen der neuen actb, im TechGate Vienna stattfand, wurden mit einer wahrhaft geballten Ladung an Analysen, Diskussionsbeiträgen und auch Lösungsansätzen konfrontiert.

Wo steht Österreich derzeit

Der erste Themenschwerpunkt befasste sich mit einer Standortbestimmung. Prof. Hannes Werthner gab einen Überblick über den Stand der Forschung und zeigte (mit aktuellem Bezug auf den ENTER Kongress) auf, dass Österreich dabei nach wie vor im Spitzenfeld rangiert, wobei die permanent erhöhte Komplexität, das Erfordernis ständiger Innovation und die "Multidisziplinarität" gewaltige Herausforderungen darstellen. Dr. Markus Lassnig von anet Salzburg zeigte anhand der top-aktuellen Studie der EU "e-business watch" auf, dass der Tourismus zwar im Bereich Marketing/Sales sehr gut im Vergleich zu anderen Branchen liegt, aber insgesamt doch beträchtlichen Aufholbedarf hat.

Neue Kommunikations- und Vertriebsformen und deren Auswirkungen

Im zweiten Schwerpunkt wurden von Dr. Markus Gratzer konkrete Daten zum heiß diskutierten Thema Web 2.0 präsentiert - und Lösungen für Österreichs Touristiker aufgezeigt. Sein provozierendes Statement: "Der Kunde übernimmt die Macht".
Am Beispiel eBay wurde in weiterer Folge gezeigt, wie neue, vor kurzem noch kaum vorstellbare Möglichkeiten eines alternativen Vertriebes funktionieren - Alberto Sanz von eBay Österreich und Prof. Matthias Fuchs von anet Innsbruck lieferten "hard facts" zu einer rationalen Bewertung.
Das Projekt "online Indikator" von anet Krems, präsentiert von Mag. Christian Maurer, liefert ein Modell zur objektiven, nachvollziehbaren Planung, Analyse und Beurteilung von online-marketing Aktivitäten.

Multi-channel Distribution, 100% Online Buchbarkeit und virtuelle Veranstalter

Eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion drehte sich - als dritter Teil des Tages - um die Frage, wie unterschiedliche Ebenen in der touristischen Leistungskette Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zu ihrem Nutzen einsetzen (können). Bärbel Frey von der Therme Längenfeld, Gregor Kadanka (Mondial) als führender Incomer, Christian Schützinger von Vorarlberg Tourismus, Dieter Hardt-Stremayr aus Graz und Wolfgang Kraus (Wien Tourismus) lieferten - nach einem einführenden Statement von Wilfried Kropp (Amadeus) - dazu ein Feuerwerk von fachlich fundierten, erfrischend offenen und auch kontroversiellen Beiträgen. "Darüber, dass wir künftig viele Vertriebskanäle gleichzeitig nutzen müssen, und dass an der Online Buchbarkeit möglichst aller Betriebe kein Weg vorbei führt, herrscht Konsens", fasste der Moderator, Ferdinand Posnik abschließend zusammen und fügte hinzu, "der Weg zum Ziel wird nicht so sehr von technischen Problemen verstellt, die Barrieren liegen eher noch in den Köpfen. Aber es gibt einen starken Motor für ein Umdenken - den Markt".

Crystal WebAward als Benchmark für touristische Websites

Die schon traditionelle Verleihung des Crystal WebAward für effiziente Online Präsenz beschloss den eTourismusTag 07. Dr. Wolfram Höpken von anet Innsbruck präsentierte die Preisträger aus insgesamt 227 eingereichten Websites.

Nähere Infos zum WebAward und zur gesamten Tagung unter www.anet-network.at, sowie unter www.webaward2007.at und im Weblog Fasten Your Seatbelts
(http://passionpr.typepad.com/tourism/2007/02/etourismus_tag_.html)

Das anet (austrian network for e-Tourism) ist ein Forschungsnetzwerk für Tourismus und Informationstechnologien mit Sitz in Innsbruck. An drei Standorten - Krems, Salzburg und Innsbruck - werden seit Anfang 2004 wirtschaftliches, wissenschaftliches und technisches Know-how zusammengeführt und in Projekten umgesetzt. Durch die Entwicklung neuer Lösungen soll die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Tourismuswirtschaft nachhaltig erhöht werden. Die Finanzierung erfolgt durch das BMWA im Rahmen des k_ind Programms, durch die Bundesländer Niederösterreich, Salzburg und Tirol und durch die Wirtschaftspartner der Innovationsprojekte des anet.

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